Beschriebene Taubenrassen 2:

 

 

Eichbühler - Genter Kröpfer - Pommerscher Kröpfer

 

 

Schwergewicht aus Luft und Federn:

 

Der Pommersche Kröpfer

  

Der Pommersche Kröpfer ist seit etwa 200 Jahren als Rasse bekannt und stammt von der deutschen Ostseeküste (Vorpommern), seine Vorfahren kamen aus den Niederlanden. Vorpommern gehörte seit dem Westfälischen Frieden (1648) zu Schweden. 1815 wurde Vorpommern durch die Entscheidung im „Wiener Kongress“ preußisch. Die großen Kröpfer, die bis dahin noch „Holländer“ hießen und sich in der Figur etwas vom Urtyp entfernt hatten , bekamen zu dieser Zeit ihren heutigen Namen. Hoch aufgerichtet und lang gestreckt präsentiert er sich. Alles an ihm ist groß, breit und stark, passend dazu bläst er sich auf und zeigt ausladende Fußbefiederung. Dadurch ergibt sich seine imponierende Gesamterscheinung: Der Pommersche Kröpfer soll den Ausdruck urwüchsigen Kraftbewusstseins bieten.

  

Die Rasse wird in vielen Farben und Zeichnungen gezüchtet.

  

Einfarbige sind außer in weiß auch in blau mit schwarzen Binden, blaugehämmert und schwarz und rot anerkannt, natürlich existieren auch schon einfarbig Gelbe.

 

 Farbenschwänze gibt es in weiß mit blauem und schwarzem Schwanz.

  

Die beliebteste Zeichnungsart heißt geherzt. Weiß sind Bauch- und Fußgefieder, die Handschwingen und die Kropfzeichung, die dem Zeichnungsbild als Herzstück den Namen gab. Die Geherzten gibt es in blau und blaufahl (bindig und gehämmert), schwarz, rot und gelb sowie rot- und gelbfahl.

  

Außerdem gibt es noch Getigerte und Gescheckte in blau, schwarz, rot und gelb.

  

Der Pommersche Kröpfer ist eine wuchtige und eindrucksvolle Erscheinung. Er ist aber nicht einseitig ausgerichtet, sondern harmonisch abgestimmt in seinen Rassemerkmalen. Seine Haltung ist stolz aufgerichtet und eine starke, gut geschlossene Fußbefiederung betont das kräftige Gesamtbild. Wie alle Kröpfer ist er lebensfroh und vital. Blasend, gurrend und flügelklatschend ist er eine Augenweide für jeden Garten, dabei kann er natürlich im Freiflug sein Temperament am besten ausleben. Die Jungtiere können ohne Ammentauben aufgezogen werden, denn sein Selbstbewusstsein ist nicht nur gespielt, er überzeugt sowohl in der Ausstellungshalle als auch im Zuchtschlag.

 

 

Kontaktadresse:

 

SV-Vorsitzender Willi Hesterkamp, Tel.: 02365 14829

 

sv-pommerschekroepfer@gmx.de  

 

 

Pommerscher Kröpfer, gemalt von Jakob Relovsky
Pommerscher Kröpfer, gemalt von Jakob Relovsky

 

Eichbühler

 

 

Interessante Tauben aus der Schweiz

 

 

Eichbühler sind scheue, aber auch sehr schöne Tauben. Sie sind auf dem Hof Eichbühl Mitte 19. Jahrhundert entstanden. Der Hof liegt in Auswil, im Kanton Bern. Schweizer Spitzhauben und eine osteuropäische Rasse werden als Ausgangstiere genannt. Eichbüchler sind vor allem auf Bauernhöfen zu Hause, sie leben da halb verwildert,  feldern und suchen sich da den Hauptteil ihrer Nahrung. In der heute zunehmenden Hobby-Haltung ändert sich ihr wildes Naturell, sie werden ruhiger und suchen mehr die Nähe zum Züchter. Unter den Schweizer Taubenrassen sind sie Außenseiter, obwohl sie die erste Schweizer Rasse sind, die im Ausland Fuß fasste und schon 1893 auf einer Nationalen in Leipzig gezeigt wurde.  

 

Die Eichbühler sind von kräftiger, gestreckter Feldtaubengestalt, ihre Haltung ist geduckt, der Kopf ist lang und kantig, der Eidechse nachempfunden. Straffes, intaktes Gefieder und Freude am Fliegen sind Zeichen vitaler und gesunder Tauben. Es gibt diese Rasse in schönen Farben der Blau- und Dominantrotlinie, so in Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl und Mehlfarbig mit oder ohne dunklen Binden, Rotfahl, Gelbfahl, Blau-gehämmert, Blaufahl-Gehämmert, Mehlfarbig-Gehämmert, Rotfahl-Gehämmert und Gelbfahl-Gehämmert. Alle Farben sollen gleichmäßig und rein sein. Die Blauen und Rotfahlen mit reinen, nicht wolkigen Flügelschildern, die Mehlfarbigen mit gelber Brust. Die Binden sattfarbig, die Gehämmerten mit gleichmäßiger Flügelschildzeichnung, die Blaufarbigen und Mehlfarbigen mit farbiger Schwanzbinde.

 

 

Eichbühler sind also sehr urwüchsige, schöne und temperamentvolle Tauben, die im Freiflug so richtig zur Geltung kommen. Sie sind fürsorgliche und sehr aufmerksame Eltern mit guten Zuchteigenschaften.

 

 

Bilder eingesandt von Albert Wimmer

 

Fotos: 4 und 5 Reiner Zirngibel

 

Quelle und weitere Informationen:

 

Förderverein

Schweizer Kleintierrassen FSK

 

 

Telefon: 0041 62 745 94 88

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GENTER KRÖPFER

 

ZUTRAULICH, ZUCHTFREUDIG 

 

UND IMPOSANT

 

Genter Kröpfer, hier mit Dominikanerzeichnung sind anspruchslos, robust und zuchtfreudig, Foto: Dr. Oehm
Genter Kröpfer, hier mit Dominikanerzeichnung sind anspruchslos, robust und zuchtfreudig, Foto: Dr. Oehm
Ein geherztes Paar am Nest
Ein geherztes Paar am Nest

 

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, den temperamentvollen, imposanten Genter Kröp-fer in seiner vertrauten Umgebung zu be-obachten. Er ist noch ein unverfälschter Riese in der Kropftaubenszene, eine außergewöhn-liche Erscheinung. Bekannt seit dem 16. Jahr-hundert, fiel seine Blütezeit ins 17. Jahr-hundert. Diese Kropftaubenrasse, deren Ur-sprung im flämischen Bereich Belgiens zu finden ist, unterscheidet sich von den ver-wandten Altholländischen und Pommerschen Kröpfern in Körperform und –haltung erheb-lich. Die Körperunterlinie und der leicht ange-zogene Schwanz ähneln eher der Form eines Bootes, dessen Rumpf waagerecht verläuft. Eine gute Halslänge und ein üppiges Kropf-volumen mit größter Ausdehnung im oberen Bereich, ohne Schnürung aus dem Brustbe-reich kommend, runden die harmonische Form des „Genters“ ab. Brust und Rücken sind breit und unterstreichen die wuchtige Erscheinung. Das Fußfederwerk ist fest, gut überbaut, nicht zu lang und seitlich gut abgerundet. 

Ein blauer Prachtkerl
Ein blauer Prachtkerl

 

Das „Wappentier“ der Genter ist im Heimatland seit eh und je der Dominikaner. Seine Zeichnung hat Ähnlichkeit mit der Mönchskutte der Dominikaner Mönche. In Deutschland spricht man auch von „gegan-selt“.Es gibt sie in Blau, Schwarz, Rot, Gelb und Blaufahl. Weiter gibt es Einfarbige, Weiße, Geherzte, Getigerte und Gescheckte. Kaum noch zu finden, vor allem in ihrem Heimatland, sind die „Verhemelastaart“, bei uns Blauschwänze genannt. Es gibt also eine breite Farbpalette, aus denen der Liebhaber auswählen kann. Wie bei allen Kropftauben kommt es immer auf die Harmonie der Hauptrassemerkmale an, Farbe und Zeich-nung sind da nicht so wichtig. Beim Fuß-gefieder hält sich der Sonderverein an die Empfehlungen von BDRG und VDT. Zu üppiges Fußfederwerk soll vermieden werden. Im Wissenschaftlichen Geflügelhof des BDRG werden z. Zt. das Brutverhalten und die Auf-zucht der Jungtiere sowie das Gesamtver-halten als belatschter Kröpfer beobachtet. 

Das heutige Musterbild
Das heutige Musterbild

Im Jahr 1987 haben sich die deutschen Genter-Kröpfer-Freunde auf der Clonia-Schau in Köln zu einem Sonderverein zusammengeschlossen. Seither sind als Folge einer guten Mitgliederentwicklung die Ausstel-lungszahlen stetig angestiegen. Genter Kröpfer zu züchten macht Spaß. Diese Kropftauben sind ruhig, selbstbewusst, zutraulich, und vor allem, sie züchten gut und ziehen ihre Jungen zuverlässig auf. Jeder echte Kröpferfreund wird viel Freude an dieser Rasse haben. Natürlich können sie ihr besonderes Wesen am besten im Freiflug ausleben, der natürlichen Form Tauben zu halten, die aber leider immer seltener möglich ist. Zum Ausgleich sollten diese wuchtigen Kröpfer in möglichst großen und gut strukturierten Volieren gehalten werden.

 

Fotos: Dr. Uwe Oehm

Quelle: Helmut van Briel, Geflügelzeitung 10/2014

 

Kontakt:

SV der Genter-Kröpfer-Züchter

Wilma Oesterwind, www.w.oesterwind@t-online.de

 

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Vorschau:

          Vitamine vom Strauch/2

 

14.10. Neues Editorial 

08.10. Vitamine vom Strauch/1

03.10. Bild Oktober

30.09. Gedanken (2)

25.09. Gedanken (1)

18.09. Chicken Day

10.09. Leidenschaft (4)

02.09. Bild September

28.08. Leidenschaft (3)

23.08. Lebensmittelskandal

20.08. Zeltlager Essenbach

13.08. Leidenschaft (2)

09.08. Bild August

05.08. Leidenschaft rotgeherzte Brünner (1)  

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

10.07. Kinderspaß

06.07. Bild Juli

03.07. Brünner Kröpfer aktuell

29.06. Wasser

24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

13.06. Lietzows Nonnengänse

09.06. Jugendzeltlager

09.06. Hühnerauslauf (4)

05.06. Hühnerauslauf (3)

01.06. Bild Monat Junni

29.05. Hühnerauslauf (2)

25.05. Hühnerauslauf (1)

20.05. Jakob Relovsky

15.05. Manfred Loick - Viren (3)

11.05. Manfred Loick - Viren (2)

08.05. Manfred Loick - Viren (1)

04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

06.04. Bild Monat April

04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März