Hier zeigen wir:

 

Teil 1: Zeitgenössische Geflügelmaler u.-malerinnen

 

Teil 2: Geflügelmaler, die nicht mehr unter uns sind

 

Teil 3: Alte Maler,

 

 auf deren Bildern sich Geflügelmotive finden

 

Bilder aus dem Rijksmuseum in Amsterdam siehe eigener Titel

 

 

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Neu: Franz Gräßel unter "Geflügelmaler, die nicht mehr unter uns sind"

 

 

Teil 1: Zeitgenössische Geflügelmaler u.-malerinnen

 

Jakob Relovsky  -  Margit König  -  Benedikt Stammler

 

 

 

 

Jakob Relovsky

 

Den Kunstmaler und Taubenzüchter Jakob Relovsky, geboren 1942 in Klein-Lomnitz östlich der Tatra in der Slowakei, hatte es nach dem Krieg mit Mutter und zwei Brüdern zunächst nach Deyelsdorf in Vorpommern verschlagen. Tauben, später Rassetauben, begeisterten ihn schon in seiner Kindheit. 1956 flüchtete die Familie in den Westen, wo sie in der Gegend von Sindelfingen ihr neues Zuhause fand. In der Nachkriegszeit ist Jakob Relovsky zum herausragenden Künstler, vor allem in der Geflügelszene aufgestiegen. Seine Maltechnik überzeugt durch die ungewöhnliche Präzision und Farbwiedergabe. Das 1993 zusammen mit Erich Müller herausgegebene „Illustriete Taubenbuch“ ist ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Malkunst. Seine Bilder, auch herrliche Werke mit Wildtieren in freier Natur, sind besonders bei unseren amerikanischen Freunden sehr gefragt.

 

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Mai 2017

   Französische Kröpfer in den Zeichnungen um 1900                         weißbindige Brünner Kröpfer

Oktober 2016

Neue Bilder Dezember 2014

August 2014

August 2014

 

 

Margit König

 

in Trattenbach in Niederösterreich geboren, lebt sie seit 1966 Wien, wo sie ab 1987 die Wiener Kunstschule besuchte und absolvierte. Anschlie-ßend studierte sie an der Hochschule für Angewandte Kunst Aktzeichnen. Heute lehrt sie Akt- und Portraitzeichnen an der VHS in Wien. Seit Jahren malt und zeichnet die Künstlerin ihre wunderschönen Tierbilder in Museen und Natio-nalparks, vor allem aber in verschiedenen euro-päischen Zoos.

 

Sie ist eine genaue Beobachterin der Natur, ihre Bilder zeigen ihre Vertrautheit mit den Tieren, und so malt sie nicht einfach Tierportraits, sie malt Tierpersönlichkeiten. Hierzu eine kleine Begebenheit: Im Tierpark Hellabrunn in München besuchte ich eine Ausstellung ihrer Bilder. Da kamen zwei Pfleger vorbei, betrachteten das Portrait eines Gorilla Mannes, und einer rief: „Das ist doch unser Roututu!“ Besser kann man die Bilder von Margit König nicht beschreiben.        margit.koenig@margitkoenig.com

W.Schr.

                                                                                    

 

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Benedikt Stammler

 

ist 1969 im niederbayerischen Vilsbiburg geboren. Der gelernte Metzgermeister und Familienvater engagiert sich ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der Handwerks-kammer Niederbayern-Oberpfalz. Als sehr talentierter Autodidakt befasst er sich seit vielen Jahren mit der Tiermalerei. Seine gute Beobachtungsgabe und sein Gefühl für Lebewesen lässt ausdrucksvolle und lebendige Bilder entstehen, Bilder, die vor allem in der Geflügelszene große Aufmerksamkeit erfahren. Mit seinem Auftreten auf großen Ausstellungen, wie Nürnberg und Leipzig, hat er sich einen breiten Interessentenkreis erschlossen. Der vielseitige, junge Maler hat inzwischen einen festen Platz im Bereich der Geflügelmalerei. Man darf auf die weitere künstlerische Entwicklung Benedikt Stammlers gespannt sein.

 

 

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Teil 2: Maler, die nicht mehr unter uns sind.

 

 

Franz Gräßel  -  Erik Richter  -  Georg Kühn  - Max Holdenried  -  Carl Witzmann  -  C.S. Th. van Gink       

Franz Gräßel, Quelle: Google - Bilder
Franz Gräßel, Quelle: Google - Bilder


Franz Gräßel,


der Entenmaler

 

1861 – 1948

 

Franz Gräßel wurde am 24. November 1861 in einer Mühle in Obersasbach am Westhang des Schwarzwaldes geboren und wuchs dort auch auf. Nach seiner Schulzeit hatte er das Glück, dank eines Stipendiums sechs Jahre lang Malerei an der Kunstakademie in Karlsruhe studieren zu können. 1886 wechselte er über an die Akademie der Bildenden Kunst nach München, um sich bei Professor Wilhelm von Lindenschmidt weiterzubilden. Bei ihm erhielt Gräßel 1888 auch seine erste öffentliche Auszeichnung für sein Werk „Bei der Arbeit“, das seine drei Schwestern in der elterlichen Schwarzwaldstube zeigt.

 

Bereits 1889 schwärmte die Fachpresse von Gräßels „köstlichen Gänseweiden voll Humor und scharfer Beobachtung“. Ab 1894 wurde er endgültig als „der Entenmaler“ tituliert, denn nun galt hauptsächlich den Enten, aber auch den Gänsen und Hühnern seine Aufmerksamkeit. Als Entenmaler errang er Gold- und Silbermedaillen in München, Salzburg und Buenos Aires. 1911 ernannte ihn Prinzregent Luitpold zum königlichen Professor. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Gräßel bereits aus der umtriebigen Metropole München aufs ruhigere Land zurückgezogen. In Emmering bei Fürstenfeldbruck ließ er sich an der Amper ein relativ bescheidenes Haus errichten, mit Badehütte und einer Treppe zum Fluss hinunter, damit seine Enten bequem ins Wasser steigen konnten.

 

Am 4. März 1948 ist Franz Gräßel im 87. Lebensjahr in Emmering gestorben. Sowohl sein Geburts- als auch sein letzter Wohnort haben ihn zum Ehrenbürger ernannt. Die beiden hier zu sehenden Gemälde sind im Besitz der Sparkasse Fürstenfeldbruck.

(Auszug aus der Geflügel-Börse Nr. 12/1999, Autor Lothar Altmann)

Manfred Loick

 

 

Der Maler Erik Richter, Berlin

 

Dr. Adolf Heilborn, Berlin (1873-1941) ging als Schiffsarzt auf Weltreise, ließ sich danach als Arzt, Redakteur und Übersetzer in Berlin nieder und betrieb eine ausgedehnte Publikations- und Vortragstätigkeit. „Velhagen & Klasings Monatshefte“, 45. Jahrgang 1930/31, enthalten eine 8-seitige Ausarbeitung von Dr. Heilborn über „Tauben“. Illustriert wird der Beitrag mit zehn Ge­mälden von Erik Richter (1889-1981), ebenfalls Berlin. Erik Richter war Sohn eines Arztes, wuchs in Berlin auf und studierte zunächst Naturwissenschaf­ten. 1923 heiratete er Anna Marie Volkmann, die unter dem Namen Anni Richter ebenfalls als Malerin und Grafikerin bekannt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg widmete sich Richter ganz der Malerei. Fast täglich zeichnete er gemeinsam mit seiner Frau Tiere im Berliner Zoo. Ab 1948 lebte die Familie in Plön/Holstein.

 

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Der Berliner Zoo wurde von 1869 bis 1884 von Herrn Dr. Heinrich Bodinus (1814-1884) geleitet; vorher leitete er den Kölner Zoo, den er ab 1859 aufgebaut hatte. Auch in der Aufbau­zeit der deutschen Rassetaubenzucht hat Dr. Bodinus bedeutende Beiträge geleistet, indem er Rassen in Deutschland verbreitete und Fachbeiträge darüber verfasste. Als Leiter des Ersten Deutschen Geflügeltages in Dresden 1869 leistete er weitere Pionierarbeit zur Rasseentwicklung und -beschreibung. Als gebürtigem Pommern lagen ihmdie Pommerschen Kröpfer sehr am Herzen, eine Rasse über die er 1858 den allerersten Beitrag verfasste. Auch andere Rassen wie der Stralsunder Hochflieger wurden durch ihn sehr gefördert; ihm verdanken wir den Erstimport der heute weit verbreiteten Strasser. Das Andenken an seinen früheren Direktor wurde durch den Berliner Zoo noch lange gepflegt, seine Lieblingsrasse wurde noch Jahrzehnte nach seinem Tod im Zoo gehalten. Durch die Bilder von Erik Richter wissen wir, dass auch nach dem Ersten Weltkrieg noch Pommersche Kröpfer im Berliner Zoo gehalten wurden.

Text und Bilder eingereicht von Manfred Loick.

 

Georg Kühn (1931 – 2001)

 

ist im nordböhmischen Aussig an der Elbe (heute Usti nad Labem) geboren. Zum Maler und Grafiker ausgebildet wurde er an den Hochschulen in Essen und Düsseldorf. Sein Werdegang als Maler und Designer begann im Künstlerdorf Worbswede, führte über eine Ausstellung in Moskau, Bühnenbilder an der Mailänder Scala und die Ausgestaltung vieler großer Fernsehshows. Seine Kunstwerke sind feisinnig gestaltete Aquarelle, Fresken, Wandbilder und Plastiken. Visionen und Realität sind ihm in der Wiedergabe unnachahmlich gelungen.

 Als großer Geflügelliebhaber hat er auch viele schöne Rassebilder geschaffen. Wichtig war ihm, dass die Themen seine Gefühlswelt berührten. Er malte keine Musterbilder, mit bestechender Ausdruckskraft zeigte er den Charme einer Rasse. Das orientalische Möwchen führte ihn zum höchsten künstlerischen Ausdruck, aber auch die Chabo-Darstellungen oder die der Seidenhühner gehören zu seinen wertvollsten Arbeiten.

 

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Max Holdenried

 

 Ein Rassegeflügelzüchter per exzellente, eine Züchterpersönlichkeit mit hohem Rang und international großem Namen“, so beschreibt Günter Stach den Maler Holdenried aus Renningen anlässlich seines 75. Geburtstags am 21. Mai 2011. iGeboren in Berg an der Donau befasste er sich von klein an mit dem Federvieh, intensiv mit Englischen Nonnentauben. Zu seinem umfangreichen Werk als Maler kommen noch viele naturgetreu nachempfundene Taubenskulpturen aus Keramik und Metall. Der viele Jahre praktizierende Preisrichter mit dem Blick für das Wesentliche, illustrierte die von Erich Müller herausgegebene Fachbuchreihe „Alles über Rassetauben“, malte Musterbilder, Plakate, einfach alles rund um die Geflügelwelt; aber auch viele Stillleben, 32 Porträts einer Serie „Kinder der Welt“ und vieles mehr. Auch wenn schwere gesundheitliche Probleme seine Schaffenskraft mehr und mehr einschränkten, wir sein Lebenswerk immer an den großartigen Künstler Max Holdenried erinnern.

 

Am 8. März 2013 ist Max Holdenried von uns gegangen, in seinen Bildern bleigt er bei uns.

 

 

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Carl Witzmann

 

Bild hängt im Deutschen Taubenmuseum in Nürnberg
Bild hängt im Deutschen Taubenmuseum in Nürnberg

Als die Geflügelzeitungen noch keine farbigen Illustrierten waren, sondern schwarz-weiß gedruckte Zeitungen, freuten wir Leser uns immer besonders über die farbigen Kunstdruck-Beilagen. Zahlreiche dieser monatlichen Zeitungsbeilagen stammten aus der Künstlerwerkstatt von Carl Witzmann. Auch Fachbücher über Tauben oder Hühner und Zwerghühner enthielten oft von ihm gemalte Aquarelle. Carl Witzmann, am 11. Juli 1881 geboren, hatte sein Herz besonders an die Altdeutschen Kröpfer gehängt und züchtete diese imposante Rasse bis zu seinem Tode im Jahre 1965. Alle von ihm gemalten Rassen wurden sehr lebendig in einem schönen, bodenständigen Ambiente dargestellt. Gerade in den durch die beiden Weltkriege verursachten schwierigen Zeiten hat er durch seine schönen Abbildungen den Züchtern und Liebhabern die Freude am Rassegeflügel vermittelt und Farbe in die damals recht graue Welt gebracht. Seine zeitlosen Bilder sind noch immer wertvolle Musterbilder, an die man sich gerade heute immer mal zurück besinnen sollte. Kann man nach Jahrzehnten ein schöneres Kompliment machen?

Manfred Loick

 

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C. S. Th. van Gink

 

Cornelis Simon Theodorus van Gink (1890 - 1968) war ein Meister der Feder. Er züchtete sein Leben lang Rassetauben und erzüchtete den Voorburger Schildkröpfer, eine wesensstarke Rasse mit einer schönen Figur und einem aparten Farbbild. Van Gink beherrschte aber auch die Schreibfeder, von 1921 bis 1928 war er Chefredakteur der holländischen Geflügelzeitung ‘Avicultura’ und schrieb zahlreiche Bücher, die heute als antiquarische Klassiker begehrte Sammelobjekte sind. Unvergesslich bleibt C. S. Th. van Gink uns aber aufgrund seiner meisterhaften Federstriche, mit denen er wunderbares Hausgeflügel verewigte.

Bereits von 1909 - 1916 fertigte er sämtliche Farbillustrationen für das vierteilige Buchwerk “De hoenderrassen in hunne vormen en kleuren” (Die Hühnerrassen in ihren Formen und Farben). Die meisten seiner Aquarelle malte er in den Jahren 1943/44, als man alle bestehenden Rassen dokumentieren wollte. Diese Aquarelle sind der beste Beweis: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

M. Loick

 

 

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Teil 3: Alte Maler,

 

auf deren Bildern sich Geflügelmotive finden

 

 

Die alten holländischen Maler

 

haben sehr wirklichkeitsbezogen das ländliche Leben ihrer Zeit festgehaltent und so auch uns Geflügelfreunden viele Zeitdokumente hinterlassen. Das Rijksmuseum in Amsterdam erlaubt uns Bilder von der neu gestalteten Homepage des Museums zu übernehmen. Vielen Dank!

 

Wir beginnen mit dem Werk von 1647 „Stadtmauer von Haarlem im Winter“ von Nicolaes Pietersz. Berchem (1620 – 1683), der zu den Hauptvertretern der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts zählt. Viele seiner Bilder zeigen italienische Landschaften. Interessant an diesem Bild sind die Taubenschläge an der Stadtmauer.

 

Melchior de Hondecoeter

                 1636 bis 1695

 

Melchior d´Hondecoeter war ein niederländischer Tiermaler. Er stammt aus der holländischen Malerfamilie Hondecoeter und war Schüler seines Vaters Gijsbert Gillisz de Hondecoeter (Meister in der Malergilde in Utrecht) und seines Onkels Jan Baptist Weenix. Auch sein Großvater und ein Cousin waren Maler. In Utrecht geboren, schaffte er vier Jahre in Den Haag und lebte ab 1663 in Amsterdam. Er malte Jagdstill-Leben, einheimische und exotische Vögel, Hühnerhöfe und Ententeiche. Seine Darstellungen zeigen einen großen Detailrealismus, er malte sie nach der Natur, was uns einen schönen Einblick in die Geflügelszene vor 350 Jahren erlaubt.

 

Für die hier gezeigten Bilder bedanken wir uns bei Rijksmuseum Amsterdam, in dem viele schöne Tierbilder holländischer Maler gezeigt werden.

 

                                                            

 

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Vorschau:

          Rotgeherzte Brünner (3)

 

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

10.07. Kinderspaß

06.07. Bild Juli

03.07. Brünner Kröpfer aktuell

29.06. Wasser

24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

13.06. Lietzows Nonnengänse

09.06. Jugendzeltlager

09.06. Hühnerauslauf (4)

05.06. Hühnerauslauf (3)

01.06. Bild Monat Junni

29.05. Hühnerauslauf (2)

25.05. Hühnerauslauf (1)

20.05. Jakob Relovsky

15.05. Manfred Loick - Viren (3)

11.05. Manfred Loick - Viren (2)

08.05. Manfred Loick - Viren (1)

04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

06.04. Bild Monat April

04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März