Taubenheime - Taubenkunst

 

Diese beiden Blauen Tauben aus Keramik befinden sich in einem Vorgarten in Scheinfeld in Franken, Foto: Klaus Kahn
Diese beiden Blauen Tauben aus Keramik befinden sich in einem Vorgarten in Scheinfeld in Franken, Foto: Klaus Kahn

 

Auf dieser Seite wollen wir schöne und taubengerechte Kobel und andere Stallformen vorstellen, in denen sich unsere Täubchen wohl fühlen. Viele Aufnahmen von schönen, alten Taubenhäusern werden uns von Klaus Kahn, Hamburg, überlassen, wofür wir uns herzlich bedanken. Ein schöner Taubenkobel ist ein handwerkliches Kunstwerk und stand früher mitten im Hof; er war der Stolz des Bauern. Schade, dass heute nur noch so wenige mit Tauben besetzt sind. Wir wollen hier aber auch moderne Alternativställe zeigen, bei denen eine schön gestaltete Flugvoliere genügend Bewegung und Beschäftigung gibt. Und auch ein wenig Kunst rund um die Tauben soll auf dieser Seite Platz finden. Meine Bitte, wenn Ihr etwas findet, was zu diesem Thema passt, fotografiert es, und schickt es mir. Wir wollen „Vielfalt bewahren“ und da gehört das alles dazu.                                

Wolfgang Schreiber

 

Bilder bitte anklicken!

 

Taubentürme – nur Deko oder mehr?


Wunderschöner, antiker Taubenkobel im Freilandmuseum Massing in Niederbayern
Wunderschöner, antiker Taubenkobel im Freilandmuseum Massing in Niederbayern

Die Taubenzucht hat eine riesige Tradition. Dieser sind wir uns bewusst, auch wenn wir sie nicht ständig vor uns wie eine Monstranz hertragen. In früheren Zeiten war das etwas anders. Da protzte man regelrecht mit seinem Hobby und demonstrierte wie stolz man auf seine Tauben war. Ein deutliches Zeichen dafür waren in vielen Gegenden die Taubentürme oder Taubenkobel. Egal, wie man sie auch nennt oder nannte. Im Gegensatz zu vielen anderen Dokumenten bäuerlicher Kultur haben sie sehr oft die Zeiten überdauert. Das ist umso erstaunlicher, als doch gerade die Taubenhaltung am wenigsten vom Profit geprägt ist. Den Taubenturm aber einfach so wegzuräumen, das kam den Besitzern dann doch nicht in den Sinn. Auch wenn vielleicht schon lange keine Tauben mehr auf dem Hof waren, war man auf das Bauwerk doch immer noch stolz.

Bei Rolf Wüstenholz in Horb (Zuchtanlage) teilen sich Tauben und Hühner den Turm
Bei Rolf Wüstenholz in Horb (Zuchtanlage) teilen sich Tauben und Hühner den Turm


Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Taubentürme in vielen Gegenden entstanden sind und auch die Standorte grundverschieden waren. Am markantesten und üppigsten waren sie in Burgen, Schlosshöfen, Rittergütern und großen Landgütern. Nicht weniger imposant waren sie in den Höfen der großen Bauernhöfe, deren Besitzer nicht weniger stolz auf ihren Stand waren, als der größte Schlossbesitzer. Zu guter Letzt fand man sie aber auch in den kleinbäuerlichen Strukturen. So unterschiedlich sie in der Ausführung und den Baustoffen auch sind, eines haben alle gemeinsam: Ihr Standort ist fast ausschließlich an einer markanten und eventuell schon exponierten Stelle. Gerade auf Bauernhöfen bilden sie sehr oft den Mittelpunkt des Hofes und auf alten Abbildungen sieht man oft, wie sich die ganze Familie mit Fuhrwerk usw. gerade vor dem Taubenturm ablichten lies. Der ideelle Wert des Turmes wird so nochmals unterstrichen. Denn während in unserer heutigen Zeit die Fototechnik überall auftritt, war es früher ein regelrechter Höhepunkt, wenn der Fotograf kam. Der entsprechende Rahmen wurde also mehr als gezielt ausgewählt.

 

Dass Taubentürme durch eine Region geprägt wurden und sogar sie mit prägten, fällt einem bei genauerem Hinsehen bald auf. Denn genauso wie man zum Beispiel einen bestimmten Haustyp mit einer Landschaft in Verbindung bringt, so ist es mit dem Taubenturm. Während zum Beispiel in Franken viele Türme auf Holzrädern aufgebaut und mit Seilen umwickelt sind, stehen in Niederbayern reichverzierte Holztürme und in Mitteldeutschland eher die gemauerten Varianten. Mindestens genauso interessant ist aber auch, dass man in manchen Gegenden gar keine Taubentürme kennt. Hier waren es eher die Kästen unter den Dachvorsprüngen, die für die Taubenhaltung vorgesehen waren. Welche Tradition und auch Vielfältigkeit im Hinblick auf Baustile usw. vorhanden sind, kann man in einschlägiger Fachliteratur nachlesen. Für Außenstehende mag es nämlich verwundern, dass gleich mehrere Bücher über Taubentürme veröffentlicht wurden.

 

Im Hof von Hermann-Joisef Blum in Dermbach steht dieser eindrucksvolle Taubenkobel

 

 

Taubentürme sind kaum mehr besetzt.

 

Im Gegensatz zu früher hat sich die Taubenzucht grundlegend geändert. Von einer richtig gezielten Zucht war dort in den meisten Fällen nicht die Rede. Es war mehr oder weniger eine Taubenhaltung. Die Liebhaber favorisierten zwar häufig eine bestimmte Rasse oder auch einen Farbenschlag und selektierten auch entsprechend. Dennoch war in den seltensten Fällen die Ausstellungsbeschickung das Ziel. Die Tauben brachten etwas Abwechslung in den meistens tristen Arbeitsalltag und bereicherten nicht zuletzt den Speiseplan der Familien. Als auch in der Landwirtschaft immer mehr die Industrialisierung um sich gegriffen hat, war für die Tauben kein Platz mehr und die Taubentürme verwaisten. Wie bereits aufgeführt, wurden sie aber nicht abgerissen sondern blieben als Zeugnisse einer vergangenen Zeit.

 

 Gut angenommener, fränkischer Kobel

bei Wolfgang Schreiber in Landshut

 

 

Den Schritt zu den Taubenzüchtern neuerer Prägung haben sie nicht geschafft, was durchaus verständlich ist. Die Kontrolle der einzelnen Tauben ist nur sehr bedingt möglich. Muss man doch fast ausnahmslos eine Leiter anstellen, um überhaupt hineinzusehen. Von der regelmäßigen Reinigung ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass bei vielen Taubentürmen nur kleine Nischen vorhanden sind und das eigentliche „Gebäude“ gar kein einzelner Taubenschlag ist. Man braucht sich nichts vorzumachen, dass unter solchen Bedingungen eine geregelte und zielgerichtete Taubenzucht nicht möglich ist. Für einen richtigen Taubenzüchter kommt es also nicht in Frage.

Taubentürme hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck


Klassischer niederbayerischer Taubenkobel                 Taubenturm mit aufwändigen Schnitzereien

                                                                                 bei Paul Huber in der Schweiz


Obwohl also Taubentürme mehr oder weniger ein Relikt aus der Vergangenheit darstellen, haben sie bei Menschen, die nichts mit Tauben zu tun haben, einen großen Eindruck hinterlassen. Nicht selten fragen nämlich Menschen ob man die Tauben in so einem Taubenhaus auf einem Pfahl hält. Kommen dann noch weiße Pfautauben dazu, ist das Idyll perfekt, könnte man meinen.


Zierde im Garten, fehlen nur die Tauben
Zierde im Garten, fehlen nur die Tauben

Diesen außergewöhnlichen Eindruck haben Taubentürme immer auch auf mich gemacht. Ich kann mich noch schwach erinnern, wie bei einem Cousin meines Vaters im Garten ein großer Taubenturm stand, in dem Altdeutsche Kröpfer gehalten wurden und ich als Kind anscheinend voller Begeisterung davorstand. Später, auf meinem täglichen Schulweg kam ich an einer ehemaligen Gärtnerei vorbei, in der der Besitzer ein regelrechtes Tierparadies eingerichtet hatte. Unter anderem stand im parkähnlichen Garten ein dunkelgrünes Taubenhaus, in dem eben so genannte Gartenpfautauben lebten. Hier wurde mir dann auch zum ersten Mal deutlich, dass das Innere so leer wie möglich sein muss, um den Tauben überhaupt einen gewissen Platz einzuräumen. Gerade beim genannten Beispiel hatte ich jedenfalls nicht den Eindruck, als ob es den Tauben schlecht ging. Ganz im Gegenteil: Die Tauben hatten den ganzen Tag über absolute Freiheit und sind erst abends in den Turm zum Übernachten geflogen. Selbstverständlich haben sie dort auch ihre Jungen aufgezogen, und zwar so häufig, dass es ihnen mit Sicherheit prima ging. 

Dieser hübsche Kobeltyp wird auf Ausstellungen angeboten
Dieser hübsche Kobeltyp wird auf Ausstellungen angeboten

Der Wunsch nach einem eigenen Taubenturm wurde also spätestens damals gelegtund erst vor Kurzem erfüllt. Auch wenn ich darin keine Tauben halte, so ist es doch ein Schmuckstück im Garten. Unter diesem Aspekt findet man heute wieder vermehrt Taubentürme. Sie sind zwar in der Regel deutlich kleiner als die ursprünglichen, was aber der geänderten Nutzung geschuldet ist. Wer aber nur eine ganz kleine Anzahl an Tauben halten möchte, für den kann ein Taubenturm ein schönes und auch nützliches Bauwerk sein. Dem Ideenreichtum bezüglich der Größe und Ausführung ist dabei keine Grenze gesetzt. Schön ist, was gefällt, kann man hier getrost sagen. Noch dazu wenn keine Tauben darin gehalten werden, sondern der Taubenturm nur Zierde sein soll. Selbst fertige Taubentürme werden heute schon angeboten, die je nach Region unterschiedlich gefertigt sind. Eigentlich ist es doch aber gerade die Individualität, die einen Taubenturm schon immer ausgezeichnet hat. Anregungen kann man sich aber durchaus holen und das für sich Nützliche und Schöne herausnehmen.


Die große Zeit der Taubentürme ist vorbei und im Grund sind sie heute nur noch zur Dekoration da. Unter Umständen stellen sie auch ein Bekenntnis zur Taubenzucht allgemein dar. Damit schließt sich wieder der Kreis und man stellt fest, dass Taubentürme zu jeder Zeit ihre Berechtigung haben.


Text und Fotos: Wilhelm Bauer, Geflügelzeitung 10/2015

 

 


Die Taubentürme auf Tinos


Foto: Klaus Kahn / Er fotografierte es auf der Kykladen Insel Tinos
Foto: Klaus Kahn / Er fotografierte es auf der Kykladen Insel Tinos


Die Taubentürme auf Tinos


Sie gelten als die schönsten der Welt, die Taubentürme der griechischen Kyladeninsel Tinos.

Strahlend weiß, im oberen Teil kunstvoll verziert, sind sie überall auf der Insel anzutreffen, heben sie sich malerisch gegen den blauen Himmel ab.


Über 1800 sollen es auf der 200 qkm großen Insel sein, die Ältesten noch aus der Zeit, als die Venezianer hier herrschten.


Ihr reicher Zierrat lässt an kleine Schlösschen aus 1001 Nacht denken, in seinen vielfältigen Dekorationen gleicht keiner dem anderen.


Tinos ist nicht die einzige Kykladeninsel, auf der man den architektonisch so reizvollen Taubentürmen begegnet. Doch da sich da und dort noch über 1000 dieser typischen, traditionellen Zweckbauten erhalten haben, wurden sie zum Wahrzeichen der Insel.

Foto: Klaus Kahn
Foto: Klaus Kahn

Der Bau der weißgetünchten Taubenhäuser reicht in die Zeit der Venezianer zurück. Die italienischen Herrscher führten die Tauben-zucht in der Ägäis ein, regelrecht systematisch hat man sie aber hauptsächlich auf Tinos betrieben. Nur die Grundbesitzer be-saßen Taubern, wie sie ansonsten auch über alle Produkte des Bodens verfügten.
Die Taubenzucht war daher sicher kein Hobby des kleinen Mannes, sie wurde wegen der Eier und des Fleisches betrieben und auch heute noch verwenden sie auf Tinos häufig als Delikatesse angeboten. Der Taubenmist diente als Dünger, auch er wird bis heute in der Landwirtschaft verwendet.


Beim Bau der Taubentürme blieb nichts dem Zufall über-lassen. Besonders wichtig war der Schutz vor dem stürmi-schen Nordwinden. Daher besitzen die Taubenhäuser nur auf den drei dem Wind abgewandten Seiten Einfluglöcher. Während die Nordseite immer geschlossen ist, weist die Vor-derseite des Turms in die windstille Richtung. Zusätzlich liegen die Einflugöffnungen ca. 2 m über den Bodenniveau um die Tauben und ihre Nester vor Schlangen und Katzen zu sichern, Bis zu dieser Höhe sind die Wände glatt verputzt und weisen keine Vorsprünge auf, so dass weder Tiere noch Menschen hinaufklettern können. Vom unteren Teil der Häuser, der meist als Lagerraum oder auch als Ziegenstall dient, führt eine Leiter hinauf in das eigentliche Taubenhaus.

Das obere Stockwerk der Türme, verziert mit vielfältigen Dekorationen, macht die besondere Attraktion dieser traditionellen Bauten aus. Die kunstvollen Muster werden aus dünnen, gebrannten Tonziegeln gefertigt, die in Aussparungen des Mauerwerks der Fassade eingefügt werden, so dass eine fast filigrane Gestaltung entsteht. Die Schlupflöcher werden so in die Verzierungen integriert, dass sie fasst nicht erkennbar sind. So gibt es kaum identische Türme, jeder einzelne erscheint als individuelles Kunstwerk, aus der Phantasie seines Erbauers entstanden.


Heute verkommen viele Türme zu Touristenattraktionen, der Niedergang der Landwirtschaft scheint auch die Tradition der Taubentürme zu zerstören.


Foto: Klaus Kahn
Foto: Klaus Kahn

Die Taubentürme von Tinos sind berühmt, denn sie sind die schönsten der ganzen Kykladen.
Sie stehen verstreut auf den Feldern und Terrassen und eine größere Anzahl steht in der Gegend um die Dörfer Kambos und Tarambados im Inselinneren (auch Tal der Taubentürme genannt). Die Venezianer führten diese Taubenhäuser ein. Früher als die Türken Tinos besetzt hielten, waren eingelegte Täubchen auf den Märkten von Istanbul sehr beliebt...

Die Tauben kommen noch heute zu den  Türmen, aber die Besitzer benutzen die Türme nun zum Verstauen von landwirtschaftlichen Geräten oder als Rumpelkammer.


Die Taubentürme tragen im oberen Bereich sehr schön gestaltete geometrische Motive und reliefförmige Muster. Dünne Schieferplättchen, die wie Spielkarten aufeinander gestapelt sind, gestaltensich zu reliefförmigen Mustern rund um die Häuser.

Oftmals ist die Sonne und die Zypresse dargestellt, was den Tod symbolisieren soll. Jeder Turm hat ein anderes Muster und macht ihn dadurch einzigartig.


Text - Zusammenstellung: Berthold Popp



Diese herrlichen Taubentürme hat uns Dick Hamer aus Amman in Jordanien mitgebracht

Volieren zum Wohlfühlen!

Altes Taubenhaus in einem ruinösen Gutshof          Taubenpfahlhaus mit verzierten Einflugöffnungen

in Tschechien                                                           in Eberbach/ Bayern             Fotos: Klaus Kahn

Höfen bei Baudenbach im Steigerwald                 Taubenhaus im Freilichtmuseum Ballenberg am                                                                                                   Brienzer See                   Fotos: Klaus Kahn

 

Zwei Taubenpfahlschläge im Freilichtmuseum bei Bad Winsheim                       Fotos: Klaus Kahn

 

Auf den Routen des Colombiers Cauchois im Departement Seine-Maritime und Touristique du Pays Seine-Amdelle im Department Eure finden wir herrliche Taubentürme, Zeugen einer privilegierten Taubenzucht im Mittelalter in der Normandie. So berichten Chronisten, dass im Jahre 1261 an der Tafel des französischen Monarchen täglich mehrere hundert Täubchen verspeist wurden.

Das hier abgebildete, schöne Bauwerk wird als das größte Taubenhaus Frankreichs beschrieben. Es befindet sich im Innenhof des bekannten d´Ango bei Verangeville-sur-Mer. Der mit herrlichen Steinmustern erstellte Turm hat einen Durchmesser von gut 6 m und ist ca. 10 m hoch. Der Innenraum ist umlaufend mit einfachen Nistzellen ausgestattet. Erreicht werden sie über eine lange Leiter, die man im Kreis herum schieben kann. Unter den Nistzellen, einen Meter über dem Boden, gibt es eine breite Holzplatte zum Auffangen des Kotes. Der an Stickstoff, Phosphaten, Kalium und Kalzium reiche Taubenmist stand zu dieser Zeit sehr hoch im Kurs; man sagt, dass er fast mit Gold aufgewogen wurde.

Als wir 1998 auf einer Tagesfahrt zu den Taubentürmen der Normandie im Innenhof eines mächtigen Gutshofes diesen gewalti-gen Turm entdeckt haben, war er mit einem Flug großrahmiger Tauben besetzt. Ein bleibendes Erlebnis.                           W. Schr.

Schlag mit Freiflug bei Sebastian Raca                  Flugvoliere in Tschechien, Foto: Erwin Sedlmeier

 

Bockenfeld/Bayern                                                  Umfelde in der Altmark. Der Turm wurde nach der 

                                                                               Wende restauriert. Die Rotstein Flächen wurden                                                                                            neu ausgemauert und der Turm erhielt eine 

 Fotos und Texte: Klaus Kahn                                   Dachrinne.

 

Saubersrieth/Bayern                                              Rotzendorf, erst 1996 nach altem Vorbild

                                                                              erneuertes Taubenpfahlhaus

 

Freiland Museum bei Bad Winsheim, das               Ehe bei Neustadt Aisch

Geflecht wurde aus Roggenstroh gefertigt.

 

Geflochtener fränkischer Kobel (links), hergestllt von Adolf Weber, Mainleus, und niederbayerischer Säulenkobel (rechts) vom Karl Gruber, beide im Geflügelgarten Essenbach, Fotos: Erwin Sedlmeier

 

Alter Scheunen-Taubenschlag bei Moosanderl-Bauern in Essenbach, Fotos: Erwin Sedlmeier

 

"Bewegung und Beschäftigung", Werner Moser, Müncherlbach, stellt seine Flugvoliere vor.

Fotos und Texte: Klaus Kahn

Taubenpfahlhaus mit aufwendig gestalteten Einflugsöffnungen in Hetzles in Oberfranken zu sehen.

                                                                              

Taubenkästen im Freiland Museum in Neusath/    Taubenhaus auf einer massiven Säule in Warts-

Perschen                                                                felden

 

Im Museum Edelsmannshof in Perschen steht     Im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden befindet

dieses Taubenhaus.                                             sich dieser Taubenturm. In ca. 2 m Höhe ist eine 

                                                                             Aussparung im Mauerwerk, dort ist der Futterplatz

                                                                             für die Tauben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war schon in jungen Jahren mein Wusch, ein Taubenhaus zu besitzen; diesen Wunsch habe ich mir mit fast 70 Lebensjahren erfüllt. Es ist ein fränkisches Taubenrad. Das alte Wagenrad sitzt auf einem Achsstumpf und kann gedreht werden. Bei größeren Häusern ist am Pfosten eine Eisengabel angebracht, in diese kann eine Leiter gestellt werden, so kann man auf die Leiter steigen, das Haus drehen, um an alle Bruthöhlen zu gelangen, für die Reinigung und Nestkontrolle. Die Kugel auf dem Dach ist vergoldet, die Holzglocken wurden rot lackiert.

 

Klaus Kahn