Vom Wildtier zum Haustier

 

 

Wilde Perlhühner

 

 

Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz

Die Perlhühner (Numididae) gehören zur Familie der Hühnervögel (Galliformes) und sind ausschließlich in Afrika südlich der Sahara verbreitet, wo sie in Wäldern, aber auch in Savannen leben. Ein isoliertes Vorkommen finden wir in Marokko, im frühen Altertum sollen sie auch in Ägypten vorgekommen sein. Eine Unterart, das Helmperlhuhn, wurde vom Menschen domestiziert. Es ist im Gegensatz zu anderen Arten, die in tropischen Regenwäldern leben, ein reiner Bewohner offener Savannenlandschaften. Da sie regelmäßig trinken müssen, sind sie auf Wasser in ihrem Habitat angewiesen. Die tagaktiven Bodenbewohner leben in Wäldern in kleinen Gruppen von bis zu zehn Tieren, während sich bei den Savannenbewohnern vierzig und mehr Vögel zusammenfinden. Vor allem die Helmperlhühner sind sehr verträglich gegenüber anderen Verbänden. Perlhühner sind immer unterwegs, scharren und picken, was ihnen vor die kräftigen Füße kommt. Helmperlhühner folgen oft Paviangruppen und vertilgen fallen gelassene Nahrungsmittel. Um Nachzucht zu erbrüten und aufzuziehen, bilden sich Paare, wobei es durchaus zu Kämpfen rivalisierender Hähne kommen kann. Die von den Eltern gut beschützten Jungen sind von Anfang an selbständig und wachsen schnell zu kräftigen Vertretern ihrer Art heran, wenn sie nicht vorher Probleme mit Fressfeinden, wie Ginsterkatzen, Affen, Falken und Krähen haben. Noch bevor das Haushuhn nach Europa kam, hielten Griechen und Phönizier, später auch die Römer Perlhühner und schätzten ihr wohl schmeckendes Fleisch.

 

 

Perlhühner

 

 

Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz

Die attraktiven, exotisch aussehenden Perlhühner haben eine lange Geschichte. Ursprünglich kommen sie aus Afrika, südlich der Sahara. Heute sind sie in vielen Ländern der Erde, oft auch als verwildertes Hausgeflügel, verbreitet. Als Tagaktive nutzen sie vor allem die frühen Morgenstunden und den späten Abend. Während der Mittagshitze suchen sie schattige Plätze auf, und als Schlafplätze bevorzugen sie Bäume. Mit Ausnahme der Brutzeit leben sie in sozialen Gruppen. In der Nahrungsaufnahme sind sie nicht sehr wählerisch. Insekten, Würmer, Früchte, Blätter Samen und Gräser, das alles gehört zu ihrem Speisenplan. Zur Brutzeit bilden sich Paare, eine leicht ausgepolsterte Bodenmulde dient als Nistplatz, in dem die Henne Gelege von bis zu 19 Eiern ausbrütet. Nach 23 bis 28 Tagen schlüpfen die kleinen Nestflüchter, und fressen sofort selbst, aufmerksam behütet von beiden Eltern. Sie sind sehr frohwüchsig, entwickeln sich schnell und sind mit etwa fünf Monaten ausgewachsen.

 

 

 

Schon Phönizier, Griechen und Römer schätzten das schmackhafte Fleisch domestizierter Perlhühner. Auch heute sind sie vor allem in den südlichen Ländern als Fleisch- und Eierlieferanten sehr beliebt. Die Eier sind dickschalig und ausgezeichnet im Geschmack. Die sehr aktiven Perlhühner lieben große, mit Bäumen und Sträuchern gut strukturierte Ausläufe, wo sie genügend Schutz und Deckung finden. Bei Gefahr stoßen sie Warnrufe aus, wobei besonders der Ruf des Hahns sehr eindrucksvoll ist.

 

 

 

 

Am häufigsten finden wir noch immer die wildfarbigen Blauen mit ihrem schönen, kräftig gepunkteten Gefieder. Auch hier hat die Domestizierung farbliche Abstufungen hervorgebracht. Mutationen, die Gefallen fanden und von einzelnen Züchtern weiter geführt wurden. So sind mit der Zeit die Farbenschläge Perlgrau (hell-wildfarbig), Lavendelblau, Chamois und Weiß entstanden. Eine schön abgestufte Palette, die potentiellen Liebhabern eine schöne Auswahl bietet.

W. Schr.

 

 

 

Kontakt:

 

SV Deutscher Puten- und Perlhuhnzüchter

www.puten-perlhuhn.de, 

 

Mathias Raapke, Tel.: 0170 5266390,

E-Mail: raapke_drebensted@t-online.de 

 

 

 

Fotos SV-Archiv 

 

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