LIEBLINGE DER KÖCHINNEN

 

DIE ENTEN

 

 

 Stolze Warzenenten, Foto: Michael von Lüttwitz
Stolze Warzenenten, Foto: Michael von Lüttwitz

 

Beschriebene Entenarten:

 

Hochbrutflugenten  -  Amerikanische Pekingenten  -  Smaragdenten  -  Pommernenten  -  Warzenenten - Sachsenenten - Laufenten

 

 

HOCHBRUTFLUGENTEN

 

MODERNE ENTEN MIT LANGER TRADITION

 

 

 

Hochbrutflugenten liegen im Trend der Zeit und gewinnen relativ junge Züchter für sich. Und sie sind auch das Ergebnis einer langen Tradition. Seit 1902 werden sie im deutschen Standard als offizielle Rasse geführt. Sie verkörpern Natürlichkeit, weil sie in ihrem Grundtyp stark ihren wilden Vorfahren, den Stockenten ähneln. Als Herauszüchter gilt der Ortsrichter und Landwirt Günther aus Blum-berg, im damaligen Landkreis Torgau in Sachsen. Um 1890 hat er verschiedene Land-entenarten gekreuzt. Der Geflügelnarr und Feinschmecker liebte besonders das zarte, dunkle Brustfleisch der Stockenten. Was lag da näher, als einen Stockentenerpel in seine Landenten einzukreuzen. Die Nachzucht war schnellwüchsig, farbenfroh und die Fleisch-qualität vorzüglich. Um seine Enten noch weiter zu verbessern, kreuzte er im folgen-den Jahr einen schwarzen Erpel mit weißer Brust aus der Verpaarung Smaragdente mal Stockente an seine Nachzucht. In den nächsten Jahren zog er viel bunte Nachzucht mit den von ihm gewünschten Eigenschaften und Merkmalen.

 

 

Diese Enten waren sehr robust. Die warme Jahreszeit verbrachten sie im Freien und ruhten nachts auf dem Teich. Günthers Zucht-tiere mussten Anhänglichkeit, Ortstreue und Flugfähigkeit unter Beweis stellen. Als eine Ente unbemerkt auf einem hohen Holzstapel fünfzehn Junge erbrütet hatte, und diese un-beschadet aus der Höhe auf den Boden gesprungen waren, züchtete er mit dieser Familie weiter. Er brachte Nistgelegenheiten an drei bis vier Meter hohen Stangen an, sie wurden von den Enten angenommen, und von da an nahm er nur noch Tiere in die Zucht, die in der Höhe brüteten. Der Name „Hochbrut-flugenten“ ergab sich da von selbst. Auch im norddeutschen Raum, besonders in der nie-dersächsischen Sumpf- und Moorlandschaft, so im Emsland, Ostfriesland, um Bremen und Oldenburg, hielten Bauern diese und ähnliche Kreuzungen über den Sommer in wasserreichen Gebieten und Feuchtbiotopen, wo sie genügend Nahrung fanden. Dabei nutzten sie die verschiedenen Zeichnungsmuster um ihre Tiere bei der Entenjagd von den Stockenten unterscheiden zu können.

 

 

Hochbrutflugenten sind eine kleine, sehr naturnahe Entenart. Wer sie nicht in die Umgebung fliegen lassen kann oder will, soll-te ihren Auslauf mit einem Netz überspannen. Wie alle Enten lieben sie Wasser. Ein Teich oder ein Bach wäre ideal, bei einer kleineren Haltung kann auch eine größere Badege-legenheit genügen. Der Auslauf sollte gut bepflanzt und mit Gras bewachsen sein. Weil diese Enten gut züchten, sollten sie ihre 15 – 20 grünlichen Eier selbst ausbrüten dürfen. Die Jungen werden von der Mutter fürsorglich geführt und gewärmt, was dem Züchter Arbeit erspart und die Natürlichkeit der Rasse erhält. Sie wachsen schnell heran, vor allem, wenn sie in einem größeren Auslauf genügend Kerbtiere und sonstiges Kleingetier finden. Das Gewicht beim Erpel liegt bei ca. 1,5 kg, die Enten sind etwas leichter. Wie vom Erstzüchter gewünscht, ist ihr Fleisch auch heute noch sehr delikat. Es ist dunkel, kurzfasrig und fettarm. Hochbrutflugenten bestechen durch  den weitgehenden Erhalt ihrer Natürlichkeit und ihre schlichte Erscheinung; sie sind elegant und sportlich, lebhaft und doch zutraulich.

 

Quelle:

MAX EBERHARD, Geflügelzeitung 10/2014

 

Die Fotos wurden von P.-E. Oswald eingsandt.

 

Kontakt:

SV der Entenzüchter Deutschlands

 

Paul-Erwin Oswald

Tel.: 06249 6217

www.enten-sv.de

 

  

 

 

VON DER WIRTSCHAFTSRASSE

 

ZUM SCHAUGEFLÜGEL

  

Kunstdruckbeilage des Deutschen Kleintierzüchters, Reutlingen
Kunstdruckbeilage des Deutschen Kleintierzüchters, Reutlingen

 

AMERIKANISCHE Pekingenten

 

Diese Entenrasse besticht durch ihre Gerad-linigkeit, um nicht zu sagen Einfachheit. Kompakt in Figur und Farbe, kein Platz für Schnörkel und Verspieltheiten. Es erscheint äußerst wichtig bei der Zucht nicht nur auf den Phänotyp, also auf das äußere Erscheinungsbild zu achten, sondern auch auf den Genotyp, der die nicht sichtbaren Erb-anlagen umschließt. Wir sprechen hier über die Amerikanische Pekingente als Rassegeflügel  und nicht über gemästete weiße Wirtschaftsenten. Wir Rassegeflügelzüchter sind Tierliebhaber, denen das Wohlbefinden und Seelenleben ihrer Tiere am Herzen liegen, und keine profitorientierten Wirt-schaftsbetriebe. Deshalb legen wir auch auf das Äußere großen Wert, auf einen recht lang ge-streckten und an den Seiten voll gerundeten, leicht angehobenen Körper, Voraussetzung für ein ordentliches Gewicht – 3,5 kg bei den Erpeln und 3 kg bei den Enten.

 

Weiß ist nicht gleich weiß! Wir kennen vier verschiedene Arten von weiß bei Enten. Das Silberweiß der Aylesburyenten, das gelbe Weiß der Deutschen Pekingenten, das rahmige Weiß der Streicherenten und eben dieses schlichte, aber deshalb nicht minder schwieriger zu züchtende Weiß der Amerikanischen Pekingenten. Das Gefie-der soll straff und fest anliegend sein, die Deck-federn hart und möglichst breit. Lockeres, flau-miges Gefieder ist nicht erwünscht. Tiere mit Pro-blemen beim Gefieder sind die ersten Anwärter für die Küche. Dort sind die „Amerikaner“ wegen ihrer hellen Haut und ihrem feinen Fleisch sehr beliebt, weil sie einen vorzüglichen Braten abgeben. An die Fütterung stellen die Amerikanischen Pekingenten keine besonderen Ansprüche. Körner sind bequem in der Lagerung, gut zu verfüttern und sie be-wirken eine feste Feder. Weichfutter wird sehr gern aufgenommen und frisches Wasser fördert ein gutes Gefieder. Ein schöner Teich oder ein Bach im Auslauf ist natürlich ideal und dient dem Wohlbe-finden der Tiere sehr.

 

 

Ihre Legeleistung von ca. 120 Eiern kann sich sehen lassen. Die Vorfahren waren Wirtschafts-geflügel, daher die gute Legeleistung, allerdings auch der Grund, warum das Brutverhalten nicht besonders ausgeprägt ist. Liebhaberzüchter be-reiten ihren Enten schon im Spätherbst schöne Nester und geben brutlustigen Enten genügend Freiraum ihrem Urinstinkt nachzukommen. Und was gibt es schöneres, als eine Entenmutter mit einer Reihe Entlein im Wasser schwimmend? In den ersten Tagen verabreichen wir den Küken ein Gemisch aus Haferflocken und Kükenmehl, am besten mit einem Sud aus getrockneter Kamille (auch handelsüblicher Kamillentee ist geeignet). Die Entlein wachsen schnell herran und begnügen sich mit pelletiertem Kükenfutter, das anfangs dauernd zur Verfügung stehen sollte und erst später portioniert wird. Grünfutter, besonders Salat findet reißenden Absatz in der ganzen Sippe, egal ob alt oder jung. Trockene Einstreu, saubere Ausläufe und frisches Badewasser sind selbstverständlich für eine gute Entenhaltung.

Bild aus dem Entenmuseum Gimsheim, Malerin: Marta Mastna (Cz)
Bild aus dem Entenmuseum Gimsheim, Malerin: Marta Mastna (Cz)

 

Sind Sie nun auf den Geschmack gekommen? Unsere Amerikanischen Pekingenten sind Rasse-geflügel vom Allerfeinsten. An ihrem Ursprung als Wirtschaftsrasse kommen wir nicht vorbei, aber was uns da die versierten Züchter und Züchte-rinnen zeigen, ist Rassegeflügel per excellence. Schlichte Eleganz oder sachliche Ästhetik, man mag es bezeichnen wie man will, die Amerika-nischen Pekingenten haben einen großen Liebhaber- und Schauwert. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, es doch einmal mit dieser aparten Enten-rasse zu probieren? Die Zunft der „Amerikaner“ kann noch viele engagierte Züchter gebrauchen.

Paul-Erwin Oswald

 

 

 

 

Fotos: Michael von Lüttwitz          Quelle: Paul-Erwin Oswald, Geflügelzeitung 2/2014

 

Kontakt:

SV der Entenzüchter Deutschlands von 1895,  www.enten-sv.de

 

Paul-Erwin Oswald, Tel.: 06249 6217,  entenoswald01@aol.com     

 

SMARAGDENTEN

 

EIN VÖLKCHEN EDELSTEINEN GLEICH

 

Smaragdenten sind eher klei-ne Enten unter den Hausenten-rassen und bestechen durch ei-nen intensiven metallischen sma-ragdgrünen Glanz in leuchtenden Grünnuancen des bekannten Edelsteins. Das sagt ihr Name auch schon aus. Ihre Herkunft ist nicht ganz lückenlos belegt, oft ist allerdings von Südamerika und Nordamerika zu lesen. Smaragd -enten haben einen länglichen Körper, möglichst klein, aber nicht im Typus der Zwergenten. Sie sind etwas kleiner als Stockenten und können im Umgang mit ihren Pflegern sehr zutraulich werden. Über die Nachzucht bei den Tieren braucht man sich keine Gedanken zu machen, denn Smaragdenten gelten als naturbrutfest. Darüber hinaus sind sie als gute Eltern bekannt. 

 

Nach Entenart sind sie keine Kostverächter und fressen das übliche Entenfutter in Pelletform und Getreide, nehmen aber auch gern Grünfutter in Form von zarten Blattpflanzen, Wasserlinsen oder Wasserpflanzen, ver-schmähen aber auch Kerbgetier und Schnecken nicht. Von der Körperform haben wir schon gehört, sie ist länglich und allseits gut gerundet. Verpönt sind gnomige oder gedrungene Gestalten, sowie die Staturen der Hochbrutflugenten. Ein wichtiger Punkt sind die sichtbar geforderten Fersengelenke. Die Haltung der Tiere ist fast waagerecht, der Rücken leicht gewölbt und die Flügel gut in das Körperbild eingebettet. Der Vorderkörper besticht durch die volle und runde Brust, die leicht hervortritt. Die Unterlinie ist glatt. Als Kopfform passt zu Smaragdenten ein leicht gezogener, möglichst kurzer mit einer har-monischen Wölbung ohne hohe Stirn, eher einem sanft ansteigenden Stirnbogen. Der Schnabel ist kürzer als mittellang und die Firstlinie leicht eingebogen. Bei den weiblichen Tieren ist der Schnabel schwärzlich beim Erpel dunkelolivgrün mit schwärzlichem Sattelfleck. Bei beiden Geschlechtern ist die Schnabelbohne schwarz, ebenso wie die Läufe. Die Gewichtsangaben im Standard liegen bei 1,2 kg beim Erpel und 0,9 kg für die Enten und sind damit klar zu unterscheiden von  den anderen kleinen Entenrassen. Dem glatt anliegenden Gefieder kommt eine Badegelegenheit in der Haltungsform entgegen und ist wohl in einer Haltung ohne Wasserzugang nicht zu erreichen. Auch ihrem natürlichen Verhalten als Wasservögeln kommt dies entgegen und ist selbstverständlich bei den Erhaltungszüchtern dieser Hausenten. Smaragdenten sind liebenswerte Entengeschöpfe und bekommen mit zunehmendem Alter durch Verlust an Pigment weiße Gefiederanteile.

F. B.

Fotos:

Michael von Lüttwitz

 

Quellen:

online im Internet: www.enten-sv.de

Horst Schmidt, Handbuch Rasse- und Ziergeflügel, Groß- und Wassergeflügel, Stuttgart 1996

 

Kontakt:

SV der Entenzüchter

www.enten-sv.de

 

Paul-Erwin Oswald

Tel./ Fax: 06249-6217

E-Mail: entenoswald01@aol.com

 

 

 

 

ALTER ENTENADEL

 

POMMERNENTEN

 

Pommernenten haben alle Regionen erobert; hier in den Schweizer Bergen
Pommernenten haben alle Regionen erobert; hier in den Schweizer Bergen

 

 

 

Die attraktiven Pommernenten sind die älteste Entenrasse deutscher Züchtung. Schon 1780 wurden diese prächtigen Enten mit dem weißen Brustfleck unter dem Namen Schwedenente in der Uckermark als Mast-geflügel gehalten. Bis 1817 gehörte die Uckermark, der damalige Regierungsbezirk Strahlsund, zu Schweden. Dass diese Entenart eine nordische Spezialität ist, zeigt sich auch daran, dass die Dänen eine fast identische Art, die Dänischen Svensk blu ankes züchten. Diese Landenten sind in vielen Ländern unter den verschiedensten Namen zu Hause, wobei die Anforderungen an den Typ recht unterschiedlich sind. Dabei spielen in anderen Ländern auch Kreuzungen mit bodenständigen Rassen eine Rolle; aber Verwandtschaft ist es allemal. Gezüchtet werden die Pommernenten in den Farben schwarz und blau, wobei der weiße Fleck auf der Brust ihr optisches Markenzeichen ist.

 

 

Die Pommernente ist eine mittelschwere Landente, deren Gewicht zwischen 2,5 kg (Ente) und 3 kg (Erpel) liegt. Sie lieben viel Bewegung und benötigen daher große, mit Bäumen und Sträuchern bepflanzte Ausläufe mit einer entsprechenden Bademöglichkeit. Auf Grund ihrer nördlicheren Abstammung verträgt diese wetterfeste, robuste Ente auch ein raueres Klima recht gut. Trotz all dieser Vorzüge ist sie auf die rote Liste der bedrohten Haustierrassen (GEH) geraten, und es ist gut, dass sich Arche-Höfe ihrer annehmen und kleine Stämme zeigen. Pommernenten legen 70 bis 100 blaugrüne Eier, sie brüten gut, und ziehen ihre Jungen sehr fürsorglich auf. Die Schwarzen zeigen eine intensive Farbe mit grünem Gefieder-glanz. Die Blauen sind eine Verdünnung zu schwarz und zeigen als spalterbige Tiere das schöne Blau, reinerbig sind sie fast weiß. Diese unsere älteste und überaus wirtschaftlich Rasse verdient es, dass wir uns für ihre Erhaltung einsetzen.

 

 

Quelle:

Uwe Ruhl, Geflügel-Börse 14/2011

 

Fotos:

Michael von Lüttwitz

 

 

Kontakt:

SV Deutscher Entenzüchter

www.enten-sv.de

 

Paul-Erwin Oswald

Tel.: 06249 6217

entenoswald01@aol.com

 

 

 

Warzenenten

 

Die besondere entenart

 

 

Wildfarbige Warzenenten, das rote Gesicht unterscheidet sie von der Wildform
Wildfarbige Warzenenten, das rote Gesicht unterscheidet sie von der Wildform
Daher der Name Flugente
Daher der Name Flugente

 

 

Warzenenten, auch Sturm-, Türken-, Barbarie- (aus dem Französischen) oder Flugenten genannt, kennen alle Liebhaber eines guten Entenbratens. Aber sie schau´n ja auch klasse aus, etwas exotisch mit ihrer besonderen Gesichtszeichnung. Sie haben andere Vorfahren als alle übrigen Entenarten, die allesamt auf die Stockente zurückgehen. Die Warzenenten stammen von der Moschusente ab, bei der vor allem die mächtigen Erpel ins Auge stechen, die sich deutlich von den Damen abheben. Moschusenten kommen von Mexiko über Mittelamerika bis nach Peru und Uruguay vor. Die Verbindung Mensch – Moschusente geht sehr lange zurück. Als Kolumbus Amerika entdeckte, wurden sie schon längst von den Eingeborenen gehalten und nachdem sie 1514 erstmals mit einem spanischen Schiff nach Europa kamen, fanden sie schnell den Weg auch nach Afrika, Madagaskar und ins tropische Asien.

 

Wildform Moschusente
Wildform Moschusente

 

 

Wilde Moschusenten werden kaum gehalten. Im Vergleich zur domestizierten Form sind sie deutlich schlanker und kleiner, und damit viel beweglicher. Sie sind auch misstrauischer als ihre zahmen Artgenossen. Die Farbpalette der Warzenenten ist breit gefächert, so gibt es Wildfarbige mit und ohne weißen Latz, Blau-Wildfarbige, Perlgrau-Wildfarbige, Schwarze, Weiße, Blaue, Herzschecken in Blau, Schwarz und Braun als anerkannte Farbenschläge, dazu kommen noch Gesperberte, Lilac, Flieder-farbige und rötlich Gelbe. Nehmen wir noch die in der Schweiz anerkannten Herzschecken in Perlgrau dazu, wird klar, wie weit verbreitet diese Entenform heute ist. Werden Wildtiere zu Haustieren, entstehen bald verschiedene Farben und Zeichnungen, je beliebter die Tiere sind, desto mehr.

Warzenenten sind fürsorgliche Mütter
Warzenenten sind fürsorgliche Mütter
Gründeln macht Spaß!
Gründeln macht Spaß!

Warzenenten sind anspruchslose Pfleglinge. In der kalten Jahreszahl brauchen sie einen zugfreien, trockenen Stall. Es sind sehr große Enten, und als Faustregel sollte etwa ein Quadratmeter Stallfläche pro Ente gelten. An die Bademöglichkeit stellen sie keine besonderen Ansprüche, aber natürlich fühlt sich auch diese Entenart in einem Teich pudelwohl. Wassergeflügel und Wasser gehören nun mal zusammen, und für den Liebhaber bedeutet ein schön bepflanzter Teich mit einer bunten Entenschar Entspannung pur. Warzenenten beginnen im zeitigen Frühjahr mit der ersten Brut und schaffen oft drei Bruten im Jahr. Die Enten verteidigen Gelege und Küken vehement, während die Erpel in der Paarungszeit jedem Artgenossen zeigen, wer Chef im Ring ist. Die exotisch aussehenden Warzenenten sind eine wirtschaftliche und interessante Entenart, eine deren Haltung viel Spaß macht.

W. Sch.

 

Braune Schönheit
Braune Schönheit

Fotos: Michael von Lüttwitz

 

Wer mehr wissen will,

der kann sich den Aufsatz von Uwe Ruhl

in der Geflügel-Börse 18/2011 besorgen.

 

 

Kontakt:

SV der Entenzüchter Deutschlands von 1895

zur Erhaltung und Förderung der Entenrassen

www.enten-sv.de

 

Paul-Erwin Oswald

Tel.: 06249 6217

entenoswald01@aol.com

 

 

Wirtschaftlich und schön

 

 Sachsenenten

 

Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz

 

Wie bei vielen Geflügelarten (schreibt Uwe Ruhl) stand auch bei den Sachsenenten das Ursprungsland Pate bei der Namensgebung. Im Jahr 1934 konnte Albert Franz aus Chemnitz erstmals ausstellungsfähige Sachsenenten präsentieren. Doch stand, zumal in diesen Zeiten, nicht das Ausstellungswesen im Vordergrund, sondern die Nahrungsversorgung. Und da hatten die mächtigen Sachsenenten mit ihrem kräftigen Fleischansatz schon was zu bieten. Das war damals lebenswichtig und wird auch heute noch sehr geschätzt. Um die Sachsenenten herauszuzüchten, benutzte Albert Franz Rouen-, Pommern- und Deutsche Pekingenten, und als es nach dem Krieg kaum noch Sachsenenten gab, ging er diesen mühsamen Züchterweg erneut. 1957 wurden die Sachsenenten im blau-gelben Farbenschlag anerkannt.

 

Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz

 

Und sie kamen gut an. Mit ihrem hohen wirtschaftlichen Nutzwert und ihrer auffallend schönen Pastellfarbe hoben sie sich optisch doch deutlich von den bis dahin beliebten, jedoch einfarbig weißen Amerikanischen Pekingenten ab. Schon in den 60-er Jahren fanden sie Freunde im benachbarten Ausland und bald wurden die ersten Tiere sogar nach Amerika verfrachtet. Ihre gestreckte, kräftige Landentenform, ihre stolze, vorn leicht angehobene Körperhaltung, dazu ihre aparte Färbung, das kam und kommt noch immer gut an. Mit ihrem massigen, fleischigen und muskulösen (nicht fetten) Körper und einem Gewicht von 3,5 Kilogramm beim Erpel und 3,0 Kilogramm bei der Ente zählen sie zu den größten Entenrassen. Geschätzt wird auch ihre Legeleistung von ca. 100 Eiern mit einem Mindestgewicht von 80 Gramm.

 

Foto: Paul-Erwin Oswald
Foto: Paul-Erwin Oswald

 

Sachsenentenstellen keine großen Ansprüche an die Haltung, aber sie fühlen sich natürlich sehr wohl, wenn sie in einer großen, gut bewachsenen Fläche mit einem schönen Teich leben können. In einem natürlichen Ambiente kommt naturgemäß auch ihre schöne Färbung besonders zur Geltung. Enten brauchen eine vitamin- und eiweißreiche Fütterung, sie lieben Salat und Grünfutter aller Art und sind den ganzen Tag auf der Suche nach Fressbarem, wie Schnecken, Würmer usw. Dabei nutzen sie gern jede Pfütze zum gründeln, was nicht immer dem schönen Rasen gut tut. Deshalb sollte der Auslauf der Zahl der Enten entsprechend weitläufig angepasst sein. Auf Grund der guten Legeleistung kommt bei Sachsenenten nur wenig natürliche Brutstimmung auf. Der Hobbyhalter wird aber an Entlein, die von der Ente geführt werden, seine besondere Freude haben.

W. Sch.

 

Gründelnde Sachsenente, Foto: Michael von Lüttwitz
Gründelnde Sachsenente, Foto: Michael von Lüttwitz

 

Quelle:

Uwe Ruhl

Geflügel-Börse 10/2013

 

 

Kontakt:

SV der Entenzüchter

www.enten-sv.de

Paul-Erwin Oswald

Tel.: 06249 6217

 

 

Aufrecht durch´s Leben

 

 Die Laufenten

 

Bild 1: Das wahre Entenleben
Bild 1: Das wahre Entenleben
Bild 2: Wildfarbige auf Schneckensuche
Bild 2: Wildfarbige auf Schneckensuche

 

Laufenten, auch Indische Laufenten genannt, unterscheiden sich von ihren Artgenossen durch ihren schlanken, aufgerichteten Körper und vor allem durch ihre Herkunft. Während aus den gemeinsamen Vorfahren, den Stockenten (Anas platyrhynchos), in Europa, Asien und Nordamerika die bekannten Entenformen entstanden sind, führte die Domestikation der Stockente in Südostasien zur schlanken, aufrecht laufenden Pinguinente, die gut zu Fuß war und sich in den abgeernteten Reisfeldern mit Nahrung versorgte. Um 1850 tauchten die ersten Pinguinenten in England auf, dreißig Jahre später In Deutschland, wo 1908 in Berlin der erste Sonderverein für Laufenten gegründet wurde. Auch in den Nachbarländern fanden diese eleganten, agilen Enten bald eine gute Verbreitung.

 

Bild 3: Ein aufrechter Prachtkerl
Bild 3: Ein aufrechter Prachtkerl

 

 

Der Hauptgrund für ihre Verbreitung war ihre ausgezeichnete Legeleistung von 220 bis 250 und mehr Eiern im Jahr, mit der sie mit den Hühnern locker mithalten konnten. Enten sind Allesfresser und die rastlos herumren-nenden Laufenten besonders geschickt bei der Jagd nach Nacktschnecken, Käfern und Insekten. Regenwürmer sind für sie Delikatessen und im Gegensatz zu ihren Artgenossen stehen auch die bitter schmeckenden Spanischen Wegschnecken auf ihrem Speiseplan. Das nutzen viele Gartenfreunde, so wie Luise und Wolfgang Fischer aus Bad Rothenfelde (www.offenes-gartentor-os.de), die ihren schönen bunten Garten mit dem Schwerpunkt auf historische Rosen und Rhododendren seit dreizehn Jahren von einem Pärchen Laufenten bewachen lassen, die das ihnen zugeteilte Areal von ca. 1000 m² fast schneckenfrei halten. Ein eigener Teich zum Baden und Gründeln sorgt für das besondere Wohlbefinden der Schneckenpolizei.

Bild 4: Gemeinsam stark!
Bild 4: Gemeinsam stark!

In der Haltung als Rassegeflügel werden die Laufenten nach den strengen Regeln des Standards in verschiedenen Farbenschlägen wie Wildfarbig, Forellenfarbig, Silberwild-farbig, Weiß, Schwarz, Braun, Blau, Rehfarbig-weißgescheckt, Erbsgelb und Blaugelb gezüchtet. Ihre elegante Erscheinung fasziniert den Betrachter und eine kleine Herde von ihnen hat ihren besonderen Charme. Kommt dann noch so eine Entenmama mit einer Handvoll aufrecht watschelnder Küken des Weges, erinnert mich das doch sehr an die Kita-Betreuerinnen in meiner Strasse mit ihren Zwergen. Durch die Reinzucht hat die ursprünglich sehr hohe Legeleistung etwas nachgelassen. 60 bis 150 Eier wird so eine Laufentendame aber schon noch abliefern. Enten sind gesellige Vögel, es sollte immer ein Erpel mit einer oder mehreren Enten zusammen gehalten werden.         W. Schr.

Bild 5: Jeder fängt klein an.
Bild 5: Jeder fängt klein an.

Bilder eingesand von: Michael von Lüttwitz (2, 3), Clemens Schlotböller (1, 4, 5)

 

Quelle: U. a. Magazin „Landlust“ Mai/Juni 2013

 

Kontakt:

Sonderverein der Laufentenzüchter

www.laufenten-sv.de

Markus Kollhoff

04442 72574

markus.kollhoff@ewetel.net

Fast erwachsene Rehfarbig-weißgescheckte, Foto: Erich Koller
Fast erwachsene Rehfarbig-weißgescheckte, Foto: Erich Koller

 

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          Vitamine vom Strauch/2

 

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08.10. Vitamine vom Strauch/1

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25.09. Gedanken (1)

18.09. Chicken Day

10.09. Leidenschaft (4)

02.09. Bild September

28.08. Leidenschaft (3)

23.08. Lebensmittelskandal

20.08. Zeltlager Essenbach

13.08. Leidenschaft (2)

09.08. Bild August

05.08. Leidenschaft rotgeherzte Brünner (1)  

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

10.07. Kinderspaß

06.07. Bild Juli

03.07. Brünner Kröpfer aktuell

29.06. Wasser

24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

13.06. Lietzows Nonnengänse

09.06. Jugendzeltlager

09.06. Hühnerauslauf (4)

05.06. Hühnerauslauf (3)

01.06. Bild Monat Junni

29.05. Hühnerauslauf (2)

25.05. Hühnerauslauf (1)

20.05. Jakob Relovsky

15.05. Manfred Loick - Viren (3)

11.05. Manfred Loick - Viren (2)

08.05. Manfred Loick - Viren (1)

04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

06.04. Bild Monat April

04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März