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Die Schleiereule, ein lautloser Jäger

 

 

Schleiereulen (Tyto alba) suchen die Nähe des Menschen.

Und mit ihrem herzförmigen weißen Gesicht, den großen dunklen Augen erzielen sie eine ganz besondere Wirkung auf uns. Sie leben nicht im Wald, sondern in eher waldarmen Gebieten. Bei der Auswahl ihrer Brutplätze suchen sie die Nähe menschlicher Behausungen und dabei bevorzugen sie einzeln stehende Gebäude in einem landwirtschaftlich geprägten Umfeld. Wenn man ihnen entsprechende Einflugmöglichkeiten bietet, brüten sie auf den Dachböden von Kirchen, alten Häusern und Scheunen. Ihr Gelege besteht aus drei bis zwölf Eiern, die ca. 30 Tage lang bebrütet werden. Das Weibchen brütet allein und vom ersten Ei weg. Die Kleinen schlüpfen also nicht gleichzeitig und der Größenunterschied vom ersten zum letzten kann schon recht deutlich sein. 

 

 

Schleiereulen gehen nachts auf Äckern, Ackerrändern, aber auch am Rand von Siedlungen und auf Straßen auf die Jagd.

Dabei erbeuten sie vor allem Mäuse, Spitzmäuse und gelegentlich auch mal einen Vogel. Schleiereulen sind also sehr nützlich. Sie sind abhängig von der jeweiligen Mäusepopulation. In mäusearmen Jahren verzichten sie schon mal ganz darauf zu züchten. Gibt es hingegen viele Mäuse, ziehen die Eulen ihre Küken erfolgreich auf und wagen oftmals eine zweite Brut. Die Modernisierung der Landwirt-schaft macht diesen schönen Eulen sehr zu schaffen und wenn mit Giften gegen Mäuse vorgegangen wird, finden unsere Nachtgreifer oftmals nicht mehr genug Nahrung.

Naturverbundene Bauern berücksichtigen das, und sie stellen auch an geeigneten Stellen Nistmöglichkeiten zur Verfügung  oder schaffen auf den Dachböden von Ställen und Dachböden Einflugmöglichkeiten für die schönen, lautlos jagenden Schleiereulen.

 

Quelle: Wikipedia und Land & LEUTE

Fotos: ©lietzow-naturfotografie

 

 

 

 

Junge Störche in Scheinfeld

 

 

Vor vier Jahren hat der GZV Scheinfeld auf seinem Vereinsgelände einen Brutplatz für Störche geschaffen. In diesem Jahr haben sie zum ersten Mal gebrütet. Das ist gelebter Tierschutz von Geflügelzüchtern. Für die Fotos bedanken wir uns beim Vereinschef Udo Chocholaty.

 

Bilder bitte anklicken!

 

Auerhühner

(Tetrao urogallus)

 

 

Auerhühner stehen auf der "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tiere. Die Ursachen liegen nicht bei ihren Fressfeinden, sondern in erster Linie an der Bedrohung und Verdrängung durch den Menschen, denn sie haben besondere Anforderungen an ihre Habitate. In ganz Mittel-europa nehmen ihre Bestände seit vielen Jahren deutlich ab. Damit verschwinden auch mehr und mehr die Orte der eindrucksvollen Balz dieser besonderen Rauhfusshühner. Wenn die Hähne um die Hennen werben, stolzieren die Auerhähne mit gefächertem Schwanz, gesenkten Flügeln, gesträubten Bartfe-dern und hochgestrecktem Hals auf der “Balzarena” umher. Der Balzruf beginnt mit dem «Knappen», steigert sich zum «Hauptschlag» und endet mit dem «Wetzen». Die Hennen sind rund ein Drittel kleiner und wählen den Hahn aus, mit dem sie sich paaren. Die Gelege bestehen aus fünf bis acht haushuhngroßen Eiern mit Tarnflecken. Gebrütet wird 26 bis 28 Tage. Anfang September lösen sich dann die Gesperre auf und die Jungvögel gehen ihre eigenen Wege. 

Foto: WPA Deutschland
Foto: WPA Deutschland

Auerhühner sind Waldbewohner. Hauptverbreitungsgebiete heute sind alte, lichte Nadelholzwälder der Bergwaldregionen mit reicher Bodenvegetation. Wichtig sind Wälder mit Altbaumbeständen und Jungwuchs, Sandbäder in Wurzeltellern gestürzte Bäume und alte Baumriesen mit stabilen Ästen als Schlafplatz. Beliebt bei den Tieren sind je nach Jahreszeit die Knospen, Triebe und Früchte der Heidelbeeren. 

Foto: WPA Deutschland
Foto: WPA Deutschland

 

Die Grundfärbung des Hahns ist schwarz. Brauntöne sind auf dem Rücken, den Flügeln und der Laufbefiederung zu finden. Das Brustschild glänzt blau-grün metallisch. Auffällig sind seine langen abgerundeten Schwanzfedern, die bei der Balz oder bei Drohgebärden zu einem Fächer aufgestellt werden. Individuell ist die weiße Zeichnung auf den Flanken und im Schwanz. Der schwarze Kehlbart wird zur Balz abgespreizt. Imposant ist der massive Hakenschnabel, mit dem die Pflanzenkost von Bäumen und Sträuchern abgeknipst werden kann. Der Hahn ist 4 – 5 kg schwer und hat eine Flügelspannweite von ca. 90 cm (vergleichbar mit einer ausgewachsenen Hausgans). Die Henne ist mit bis zu 2,5 kg leichter und kleiner als der Hahn. Die Oberseite ist rost- bis grau-braun gezeichnet, markant an der Unterseite ist die schwarze und grau-braune Querbänderung; wie bei vielen Hühnervögeln eine perfekte Tarnung für das Brutgeschäft und die Jungenaufzucht. Bei Hahn und Henne kann man über den Augen eine nackte Hautstelle entdecken, die sogenannte „Rose”. 

 

In erster Linie sind Auerhühner Pflanzenfresser. Die Hennen benötigen zur Eiablage und die Küken in der ersten Zeit allerdings eine gute Versorgung mit tierischem Eiweiß in Form von Insekten. Im Jahresverlauf fressen die Tiere Triebe von Gräsern, Büschen, Sträuchern und Bäumen und können in der kargen Winterzeit sogar die Nadeln und Pflanzenteile der Waldbäume auf-schliessen.

 

Die Bezeichnung der Auerhühner als Raufuß-hühner bezieht sich auf die Befiederung der Läufe. Hier bilden sich im Winter zusätzlich kleine Hornstifte an den Zehen. Das vergrößert die Auf-trittsfläche und verhindert ein zu starkes Einsinken im Schnee. In allen Lebenslagen sind Auerhühner scheue Waldbewohner, die die Nähe zum Menschen meiden. In Deutschland kommt das Auerhuhn heute noch in den Alpen, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald/Böhmerwald vor. Es wäre schade, wenn uns der Schutz des größten Hühnervogels unserer Heimat nicht gelänge.

Frank Böckenfeld

Quellen:

Online im Internet, www.naturpark-bayer-wald.de

Hans Aschenbrenner, Rauhfusshühner, Hannover 1985

 

 

 

„Aloha (Servus) – Ihr lieben Hawaiigänse“

Unglaublich, aber diese Gänseart wäre schon längst ausgestorben, wenn sich die Menschen nicht in letzter Sekunde besonnen hätten! Es gab schon frühe Bestandsaufnahmen, nämlich 1778, wo rund 25.000 Gänse gezählt wurden. Nach der Einfuhr von nicht landesüblichen Tieren, wie zum Beispiel Schweine, Hunde, Katzen, Mungos und Ratten, kam es zum Tiefstand dieser Art im Jahre 1951. Damals zählte man nur mehr 30 Stück in freier Wildbahn.

 

Schutzmaßnahmen, eine Zuchtstation auf Hawaii und die guten Zuchterfolge von Wildfowl Trust bewahrten diese Art vor dem Aussterben. Trotzdem ist noch immer Gefahr, denn die Landwirtschaft, der Tourismus und die bekannten Feinde (Nesträuber) machen das Gänse(über)leben schwer.

 

Interessante Lebensweise

 

Hawaii ist die abgelegenste Inselgruppe der Welt und beherbergt viele schöne Tierarten. Auf dem erkalteten Lavaboden leben die Hawaiigänse als Landtiere, also nicht wie andere Wasservögel am oder im Wasser. Dies ist auch die Erklärung, warum die Schwimmhäute reduziert sind. (Bild)

 

Ihren Feuchtigkeitsbedarf decken sie durch Aufnahme von Morgentau und gegebenenfalls aus Regenwasser. Die Nahrung ist 100% vegetarisch und besteht aus Gräsern, Kräutern, frischen Trieben, Samen und Früchten wie z. B. Beeren.

 

Ein Gänsepaar bleibt ein Leben lang zusammen und macht jährlich eine Brut. Das Gelege besteht aus vier bis sieben Eiern. Die Brutdauer beträgt 29 Tage. Zu beachten wäre, dass durch ihren Biorhythmus es bereits in den Wintermonaten zum Bruttrieb und zur Eiablage kommen kann und dies bedeutet in unseren Breiten „Frostgefahr“.

 

Die Aufzucht sollte man den Gänseeltern überlassen, da sie leicht auf Dauer menschengeprägt bleiben. Die Geschlechtsreife kann bei optimalen Voraussetzungen schon nach einem Jahr erfolgen. Die Lebensdauer beträgt ca. 25 – 35 Jahre.

Hawaiigänse brauchen unsere Hilfe

  

Abschließend wäre zu wünschen, dass der Wappenvogel von Hawaii (in Österreich ist es der Adler, in den USA der Weißkopfseeadler, in Island der Papageientaucher und in Neuseeland der Kiwi) vor dem Aussterben weiterhin bewahrt wird. Für uns Kleintierzüchter bleibt weiterhin der ethische Auftrag, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu beschützen und gegebenenfalls für Nachzuchtprojekte bereit zu stellen.

 

                                                                                                                                         Erich Koller

 

Quellenangabe: „Die Entenvögel der Welt“ (Hartmut Kolbe), Wikipedia

 

Artikel aus RÖK (ÖKZ) Ausgabe Jänner 2013

 

 

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Die Wilhelma in Stuttgart ist großartiger Landschaftszoo und zugleich Botanischer Garten in einem. Aus dem schönen „Wilhelma Magazin 1/2012“ dürfen wir diesen interessanten Aufsatz auf unsere HP übernehmen.

 

Der Schwarzstorch

Adebars unbekannter Bruder

Den schwarz-weiß-roten Klapperstorch kennt jedes Kind. Viel weniger bekannt ist, dass es bei uns in Mitteleuropa eine zweite Storchenart gibt – den Schwarzstorch, von dem auch in der Freifugvoliere der Wilhelma ein paar zu Hause ist.

Ob als Glückssymbol, Babylieferant oder unter seinem Pseudonym „Adebar“ als Protagonist in Märchen und Fabeln: Der Weißstorch ist fest in unserer Kultur-geschichte verankert und wird allseits verehrt und geliebt. Im Gegensatz dazu galt sein etwas kleinerer Verwand-ter, der Schwarzstorch, schon in vorchristlicher Zeit als Ge-folgsvogel des Germanengottes Odin und damit als Künder von Krieg, Unheil, Krankheit und Tod. In einigen Teilen Schwedens trägt er heute noch den Namen „Odensvala“, das heißt „Schwalbe des Odin“ – die Skandinavier nehmen es offenbar nicht so genau mit der ornithologischen Systematik.

Ein etwas anderer Storch

Angesichts seines schlechten Leumunds verwundert es nicht, dass der Schwarzstorch die Nähe des Menschen meidet. Während der Weißstorch innerhalb menschlicher Siedlungen auf Hausdächern und Kirchtürmen brütet, ist der Schwarzstorch ein ausgesprochener Kulturflüchter geblieben und bewohnt ausgedehnte, wasserreiche Wälder, einsame Moore und weite Heideflächen. Hier führt er ein heimliches Leben, gut getarnt durch sein oberseits dunkles Gefieder. Dieses ist übrigens nicht eintönig schwarz, sondern schillert vor allem zur Brutzeit in allen Farben des Spektrums. Eigentlich wäre „Regenbogenstorch“ ein viel passenderer Name!

Es gibt aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Storchenarten. Der Schwarzstorch führt – wie der Weißstorch – eine saisonale Einehe und baut mächtige Nester aus Knüppeln, Zweigen und Schilfhalmen. Beide Partner teilen sich die Betreuung der nach fünfwöchiger Brutzeit schlüpfenden, nesthockenden Jungvögel bis zu deren Aufliegen im Alter von 60 bis 70 Tagen. Und auch der Schwarzstorch ist ein ausgesprochener Zugvogel, der den Winter in West- und Zentralafrika verbringt. Auf dem Weg dorthin wird das Mittelmeer in der Regel westlich oder östlich umzogen. Aber anders als sein populärer Verwandter wählt der Schwarzstorch gerne einmal den direkten Weg über Italien und Sizilien, oder er verkürzt die Ostroute durch Inselhopping über das Ägäische Meer.

Deutsch-polnische Storchenbeziehungen

Aus dem Südwesten unserer Republik hat sich der Schwarzstorch als Brutvogel schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts verabschiedet. Der letzte bekannte Neststandort in den westlichen Ausläufern des Schönbuchs gilt seit 1926 als verwaist. Seine wichtigsten Rückzugsgebiete bilden seither die großen Waldgebiete im östlichen Polen und in Weißrussland. Von dort aus scheint sich der Schwarzstorch in den letzten Jahren anzuschicken, verlorenes Terrain zurückzuerobern, und derzeit dürften wieder drei bis fünf Brutpaare im Ländle ansässig sein.

Es überrascht nicht, dass für einen so interessanten einheimischen Vogel ein koordiniertes Zuchtprogramm in den Zoos ins Leben gerufen worden ist. In dessen Rahmen wurde in der Wilhelma ein im Zoo Münster geborener Storchenmann mit einer in der Nähe von Lodz havarierten polnischen „Odinsschwalbe“ verbandelt. In einer Voliere in Sichtweite der alljährlich auf der Damaszenerhalle brütenden Weißstörche haben es die beiden immerhin schon zu einem unbefruchteten Gelege gebracht. Man darf gespannt sein, ob in den kommenden Jahren noch mehr aus dieser deutsch-polnischen Storchenliaison wird.

Dr. Günther Schleussner

 

 

 

 

 

 

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09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

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18.03. Wir sind nicht allein

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09.03. Safran - ein Farbgen aus
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04.03. Bild März