ECHTE UND SONSTIGE

 

ZWERGE

 

 

Chabohahn, Foto: Chabo Archiv
Chabohahn, Foto: Chabo Archiv

 

Beschriebene Zwerghuhnrassen:

 

Chabo  -  Basetten  -  Thüringer Zwerg-Barthühner  -  Belgische Bartzwerge  -  Zwerg-Marans  -  Zwerg-Wyandotten  -  Zwerg-Welsumer - Zwerg-Plymouth-Rocks - Daruma - Ohiki - Samaras - Sebright - Zwerg-Cochin

 

 

 

DAS ETWAS ANDERE ZWERGHUHN

 

CHABO

 

Schöner Stamm schwarz mit weißem Schwanz
Schöner Stamm schwarz mit weißem Schwanz
Ein Prachtkerl
Ein Prachtkerl

 

 

Chabo finden wir auf der ganzen Welt. Noch nie gab es eine so große Verbrei-tung wie heute, waren unsere kleinen „Japaner“ so global eingebettet. Ein gol-denes Zeitalter, wenn wir so wollen, ge-tragen von Frauen und Familien, Jugend-lichen und Männern, die der Faszination der Zwerge erlegen sind. Schönheit ist eine Frage des Geschmacks des Einzel-nen. Wenn dieses Schönheitsempfinden von so vielen Menschen rund um den Erdball und in vielen Kulturen geteilt wird, dann müssen unsere Zwerge schon etwas ganz Besonderes sein. Ne-ben dem attraktiven Aussehen, bewirken das selbstbewusste Wesen und die individuelle Zuneigung, dass Menschen meist ein Leben lang mit den kleinen Chabo verbunden bleiben. „Die kleinen Grotesken“, wie sie auch liebevoll ge-nannt werden, verdanken ihre Verbrei-tung nicht nur dem Ausstellungswesen, sondern ganz ausdrücklich ihrer Beliebt-heit als charmantes Familien- und Gar-tenzwerghuhn.

Chabo, geflügelte Freunde
Chabo, geflügelte Freunde

 

Dabei lohnt sich ein Blick in die Ver-gangenheit. Ihre Heimat haben sie seit Jahrhunderten im asiatischen Raum, vor allem in Japan. Die ersten Chabo kamen um 1850 nach England. Nicht abgesi-cherte Hinweise deuten für Deutschland auf das Jahr 1840, bestimmt aber 1860. Die ersten Zwerge erweckten eine große Begehrlichkeit, die jedoch nicht immer erfüllt werden konnte. Es erfolgten immer wieder kleinere Importe, die Zwerge wurden mehr und mehr bekannt, aber noch fehlte das nötige Hintergrundwissen für eine erfolgreiche Zucht. Dazu hat noch vor der Jahrhundertwende – 1877, Frei-frau von Ulm-Erbach, Tochter des be-rühmten Japanforschers Phillip Franz von Siebold, durch die Einfuhr verschiedener Farbenschläge und vor allem durch ihre Veröffentlichungen beigetragen. Mit gro-ßer Überzeugung warb der seit 1890 Chabo züchtende Kammersänger Colo-man Moran, Oldenburg für einen die gemeinsamen Interessen verbindenden Club, der dann auch 1925 gegründet wurde. Graf Walczeck – Schloss Laband (heute Polen) verdanken wir die Einfuhr von vier Aufsehen erregenden Transpor-ten zwischen 1922 und 1939. Besonders wertvoll sind die Beschreibungen der Tiere, die heute als historische Berichte bezeichnet werden können. Die Zeitge-schichte verhinderte einen Erfolg des 1936 in Leipzig gegründeten „Internationalen Chabo-Club“. Mit den heutigen Kommunikationsmitteln sind Verbindungen einfacher zu pflegen und so vereint der deutsche Chabo-Club rund 600 Mitglieder, auch aus einigen Ländern in Europa. 

Mutterglück!
Mutterglück!

 

 

Damit sind wir wieder in der Gegenwart. Ein natürlicheres Umfeld, vielleicht das eigene Frühstücksei, sind vielen Familien wieder ein Anliegen geworden. Gewiss stand die Wirt-schaftlichkeit bei der Entstehung der Chabo nie im Vordergrund. Sie sind sog. „Urzwerge“, die weitestgehend unverändert blieben und nicht aus Großrassen selektiv verzwergt wurden. Wir können versuchen, die Chabo als ein Kunstwerk aus Fernost zu begreifen. Dennoch ist die Versorgung einer Familie mit Eiern mit einer Gruppe Chabo problemlos möglich. In Asien werden diese Zwerge auf geringem Raum meist in Boxen gehalten. Dies entspricht sicher nicht unseren Vorstellungen einer Haus- und Gartentierhaltung, aber große Flächen müssen nicht zur Verfügung stehen. Sie graben nicht unnötig den Garten um und lassen sich hinter niederen Zäunen gut lenken. Chabo haben ein sehr angeneh-mes Verhalten, leben problemlos im Fami-lienverband unterschiedlicher Generationen, strahlen Ruhe aus und haben Charakter. Alle Eigenschaften des Haushuhns sind ihnen eigen. So brüten sie verlässlich und kümmern sich fürsorglich um die Küken. Für den Freilauf im Garten sind Chabo die idealen Tiere, sie liefern ganzjährig Eier, und kaum jemand kann sich ihrer Schönheit entziehen. 

 

 

Charakteristisch für die Chabo ist der tiefe Stand, verbunden mit der Kurzläufigkeit. Der Kör-per ist gedrungen, das ergibt den „Typ Chabo“. Kurzbeinige Tiere sind nicht reinerbig, so dass grundsätzlich auch Nachkommen mit normaler Lauflänge vorkommen. Wenn sie durch die Stellung des Fersengelenkes etwas tiefer stehen. sind sie kaum von den Kurzbeinigen zu unterscheiden. Diese Tiere sind unentbehrlich in der Zucht, da sich die Folgen des der Kurzbeinigkeit unterstellten „Letalfaktors“ durch die Paarung „kurz x lang“ aus-schließen lassen. Der Wissenschaftliche Geflügelhof bemüht sich derzeit, Belegbares über die Kurz-beinigkeit herauszufinden.

 

Fühlen Sie sich eingeladen und aufgefordert, die bunte Schar der Chabo kennen zu lernen. Der vergleichsweise geringe Anspruch an den Pfleger, wird Ihnen mehrfach zurückgegeben. Die kleinen Zwerge mit ihrem ausgeprägten Familiensinn las-sen kaum jemanden unberührt, und schnell ver-geht die (Aus) – Zeit, wenn man ihnen einfach nur zusieht und sich an ihrer Schönheit erfreut.

 

 

Text:

Udo Ahrens und Manfred Bartl

 

Fotos:

Udo Ahrens

 

 

Kontakt:

Club der Cabozüchter von 1925

www.chaboclub.de

 

Manfred Bartl

Tel.: 0841 936310

bartl.manfred@arcor.de

 

       

 

 

BASSETTEN

 

 

BELGISCHE ZWERGHÜHNER 

 

Bassetten wachtelfarbig, Foto aus HP des SV seltener Zwerghühner
Bassetten wachtelfarbig, Foto aus HP des SV seltener Zwerghühner
Freude mit schönen Zwergen, Fotos: Michael von Lüttwitz
Freude mit schönen Zwergen, Fotos: Michael von Lüttwitz

 

Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert wur-de diese Zwerghuhnart zu wirtschaftlichen Zecken gehalten. William Collier gefielen diese Hühner so gut, dass er sie als Ausstel-lungsrasse zur Anerkennung bringen wollte. Also begann er 1914 aus passenden Tieren, die er sich im Land zusammengesucht hatte, die Rasse nach seinen Vorstellungen zu formen. 1917 schon wurde in Brüssel der „Club de la Poule Bassette“ gegründet, doch es dauerte noch bis zum Jahr 1932, dass die Rasse anerkannt wurde. Mehr schlecht als recht überstanden Rasse und Züchter den zweiten Weltkrieg. 1958 und 1962 kamen Basetten nach Deutschland und damit be-gann auch das Anerkennungsverfahren in unserem Land. Diese Zwerghuhnrasse zeigt eine Landhuhnform mit leicht aufgerichtetem Rumpf. Während in Deutschland nur drei  Farbenschläge, nämlich Wachtelfarbig, Silber-Wachtelfarbig und Perlgrau-Silberwachtel-farbig anerkannt sind, gibt es europaweit 21 verschiedene Varianten.

 

Die Anforderungen an alle drei Farbenschläge sind sehr hoch; sie bieten Züchtern, die die Rasse voranbringen wollen, ein interessantes Betätigungsfeld, so dass man getrost auf eine größere Farbpalette verzichten kann. Bassetten sind als robuste und problemlose Urzwerge bekannt, die eine Legeleistung von ca. 120 Eiern vorweisen können. Bassetteneier sind für die Kunstbrut geeignet, doch eine Küken führende Henne in einem schön gestalteten Garten bedeutet für eine Liebhaberfamilie immer besonders viel Spaß. Die Aufzucht der Küken gestaltet sich problemlos, da sie frohwüchsig und vital sind. Sie stellen weder an die Unterbringung noch an Fütterung und Versorgung große Ansprüche. Wichtig ist ein schöner, gut bepflanzter Auslauf, in dem sie sich geschützt fühlen und ihre Bedürfnisse, wie scharrend nach Kleinlebewesen suchen, ausleben können und auch eine schönes Staubbad zur Gefiederpflege vorfinden.      

 

 

 

 

 

Quelle:

Uwe Ruhl, Geflügel-Börse 2/2014

 

Kontakt:

SV seltener Zwerghühner

www.seltene-zwerghuehner.de

 

Obmann Harry Müller

Tel.: 06044 1740  

 

 

 

 

Zwerg-Barthühner

 

Robuste Zwerge aus

 

dem Thüringer Wald

 

 

 

Thüringer Zwerg-Barthühner erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, auch über die Region Mitteldeutschlands hinaus, wobei in ihrer Entstehungsgeschichte Regionen um Jena und Berlin-Lichtenfeld eine Rolle ge-spielt haben sollen. Einen Beitrag zu ihrer gestiegenen Popularität leistet bestimmt die Besonderheit ihrer Kopfstudie durch Bartbil-dung und kleinen und fein gezackten Einfach-kamm. Ihre figürlichen Eigenschaften machen eine gedrungene Walzenform aus. Die Haltung ist beim Hahn leicht abfallend, bei der Henne waagerecht. Vom Bart verdeckt sind Ohr- und Kehllappen, mäßig lang und gerade ist  die Rü-ckenlinie, der federreiche Schwanz wird hoch getragen. Zu haben sind die angenehmen Hüh-nervertreter im Zwergformat in einer Reihe von Farbenschlägen, u. a. in blau-gesäumt, gesper-bert, rot, gelb, weiß, schwarz, rebhuhnhalsig oder silber-schwarz-getupft.

 

 

 

In einem aktuellen Artikel in der Geflü-gelbörse (Nr. 16/2013) wird den Thüringer Zwerg-Barthühnern eine robuste Konstitution der Mittelgebirge zugeschrieben. Längere un-wirtliche Wetterbedingungen langer Herbst- und Wintermonate stecken sie demnach problemlos weg. Zudem sollen sie, wenn sie die Gelegenheit dazu haben, eifrig selbst auf Futtersuche gehen, eine gute und vorteilhafte Zusatzversorgung, die positiven Einfluss auf die Entwicklung der Tiere hat. Trotz ihres guten Flugvermögens halten sie sich gern auf dem Boden auf und eine Ge-hegeabdeckung ist nicht unbedingt nötig, wenn genügend Auslauf zur Verfügung gestellt wird. Von der Großrasse unterscheiden sich die Zwerge durch Größe, Gewicht und Lege-leistung. Wer für seinen Garten lebendige Ge-sellschaft sucht, die zudem genügsam ist und leicht zahm wird, der sollte sich mit Thüringer Zwerg-Barthühnern beschäftigen.

F. B.

 

Fotos:

Michael von Lüttwitz

 

 

Quellen:

online im Internet: www.thueringer-barthuhn.de

Josef Wolters/Rüdiger Wandelt, Handbuch der Hühnerrassen, Bottrop 1996

Horst Schmidt, Handbuch Rasse- und Ziergeflügel, Hühner und Zwerghühner, Stuttgart 1999

Artikel Thüringer Zwerg-Barthühner, Geflügelbörse Nr. 16/2013

 

Kontakt:

SV zur Erhaltung der Thüringer Barthühner

und Zwerg-Barthühner

www.thueringer-barthuhn.de

 

Lutz Braumann

Tel.: 039208 8195

 

 

Quicklebendig und beliebt

 

 

BELGISCHE bARTZWERGE

 

Obige Bilder bitte anklicken!

 

Keck, zutraulich und lebhaft, wetterhart und leicht aufzuziehen. Dies sind die Eigen-schaften einer besonderen Zwerghuhnfamilie aus unserem westlichen Nachbarland Belgien. Einzuordnen sind sie bei den Urzwergen, den Zwerghühnern ohne Pendant bei den großen Hühnerrassen. Beschäftigt man sich mit diesen liebenswerten Hühnerartigen im Kleinformat, werden lebhafte Bewegungen kecker Hähnchen und drollig umherspazierende Hühnchen zum Erlebnis. Sie verhalten sich stolz und selbstbe-wusst, bisweilen verwegen und wagemutig gegenüber größeren Lebewesen. Ihre beschei-denen Ansprüche machen sie ideal für Hal-tungsformen von Hausgeflügelliebhabern, die Großrassen wegen Raummangels nicht halten können.

 

 

 

Gnome in Weiß - Antwerpener Bartzwerge, Foto: Holger Schellschmidt
Gnome in Weiß - Antwerpener Bartzwerge, Foto: Holger Schellschmidt

 

 

 

Unterschieden werden sechs

eigenständige Rassen:

 

Antwerpener Bartzwerge

 

Grübbe Bartzwerge

 

Ükkeler Bartzwerge

 

Everberger Bartzwerge

 

Watermaalsche Bartzwerge

 

Bosvoorder  Bartzwerge

 

 

 

 

 

Ein wachtelfarbiges Paar der Antwerpener, Foto: Dick Hamer

 

Den ganzen Tag auf Futtersuche: Weiß-schwarz-columbia Henne (oben) mit einem Stamm Wachtelfarbiger Foto: Holger Schellschmidt
Den ganzen Tag auf Futtersuche: Weiß-schwarz-columbia Henne (oben) mit einem Stamm Wachtelfarbiger Foto: Holger Schellschmidt

 

Antwerpener Bartzwerge

 

Die Antwerpener Bartzwergegelten als die ursprüngliche Rasse der Gruppe der Belgischen Bartzwerge und sind seit etwa 1910 in der Bundesrepublik anzutreffen. Ihr Format wird geleitet von einem gedrungenen und breiten Körper, der durch die starke Entwicklung von Bart und Halsgefieder in der Vorderpartie üppiger als in der Hinterpartie wirkt. Dazu kommt eine aufgerichtete Haltung mit hoch herausgedrückter Brust, gesenkt gehaltenen Flügeln, einem kurzen Rücken und aufrecht getragenen Schwanz mit säbelförmigen Hauptsicheln bei den Hähnen. Zur Rasse gehören ein fein geperlter Rosenkamm und nicht befiederte Läufe. Bei mehr als 20 anerkannten Farbenschlägen bieten sie für fast jeden Geschmack ein passendes Farb- oder Zeichnungsbild.Als prominenter Freund und Förderer der Antwerpener Bartzwerge galt der Zoologe Prof. Bernhard Grzimek, Tierfilmer, Tierarzt, Verhaltensforscher und langjähriger Direktor des Frankfurter Zoos.

 

Antwerpener Bartzwerge, blau-goldhalsig                    und weiß-schwarz-columbia

Antwerpener und Watermaalsche mit Grübbe und Bosvoordern, Foto: Holger Schellschmidt
Antwerpener und Watermaalsche mit Grübbe und Bosvoordern, Foto: Holger Schellschmidt

 

Grübbe Bartzwerge

 

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts sind sie als Mutation aus Antwerpener Bartzwergen entstanden gelten als deren schwanzlose Variante. Seit 2009 sind sie in Deutschland anerkannt. Auch für sie gelten der gedrungene Körperbau, die aufrechte Haltung und die vorgewölbte Brust. Eigen sind ihnen ein gut entwickelter Bart und die üppige Halsfeder. Mähne genannt beim Hahn, Halskrause bei der Henne. Das Körperende in der Kaulförmigkeit wird gebildet durch den vollen und breit eingedeckten Sattel. Die kurze und kompakte Gesamterscheinung wird gestützt durch die gesenkte Flügelhaltung. Ihr Wesen ist geprägt von zutraulicher Lebendigkeit. Experten empfehlen die züchterische Kombination von Antwerpener und Grübbe Bartzwergen zu ihrem wechselseitigen Vorteil.

Grübbe-Bartzwerge, schwarz-weiß gescheckt             und silber-wachtelfarbig

Ruhig im Gemüt und gut zu halten: Hier Ükkeler Bartzwerge gold-porzellanfarbig, Foto: Holger Schellschmidt
Ruhig im Gemüt und gut zu halten: Hier Ükkeler Bartzwerge gold-porzellanfarbig, Foto: Holger Schellschmidt

 

Ükkeler Bartzwerge

 

Michael van Gelder, Brüsseler Kaufmann und Erzüchter der Ükkeler Bartzwerge soll zunächst nur eine federfüssige Variante der „Antwerpener“ im Blick gehabt haben. Etabliert hat sich schließlich eine eigenständige Rasse im Antwerpener-Typ mit Einfachkamm und Fußbefiederung. Zu achten ist auf die entsprechende Körpergröße, nicht zu hohen Stand und gute Befiederung an Läufen, Bart und Mähne. Die Befiederung an den Läufen soll gut abgedeckt sein an Mittel- und Außenzehe, der Länge der Federn kommt keine Bedeutung zu. In der Haltung gelten sie als unkompliziert und der Laufbefiederung kommt eine entsprechende Grünfläche sehr entgegen. Zugeschrieben wird ihnen ein ruhiges Gemüt und zutrauliches Wesen.

Ükkeler Bartzwerge, gold-porzellanfarbig                   und wachtelfarbig

Ein Pärchen Everdinger Bartzwerge, gelb mit weißen Tupfen - zutraulich und quicklebendig, Foto: Holgerr Schellschmidt
Ein Pärchen Everdinger Bartzwerge, gelb mit weißen Tupfen - zutraulich und quicklebendig, Foto: Holgerr Schellschmidt

 

Everberger Bartzwerge

 

Everberger Bartzwerge sollen zu Beginn des letzten Jahrhunderts entstanden sein. Es wird vermutet, dass sie aus einer Kreuzung von Grübbe und Ükkeler Bartzwergen hervorgegangen sind. In ihren Körperformen sollen sie breit, kompakt und nicht zu hoch stehend sein. Die Feder ist breit und voll, der Bart dreigeteilt. Als kaulförmige Rasse hat sie einen vollen Sattel. Gewünscht werden die Läufe voll befiedert ohne zu üppige Latschen. Gut zu ihnen passt ein dezenter Stehkamm. Hierzulande offiziell anerkannt wurden sie 2011 in den Farben gold-porzellanfarbig und gelb mit weißen Tupfen. Für die Rasseentwicklung ist eine Verpaarung mit den Ükkelern möglich. In den Ansprüchen sind sie genügsam, im Umgang mit dem Menschen zutraulich.

Everberger Bartzwerge, Gelb mit weißen Tupfen        und gold-porzellanfarbig

Antwerpener und Watermaalsche mit Grübbe und Bosvoordern, Foto: Holger Schellschmidt
Antwerpener und Watermaalsche mit Grübbe und Bosvoordern, Foto: Holger Schellschmidt

 

Watermaalsche Bartzwerge

 

Watermaalsche Bartzwerge zeichnen sich aus durch eine gedrungene Gestalt und eine kühnaufgerichtete Haltung. Sie wirken im Vergleich zu den Antwerpener Bartzwergen im Körper etwas gestreckter und die Haltung des Schwanzes ist eher im stumpfen Winkel zum Rücken angelegt. Den Kopf zieren ein Rosenkamm mit drei Dornen und ein flacher Schopf, der Bart ist dreigeteilt und voll. Zu ihren Eigenschaften gehören Genügsamkeit und die leichte Aufzucht der Jungtiere. Neben der künstlichen Bebrütung der Eier erweisen sich Watermaalsche Bartzwerge als gute Brüterinnen und fürsorgliche Mütter. Aufgenommen in den Rassegeflügel-Standard wurden sie in Deutschland 1979.

 

Watermaalsche Bartzwerge, blaugesäumt                  und isabell-porzellanfarbig

Die jungen Damen, Foto: Holger Schellschmidt
Die jungen Damen, Foto: Holger Schellschmidt

 

Bosvoorder Bartzwerge

 

Überaus selten anzutreffen sind die Bosvoorder Bartzwerge. Auf einer Körveranstaltung von Hausgeflügel sollen sie nach einer Rassebeschreibung des SV für Antwerpener Bartzwerge zum ersten Mal 1997 in Brüssel ausgestellt worden sein. Ihre Ursprünge liegen bei den Ahnen Grübbe und Watermaalsche Bartzwerge. So gleicht die Rasse in ihren besonderen Merkmalen den Watermaalschen Bartzwergen in Rosenkamm mit Dreifachdorn und Schopf, der Bartbildung und „aufgebauschter“ Halsfeder. Der markante Unterschied zu den Watermaalschen Bartzwergen ist ihre Kaulförmigkeit, durch die sie aufgerichteter in der Haltung wirken. 

 

Bosvoorder Bartzwerge, schwarz                               und wachtelfarbig

Texte: Frank Böckenfeld, Fotos Einzeltiere: Überlassen von Holger Schellschmidt 

 

Belgische Bartzwerge, eine muntere Gesellschaft, Foto: Holger Schellschmidt
Belgische Bartzwerge, eine muntere Gesellschaft, Foto: Holger Schellschmidt

 

Quellen:

 

online im Internet, www.sv-antwerpenerbartzwerge.de, www.seltene-zwerghuehner.de. Holger Schellschmidt, Everberger Bartzwerge, Geflügelzeitung Nr. 11/2012 - Rüdiger Wandelt, Josef Wolters, Handbuch der Zwerghuhnrassen, Bottrop 1998

 

Kontakt:

 

SV Antwerpener Bartzwerge

www.sv-antwerpenerbartzwerge.de

Ulrich Freiberger

Tel.: 02307 22663

au.freiberger@t-online.de

 

SV Seltene Zwerghühner

www.seltene-zwerghuehner.de

Helmut Guder

Tel.: 05924 3349620

hghuhn2@aol.de

 

 

 

 

 

ZWERG-MARANS

 

SELTENE ZWERGE AUS FRANKREICH

 

 

Stamm Zwerg-Marans (Foto 1)
Stamm Zwerg-Marans (Foto 1)
Zwei schöne Damen (Foto 2)
Zwei schöne Damen (Foto 2)

Wie ihre großen Verwandten wurden diese kräftigen, robusten und beweglichen Zwerg-hühner um die Stadt Maran in der franzö-sischen Atlantikregion erzüchtet. Dieter von Essen hat diese Zwerge im Jahr 2000 im schwarzkupfernen Farbenschlag zur Aner-kennung in Deutschland gebracht. Seit 2007 sind auch noch die Weißen dazu gestoßen. Die Beliebtheit der großen Marans haben die Zwerge längst nicht erreicht. Das mag daran liegen, dass die Eifarbe zwar braun sind, aber längst nicht das so beliebte Dunkelrotbraun der Grossen aufweisen, das wir am besten bei Originaltieren aus Frankreich finden. Die Zwerge legen im Schnitt 140 Eier im Jahr mit einem Gewicht von ca. 45 Gramm. Die Rasse hat wenig Bruttrieb, die Eier sind aber kunstbruttauglich und sehr schlupffreudig. Der Liebhaber eines kleinen Stammes wird aber sicher auf eine Küken führende Henne nicht verzichten wollen.

 

Die Zwei mögen sich (Foto 3)
Die Zwei mögen sich (Foto 3)

Zwerg-Marans haben eine kurze Fußbe-fiederung. Es sind kräftige Tiere, der Hahn wiegt gut 1000 Gramm, die Henne nur knapp weniger. Die Haltung des gestreckten, breiten Körpers ist nahezu waagerecht. Der Kopf ist mittelgroß, die Hähne haben ein rotes, nahezu unbefiedertes Gesicht, der kräftig rote einfache Kamm mit vier bis sechs einfachen Zacken wird aufrecht getragen, die Kammfahne darf nicht aufliegen. Bei der Zucht auf Standardschönheit sollte die Legeleistung nicht vernachlässigt werden. Besonderes Augenmerk ist auf die rotbraune Eierfarbe zu legen, denn sie ist das Markenzeichen dieser Rasse. Schönheit, Legeleistung und Eierfarbe unter einen Hut zu bringen, ist bestimmt keine leichte Aufgabe für die interessierten Züchter. 

Foto 4
Foto 4

Die Haltung der Zwerg-Marans ist einfach. Sie stellen keine besonderen  Ansprüche an die Haltung. Wie alle Hühner wollen sie einen trockenen, geschützten Stall mit erhöhten Sitzgelegenheiten, einer guten, staubfreien Einstreu und den üblichen Legenestern. Die-se sehr beweglichen Hühner brauchen einen großen, gut mit Bäumen und Sträuchern aus-gerüsteten Auslauf. In einem gut bepflanzten Gelände fühlen sie sich geschützt und zuviel Sonnte tut auch dem schwarzkupfernen Federkleid nicht gut. Im Gegensatz zu ihren großen Vettern fliegen Zwerg-Marans gerne mal über den Zaun. Der sollte also genügend hoch sein. In einem großen Auslauf finden die emsigen Zwerge viel Kleingetier für ihren Speiseplan. Dazu das übliche Hühnerfutter, angereichert mit etwas ölhaltigen Sämereien für den Federglanz, und sie sind restlos zufrieden. Und das wollen wir doch alle: Gesundes und zufriedenes Federvieh!

 

Bunte Hühnerschar (Foto 5)
Bunte Hühnerschar (Foto 5)

 

Fotos:

Uwe Ruhl (1 und 2)

eingesendet von Norbert Weinberg (3, 4, 5)

 

Quelle:

Aufsatz von Uwe Ruhl

 

 

Kontakt:

Marans-Club Deutschland und Zwerg-Marans

www.marans-club.de/club.html

 

Dr. Hans Buschmann

Tel.: 0170 3853086

info@marans-club.de

    

 

 

 

BELIEBTE ZWERGE

 

ZWERG-WYANDOTTEN

 

Obige Fotos anklicken!

Größenvergleich Groß- und Zwergwyandotte, Foto: Erich Koller
Größenvergleich Groß- und Zwergwyandotte, Foto: Erich Koller

 

Ursprünglich stammen die Wyandotten aus den USA. Ihr Name kommt von einem Indianerstamm, den Huronen, der sich selbst Wyandotte nannte. 1908 kamen erste, rebhuhnfarbige Zwerg-Wyandotten zu uns, bald folgten dunkle und weiße. Um 1910 hat der Leipziger Richard Günther die Gestreiften herausgezüchtet und das ging immer so weiter. Obwohl die Züchter zwei Kriege mit großen Schwierigkeiten überstehen mussten, kamen die kleinen rundlichen Zwerge schnell wieder voran. Immer neue Farbenschläge kamen dazu, und anders als bei anderen Rassen, gründeten sich auch mehrere Varietäten bezogene Sondervereine. Mittler-weise gibt es diese beliebten Zwerge in 28 Farbenschlägen, die von zwölf Sonderver-einen betreut werden. Da mag es nicht immer einfach sein, einen einheitlichen Typ zu finden. Wir wollen uns damit beschäftigen, warum diese verzwergte Rasse so viel Zuspruch findet, so dass es zu dieser bunten und breit gefächerten Farbpalette kommen konnte. Hier links, die Silber-schwarzge-säumte Varietät.

Lachsfarbiges Paar, Foto: Günter Stach
Lachsfarbiges Paar, Foto: Günter Stach

 

Zwerg-Wyandotten sind freundliche, anspruchslose Zwerge, die sich gern und viel in einem schön strukturierten Gelände bewegen. Dabei genügt eine ca. ein Meter hohe Umzäunung ihres Areals. Etwa 160 Eier mit einem Brutgewicht von 40 Gramm, dazu das Gewicht von 1,3 kg beim Hahn und 1,1 kg bei der Henne, sind die technischen Daten. Für Züchter, die Wert auf Naturbrut legen, sind Zwerg-Wyandotten eine dankbare Rasse. Die Hennen sind zuverlässige Brüte-rinnen, die ihre Küken sehr fürsorglich aufziehen, und ihnen so alles mitgeben, was sie für ein robustes und aktives Leben brauchen. Bei diesen Hühnchen wirkt alles glatt und gerundet. Das beginnt bei dem unauffälligen, geperlten Rosenkamm und endet mit der gerundeten Form des Schwanzes. Die breite Farbpalette gibt den Liebhabern dieser anhänglichen Zwerge die Möglichkeit, ihre Wahl je nach Geschmacks-richtung zu treffen. Ein schöner Garten mit einem Stämmchen Zwerg-Wyandotten, das macht schon Spaß.

Gelbe Junghennen, Foto: Marco Darnauer
Gelbe Junghennen, Foto: Marco Darnauer
Stamm schwarzer Zwerg-Wyandotten, Foto: Michael von Lüttwitz
Stamm schwarzer Zwerg-Wyandotten, Foto: Michael von Lüttwitz

 

Quelle:

 

Uwe Ruhl, Geflügel-Börse

 

Kontakte:

 

Wegen der vielen Sondervereine für diese Rasse wenden sich Interessierte am besten direkt an den

Verband der Zwerghuhnzüchter-Vereine (VZV)

www.vzv.de

info@vzv.de

 

Vorsitzender Karl Stratmann

Tel.: 05245 18283

stratmann@vzv.de

 

 

Eine vitale rasse

 

Zwerg-welsumer

 

Rost-rebhuhnfarbiger Stamm (1)
Rost-rebhuhnfarbiger Stamm (1)
So werden Küken gemacht! ... (2)
So werden Küken gemacht! ... (2)

 

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war in den Niederlanden die Braunlegerrasse der Welsumer herausgezüchtet worden. Eingeschränkte Haltungsbedingungen veranlassten die deutschen Züchter in den 1930er Jahren dieses Huhn in Zwerghuhnform zu züchten. Wichtig war ihnen die dunkelbraunen Eier auch bei den Zwergen zu erhalten. Und wie so oft, begann es in Sachsen. Es war der Züchter Paul Wagner, der Welsumer mit verschiedenen Zwerhühnern zusammenführte und schon 1934 ein Pärchen Zwerg-Welsumer auf der ersten Reichsschau in Leipzig zeigte. Doch bis zur Anerkennung im anfangs rost-rebhuhnfarbigen Schlag war es noch ein beschwerlicher Weg. Max Ansorge aus Hamburg war der zweite Pionier. Durch weitere Einkreuzungen von Zwerg-Rhodeländern erreichte er 1937 das Zuchtziel: Schöne Zwerge, gute Legeleistung, große braune Eier.

 

... und hier die Eier abgelegt (3)
... und hier die Eier abgelegt (3)

 

Der Zeit geschuldet konnte der sein Ziel auch in schwerer Zeit nicht aus den Augen verlierende Max Ansorge erst 1947 die Anerkennung beantragen und es dauerte bis 1957 bis die Musterbeschreibung für Zwerg-Welsumer verbindlich wurde. Bis heute sind die Farbenschläge Orangefarbig (1969), Silberfarbig (1995) und Blau-Rostrebhuhnfarbig (2009) dazugekommen. Diese Farben in Verbindung mit einer kräftig roten Gesichts- und Kammfarbe betonen den Gesamteindruck dieser schönen Zwerghühner. Zwerg-Welsumer sind eine mittelschwere Zwerghuhnrasse, der waagrechte, mittellange Körper erreicht beim Hahn ein Gewicht von 1300 und bei der Henne 1000 Gramm. Diese schönen Zwerghühner legen locker 160 Eier mit einem Eigewicht knapp bei 50 Gramm. Beide Eigenschaften, Schlachtgewicht und Eier, stimmen also.

Orangefarbig (Foto: HP SV Bezirk R-W-L)
Orangefarbig (Foto: HP SV Bezirk R-W-L)

 

Weil Zwerg-Welsumer sehr genügsam sind, kommen sie wegen ihrer einfachen Haltung, ihrem hübschen Aussehen und der guten Wirtschaftlichkeit bei den Konsumenten gut an und werden häufig auch von nicht organisierten Geflügelfreunden gehalten. Ein besonderes Markenzeichen sind die relativ großen Eier mit einer schönen rötlich braunen Farbe ohne Glanz. Auch mit wenig Platz kommen sie recht gut zurecht, aber wie alle Hühner bevorzugen sie natürlich einen weitläufigen, gut bewachsenen Auslauf, in dem sie den ganzen Tag nach Herzenslust laufen, scharren und picken können. So bereichern sie auf natürliche Weise ihren Speiseplan mit allen notwendigen Zusatzstoffen, die ihnen bei einem kleinen Auslauf der Halter mühsam zugeben muss. Alles in allem, diese Zwerge machen Spaß.  

 

Fotos (1 – 4)

Michael von Lüttwitz

 

 

Quelle:

Uwe Ruhl, Geflügel-Börse 11/2013

 

 

Kontakt:

SV der Welsumer und

Zwerg-Welsumer Züchter

Deutschland

Dirk Keßler

06252 794936

 

 

Joint venture usa - sachsen

 

 Zwerg-Plymouth-rocks

 

 

Der SV-Vorsitzende Wilfried Detering mit seinen gestreiften Zwerg-Plymouth-Rocks
Der SV-Vorsitzende Wilfried Detering mit seinen gestreiften Zwerg-Plymouth-Rocks
Der Chef!
Der Chef!

 

 

Im 19. Jahrhundert sind die großen Plymouht Rocks in den USA entstanden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Verzwergung der Großrasse, und so war es auch ein etwas klein gebliebener Hahn gestreifter Plymouth-Rocks des Züchters Latham, der mit grauen Zwerg-Schotten-Hennen gepaart für den Anfang dieser neuen Zwerghuhnrasse steht. Erste Nachzuchttiere gelangten nach Sachsen, wo sich der Züchter Büttner ihrer annahm. Später kam der Hühnermann Betz hinzu, und schon 1908 konnten die beiden auf der Berliner Zwerghuhnschau 15 Zwerg-Plymouth-Rocks zeigen. Nach dem Ersten Weltkrieg waren Zwerghühner wegen ihres geringen Platz- und Futterbedarfs als Eierlieferanten sehr gefragt, neue Rassen und Farbenschläge wurden geschaffen, und auch die Zwerg-Plymouth-Rocks profitierten von diesem Trend.

 

Wo ist der Wurm?
Wo ist der Wurm?

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Not noch größer, die Menschen mussten sich mit dem Nötigsten versorgen, und da war jede Form von Geflügel gefragt, um die schmale Kost etwas aufzubessern. Diesen Geflügel-Boom machten auch unsere Zwerge mit, und es entstanden neben weißen auch noch schwarze, gelbe, goldhalsige, braungebänderte, rebhuhnfarbig- und silberfarbig-gebänderte Zwerg-Plymouth-Rocks. Die Züchter wurden also mehr, und neben den verschiedenen Farben wurde jetzt besonders am Typ gefeilt. Neben dem für die Rasse spezifischen Körperbau wurde besonderes Augenmerk auf die Kopfpunkte gelegt. Der nicht zu große Stehkamm, die Ohrlappen und auch die Kehllappen sollen feurig rot sein, immer ein Zeichen von Gesundheit und Vitalität.

 

Frohwüchsiger Nachwuchs
Frohwüchsiger Nachwuchs

 

Zwerg-Plymouths-Rocks sind eine sehr froh-wüchsige Rasse. Die Küken befiedern sich schnell und werden bald selbständig. Diese Zwerghühner sind eine echte Zweinutzungsrasse (Zwiehühner), denn sie zeichnen sich durch gute Fleischproduktion und gute Legeleistung aus. Bei einem Gewicht von 1200 Gramm die Hähne und 1100 Gramm die Hennen legen die noch ca. 140 Eier im Jahr mit einem Eigewicht von 35 Gramm. Auf Grund der guten Legeleistung ist der Bruttrieb nur noch selten vorhanden. Wenn man sich mit ihnen befasst, werden sie schnell zutraulich, und weil sie kaum fliegen, genügt auch eine normale Umzäunung des gut bepflanzten Auslaufs. Anfängern kann man diese anspruchslose Rasse sehr empfehlen.

 

 

 

          Fotos oben:  Michael von Lüttwitz

          Foto links:  Silberfarbig gebänderter Hahn

                                von Jörg und Danny Richter

  

 

 

 

          Quelle:

          Uwe Ruhl, Geflügel-Börse 10/2013

 

          Kontakt:

          SV d. Zwerg-Plymouth-Rocks

          Wilfried Detering

          0521 204322  

 

Daruma

hIGO CHABO

Ein Prachtkerl in Schwarz, Foto: Manfred Bartl
Ein Prachtkerl in Schwarz, Foto: Manfred Bartl
Weiße Daruma, Foto: Manfred Bartl
Weiße Daruma, Foto: Manfred Bartl

 

Der Name HIGO nimmt Bezug auf die alte Bezeichnung der Präfektur Kumamoto. Ver-schwenderisch ist das Grün auf der südlichsten Insel Japans. In der Stadt Kumamoto und vor allem in der Umgebung sind unzählige Naturschönheiten er-halten geblieben. Ganz besonders laden zwei nahe liegende Nationalparks ganz-jährig Touristen ein. Im Osten der Insel Kyushu ist es der tätige Vulkan Aso und im Westen sind es die kleinen Amakusa-Inseln.

Daruma-Familie mit Mischlingshenne, Foto: Wolfgang Schreiber
Daruma-Familie mit Mischlingshenne, Foto: Wolfgang Schreiber

 

HIGO Chabo sind die großkämmigen Chabo. Dazu gehören die Taikan und Daruma. Letztere sind die wohl die eigenwilligsten Erscheinungen in der Chabofamilie. Es ist die Varietät mit dem kurzen Schwanz, und im Gegensatz zu dem großen Kamm ist der Körper verhältnismäßig klein. Fast unwirklich in der Anmutung, wie auch umgekehrt urig und kraftvoll im Aussehen. Vielleicht ist damit alles in der Ausdrucksform enthalten, was die Japaner nach ihrem Verständnis gestalten wollen. Dies ist ihnen damit auch unnachahmlich gelungen. Es ist nichts künstliches damit verbunden, auch nicht in der Haltung oder Fütterung. Die Daruma sind ein Stück Natur, durch den Menschen nur im Aussehen etwas verändert.

Weiße unbd schwarze Daruma Küken, Foto: Wolfgang Schreiber
Weiße unbd schwarze Daruma Küken, Foto: Wolfgang Schreiber

 

In und um Kumamoto sind die HIGOs entstanden und auch heute ist die Verbreitung auf diese Region begrenzt. Ist das ein Zufall oder sind die Tiere nur in dem dortigen Klima zu halten? Wie generell die äußeren Umstände Entwicklungen begün-stigen und auch behindern können, so trifft dies auch auf die Daruma zu. Licht, Luft und Sonne, auch die Luftfeuchtigkeit haben Einfluss auf das Wohlbefinden der Tiere. Von Allem zu viel schadet im Normalfall den Organismus. Dies trifft besonders auf die Temperaturen, also auch für Kälte und Wärme zu. Die in den 70er Jahren nach Deutschland importierten Daruma hatten es zunächst etwas schwer, gesundheitlich stabil zu bleiben. Das ist längst überwunden, so dass vermutlich eine ähnlich große Population wie in Japan auch in Europa vorhanden ist.

 

Foto: Wolfgang Schreiber
Foto: Wolfgang Schreiber

Unstrittig ist die genetische Verankerung des großen Kamms gegeben. Es muss also nicht auf das typische Erscheinungsbild verzichtet werden. Die Daruma erhalten erst im ausgehenden Jugendalter die typische Körperform und den vollen Kopfschmuck. Dazu ist etwas Geduld notwendig, die vermutlich nicht jeder Züchter aufbringt. Dies ist auch der Grund, warum der Liebhaberkreis nicht sehr groß ist. Es sind keine Zwerge, die in großen Mengen gehalten werden. Hier liegt der Bezug zu den Menschen sehr nahe, weil meist nur mit zwei kleinen Stämmen gezüchtet wird. Es bleibt eine Besonderheit, die schwarzen Daruma und noch viel mehr die geringe Population der Weißen. Das Wesen dieser Tiere zu verstehen, deren Schönheit wahrzunehmen, lässt das Bewusstsein in ein Labyrinth der Gefühle eintauchen. Wem wundert es, wenn dabei ein Chabohimmel in den schönsten Farben entsteht und die Objektivität etwas verloren geht.

Manfred Bartl

 

Kontakt: Manfred Bartl, Tel.: 0841 936310, E-Mail: bartl.manfred@arcor.de

 

 

Ohikis

 

Grazien aus Japan

 

Goldhalsig, Foto: Frank Böckenfeld
Goldhalsig, Foto: Frank Böckenfeld
Foto: Daub
Foto: Daub

Eine Besonderheit unter den eigentlichen Zwerghühnern stellen die seit 1995 in der Bundesrepublik anerkannten Ohikis aus Japan dar. Nach Wolfgang Vits sind die Ohikis vermutlich schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts in der Provinz Kochi im Land der aufgehenden Sonne entstanden. Hier nahmen auch die Onagadoris und die Totenkos ihren Ursprung.

 

 

VZV-Vorsitzender Karl Stratmann

mit seinem Spitzenhahn 

Silberhalsiger Stamm, Foto: Michael von Lüttwitz
Silberhalsiger Stamm, Foto: Michael von Lüttwitz

 

 

Auffälligstes Merkmal der Ohikis ist die Bodenschleppe des Hahnes. Sein verlängertes Schwanzfeder-wachstum unterliegt einem mehrjähri-gen Mauserrhythmus. Die sehr langen und schmalen Sichelfedern mit weichen Schäften fügen sich harmonisch in die ebenfalls voll, lang und üppig befiederte Sattel- und Schwanzdeckgefiederregion ein. Wie bei der Henne ist der Schwanz in sich gewölbt und wird leicht angehoben getragen. 

 

Goldhalsiges Paar, Foto: Frank Böckenfeld
Goldhalsiges Paar, Foto: Frank Böckenfeld

 

 

Die Tiere erscheinen mehr oder weniger tiefgestellt mit weidengrünen Läufen und nahezu waagerechter Hal-tung. Sie sind in den Farbenschlägen Silber- und Goldhalsig vorhanden, wobei das Farbbild der Hennen heller ausfällt als bei anderen Rassen. Zuweilen wird von Aufzuchtschwie-rigkeiten in den ersten Lebenswochen berichtet. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang eine gleichmäßige Wärmezufuhr über die Zeit der Erstlingsbefiederung hinaus oder idealer Weise die Aufzucht durch die eigenen Eltern.

Start ins Ohiki - Dasein, Foto: Michael von Lüttwitz
Start ins Ohiki - Dasein, Foto: Michael von Lüttwitz

Liebenswert macht sie ihr zutrauliches und dem Menschen gegenüber offenes Wesen. In der Haltung mit freiem Auslauf sind sie sehr standorttreu und verfügen über ausgeprägte ursprüngliche Verhaltens-muster. Das gilt besonders für beide Geschlechter, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, ihre Küken natürlich aufzuziehen. Auch ein eingezäuntes Areal verlassen sie in der Regel nicht, obwohl sie in der Lage sind, ihre Flügel zu benutzen. Anmutig und keck im Selbstbewusstsein scheuen sie keine größeren Artgenossen. Ihre traditionelle Farbe und Zeichnung und ihre putzige Erscheinung macht die Langschwanz-Zwerge zu einer

                                                                                                                Besonderheit in unseren Landen.

 

 

 

Ein Prachtkerl

in Silberhalsig

Foto: Michael von Lüttwitz

 

Text:

Frank Böckenfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Internationaler

Ohiki-Club

Wilma Oesterwind

Tel.: 02841 9982175

E-Mail: w.oesterwind@t-online.de

 

 

Sebright

  Perlen der Rassegeflügelzucht

Werner Schäfer mit seinen Silber-schwarzgesäumten Sebright, Foto: Günter Stach
Werner Schäfer mit seinen Silber-schwarzgesäumten Sebright, Foto: Günter Stach
Foto: Günter Stach
Foto: Günter Stach

 

 

Die Sebrights wurden um das Jahr 1800 von dem Baronet John Saunders Sebright erzüchtet. Er wollte die Säumung der Paduaner auf ein kleines, hennenfiedriges Zwerghuhn transpor-tieren. Nach ca. 30 Jahren war es soweit. Die ersten, wenn auch in Farbe und Säumung noch nicht so korrekten Tiere, wurden der Öffentlichkeit vorgestellt. Der erste Sonderverein für Sebrights wurde in England gegründet. Um 1850 kamen die Sebrights erstmals dann nach Deutschland. Ihr Aussehen hat sich seit der Erzüchtung nicht allzu viel verändert. Wüsste man über ihre Herkunft nicht Bescheid, man könnte sie sogar als ein Phänomen bezeichnen, so markant fallen sie aus dem Rahmen der Zwerghühnererscheinungen.  Sie sind bis jetzt die einzige Hühnerrasse, die den Namen ihres Erzüchters trägt.

Werner Schäfers Gold-schwarzgesäumte, Foto: Günter Stach
Werner Schäfers Gold-schwarzgesäumte, Foto: Günter Stach

Sebrights sind Urzwerge, kompakt in der Figur. Hahn und Henne sehen fast gleich aus, nur in Größe und Kopf sind Unterschiede festzustellen. Es gibt die drei Farbenschläge: Silber-Schwarzgesäumt, Gold-Schwarzgesäumt und neu zugelassen die chamois-weißgesäumten Sebrights, die sich durch die cremweiße Säumung sowie die etwas hellere Gesichts- und Kammfarbe unterscheiden. Die drei Varianten sind in ihrem Wesen durchaus verschieden. So sind die Goldtiere viel nervöser als ihre ruhigeren, silbernen Vettern. Alle drei Farbvarianten sind in der Körperform gleich zu beurteilen. Diese soll kompakt, gedrungen und überall gut abgerundet sein, mit einer vor gewölbten, gerundeten Brust. Die breiten, mandelförmigen Federn haben einen nicht zu breiten Saum. Der Kamm ist nicht zu grob geperlt, der Kammdorn sollte möglichst mittig aus dem Kammkörper heraustreten. Die Augen so dunkel wie möglich, der Augenrand maulbeerfarben, das ganze Gesicht fein strukturiert und dunkelrot.

Chamois-weißgesäumt, Foto: Jan Willem Denekamp
Chamois-weißgesäumt, Foto: Jan Willem Denekamp

Diese agilen, feinen Urzwerge sind in der Haltung eine sehr anspruchslose und umgängliche Zwerghuhnrasse. Zu beachten ist, sie sind gute Flieger. Da kann eine Netzüberspannung im Vorauslauf (Voliere) recht hilfreich sein, die Hühnchen und Küken zudem vor Greifvögeln schützt. Ansonsten sind sie sehr gut zu züchten. Die Legeleistung liegt bei ca. 80 Eiern mit einem Gewicht von 30 Gramm. Im Sinne des Erzüchters, Sir John Saunders Sebright (1767 – 1846) gilt es die reizvolle Zierlichkeit dieser Zwerge zu bewahren. Auch Anfänger kommen gut mit ihnen zurecht, wobei die Silbernen mit etwas Muse recht zutraulich werden können. Wie bei allen Geflügelrassen, so braucht man auch in der Zucht der Sebrights Geduld und Ausdauer.

Werner Schäfer

Anleihen beim Züchterporträt von Günter Stach in Geflügelzeitung 4/2013

 

 

 

 

In Holland anerkannt:

 

Zitron-schwarzgesäumt,

  

Foto: Jan Willem Denekamp

 

 

 

 

 

Kontakt:  

 

Deutscher Sebright – Club

Josef Rehage

Tel.: 05244 5256

E-mail: josef.rehage@web.de

 

 

Seramas

 

Buntes Völklein aus Malaysia

 

 

Fotos:  Patrick Boetzel

 

 

Die Seramas wurden erst im 20. Jahrhundert in Malaysia aus einer bunten Palette von kleinen Zwerghühnern herausgezüchtet. Also in einer Ecke unseres Erdballs, in der ja die Vorfahren unserer Hühner, die Bankivas zu Hause sind. Über Amerika fanden diese kleinsten und leichtesten aller Zwerghühner den Weg nach Europa, wo sie sich in einigen Ländern zunehmender Beliebtheit erfreuen.

 

Es gibt sie nicht in einheitlicher Größe und schon gar nicht in klar definierten Farben und Zeichnungen. Und das, denke ich, macht sie sympathisch. Sie sind ausdrucksvoll und wissen genau die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Hähne drücken ihren Stolz in der Körperhaltung aus, und haben es nicht nötig, durch lautes Krähen auf sich aufmerksam zu machen. Dabei sind sie untereinander sehr verträglich.

 

Ihre souveräne Haltung zeigen sie mit erhobenem Kopf und stolz geschwellter Brust. Senkrecht aufgerichtet der üppige Schwanz und nahezu senkrecht nach unten gerichtet die Flügel. Interessant ist das von Malaysia übernommene, holländische Bewertungssystem. Weil sie ja von der Größe her nicht einheitlich sind, gibt es drei Gewichtsklassen. Dem an einem Tisch sitzenden Richter werden sie auf einem Sockel präsentiert, den sie nicht verlassen dürfen. Vom Richter werden sie gewogen und ihrer Gewichtsklasse zugeteilt. Danach werden Typ, Charakter (!), Schwanzhaltung, Kopf, Gefieder und Kondition beurteilt und für jede Kategorie Punkte vergeben. Gefiederfarbe und Zeichnung werden bei dieser Bewertung völlig ausgeklammert. Sie spielen keine Rolle. Charakter zeigen Seramahennen auch als fürsorgliche Mütter bei Brut und Aufzucht der Küken. Dass der Chef der Familie seine Damen dabei unterstützt, versteht sich von selbst.                                    

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

 

SERAMACLUB Norddeutschland

www.seramaclub.de

 

 

Patrick Boetzel

Tel.: 04258 160254

patrick@seramaclub.de

 

 

 

Untere Fotos: Serama-Training.

Bitte anklicken!

 

 

 

Imposante Zwerg-Brahmas

 

 

Zwerg-Brahma Herde bei Michael Köppel
Zwerg-Brahma Herde bei Michael Köppel
Gelb-blaucolumbia Hennen bei Nicolai Hessel
Gelb-blaucolumbia Hennen bei Nicolai Hessel

Zwerg-Brahmas waren die ersten in Deutschland aus einer Großrasse heraus gezüchteten Zwerghühner. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts in Sachsen von Louis Neubert geschaffen; sicher ein langer Weg von der Einkreuzung von Urzwergen zu echten, aber kleinen, Brahmas. Wie ihre großen Vettern zeigen die Zwerg-Brahmas ihr ruhiges, stolzes und selbstbewusstes Verhalten. Es sind die kraftvolle Erscheinung und das ruhige, ausgeglichene Wesen, was ihre Liebhaber begeistert. Bald folgten viele Züchter dem Trend große Hühnerrassen zu verzwer-gen, doch die Zwerg-Brahma behielten ihren besonderen Status und weitere schönen Farbenschläge folgten.

Blaue und Schwarze bei Dirk Henning
Blaue und Schwarze bei Dirk Henning

 

 

In neun Farbenschlägen werden heute die Zwerg-Brahmas bei uns gezeigt. Sehr lange schon gibt es die „Hellen“, die die Columbiazeichnung zeigen und heute als Weiß-Schwarzcolumbia bezeichnet werden. Dieser Zeichnungsvariante gehören noch die Weiß-Blaucolumbia, die Gelb-Schwarz- und die Gelb-Blaucolumbia an. Sehr attraktiv sind auch die gebänderten Farbenschläge. Hier gibt es schon sehr lange die Silberfarbig-Gebänderten, früher als „Dunkle“ bekannt. Viel später dazu gekommen sind die Rebhuhnfarbig-Gebänderten, dann die Rebhuhnfarbig-Blaugebänderten und schließlich 2007 die Isabell-Perlgraugebänderten, ein sehr zarter und aparter Farbenschlag. Neuerdings gibt es auch einfarbig Schwarze, die sich aber noch recht rar machen.

 

Weiß-Schwarzcolumbia bei Wilhelm Bockweg
Weiß-Schwarzcolumbia bei Wilhelm Bockweg

Bei der Haltung sollte wegen der Fußbefiederung auf trockene Ausläufe und geeignete Einstreu im Stall geachtet werden. Ansonsten sind sie anspruchslos, fliegen nicht, sind also in einer normalen Einzäunung gut zu halten. Ihre ca. 80 Eier im Jahr haben ein Eigewicht von etwa 40 Gramm (Althennen). Im späteren Frühjahr erweisen sie sich als gut brütende und aufmerksam führende Glucken, und wurden deshalb früher auch gelegentlich zum Ausbrüten von Faseneneiern genutzt.                                                 W. Schr.

 

 

 

Mehr über die schönen Zwerg-Brahma kann in der Geflügel-Bürse 6/2013 nachgelesen werden.

 

 

Kontakt:

 

SV Cochin, Brahma und Zwerg-Brahma

SV-Vorsitzender Alfred Helfer

Tel.: 08457 2776

E-Mail: alfredhelfer@online.de

 

 

 

Ina Görzen mit einen isabell-perlgrauen Hahn von

U. Erichson aus Kalifornien (Foto: Michael von Lüttwitz)

 

 

 

 

 

Zwerg-cochin

   

Kunstdruckbeilage Geflügel-Börse
Kunstdruckbeilage Geflügel-Börse

 

 

Federbälle aus den

 

Gärten Pekings

Ein Beitrag, eingesandt von Bärbel und Horst Bastian

 

 

Was für eine lange Geschichte mag hinter den kleinen Federbällen stecken? Als Lieblinge der Kaiser genossen sie ein privilegiertes Leben in den kaiserlichen Gärten. Erst um 1860 wurde man in der westlichen Welt auf sie aufmerksam. Englische und französische Truppen fanden bei der Zerstörung des kaiserlichen Sommerpalastes diese sonderbaren, zutraulichen Hühnchen und brachten ein Pärchen mit gelbem Gefieder als Geschenk für die englische Königin mit. Mit den requirierten Tieren wurde gezüchtet und schon 1863 wurde Nachzucht in England ausgestellt. So wurde die Kriegsbeute aus Peking zum Urstamm aller Zerg-Cochin. 1885 kamen ein Dutzend weitere „Peking-Bantam“, wie sie damals genannt wurden, aus Ostindien in London an. 1886 wurde ein Pärchen gelbe Zwerg-Cochin vom Hofdruckereibesitzer Max Richard Liepsch für die ungewöhnliche Summe von 1200,- Mark aus England nach Dresden geholt. Die „Peking Bantam“ sind keine Verzwergung der großen Cochin, sondern echte Urzwerge.

 

 

Zwerg-Cochin Hennen brüten ganz ausgezeichnet und führen sehr aufmerksam ihre Küken. Dabei lernen die Kleinen von der Mutter alles für ihr späteres Leben. Kein Brutapparat kann eine führende Henne ersetzen. Bei diesem Anblick schlägt das Züchterherz höher, und wenn wir an dieser Freude auch die Nachbarkinder teilhaben lassen, wird der krähende Vater auch akzeptiert. Feurige Köpfe und Augen zeigen, dass die Hühnchen gesund sind, und wenn sich die kleinen Federbälle wohl fühlen, geht´s dem Cochin Liebhaber auch gut.

Kontakt:

Internationaler Sonderverein zur Erhaltung der Zwerg-Cochin, www.zwerg-cochin.de

Dieter Aschenbach, Tel.: 030 4118696

 

 

Kontaktaufnahme:

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Vorschau:

          Vitamine vom Strauch/2

 

14.10. Neues Editorial 

08.10. Vitamine vom Strauch/1

03.10. Bild Oktober

30.09. Gedanken (2)

25.09. Gedanken (1)

18.09. Chicken Day

10.09. Leidenschaft (4)

02.09. Bild September

28.08. Leidenschaft (3)

23.08. Lebensmittelskandal

20.08. Zeltlager Essenbach

13.08. Leidenschaft (2)

09.08. Bild August

05.08. Leidenschaft rotgeherzte Brünner (1)  

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

10.07. Kinderspaß

06.07. Bild Juli

03.07. Brünner Kröpfer aktuell

29.06. Wasser

24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

13.06. Lietzows Nonnengänse

09.06. Jugendzeltlager

09.06. Hühnerauslauf (4)

05.06. Hühnerauslauf (3)

01.06. Bild Monat Junni

29.05. Hühnerauslauf (2)

25.05. Hühnerauslauf (1)

20.05. Jakob Relovsky

15.05. Manfred Loick - Viren (3)

11.05. Manfred Loick - Viren (2)

08.05. Manfred Loick - Viren (1)

04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

06.04. Bild Monat April

04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März