Helmut Demler, 3. März 2017

 

BDRG informiert

 

Zusammenarbeit zwischen BDRG und dem Aktionsbündnis VogelFrei


Der BDRG verfolgt gemeinsam mit dem Aktionsbündnis VogelFrei (Förderverein) Ziele im Bereich des Tierschutzes und die Änderung der Geflügelpestverordnung.

Hallo Zuchtfreunde!


Sowohl der BDRG als auch das unabhängige "Aktionsbündnis VogelFrei (AVF)", das vom "Förderverein Aktionsbündnis VogelFrei" unterstützt wird, haben sich zu einer Kooperation im Bereich des Tierschutzes und vor allem zu einem gemeinsamen Einsatz für die Änderung der Geflügelpestverordnung entschieden. Gemeinsam möchten wir effizienter für artgerechte Haltungsformen des Hausgeflügels eintreten. Die fachlich nicht haltbaren langen Aufstallungszeiten und sinnloses Töten gesunder Tiere, nur weil ein überarbeitungsbedürftiges Gesetz es zulässt, sind nur zwei wichtige Ziele. Es steht fachlich außer Frage, dass Tierseuchengeschehen ernst genommen werden müssen und dass es zur Bekämpfung von Tierseuchen sinnvolle Bestimmungen geben muss, aber die Betonung liegt auf „sinnvoll“!


Der Förderverein des AVF dient dem Zweck, Spenden für Aktionen im Sinne und im Namen des AVF zu sammeln und diese dann z.B. für Rechtsmittel und Auf-klärungsarbeit einsetzen zu können. Desweiteren sollen durch die Zusammenarbeit alle an einer Änderung der aktuellen Zustände interessierten Geflügelhalter und weitere Interessenten bessere und fachlich fundierte Informationen zu den verschiedensten Gebieten rund um den Tierschutz beim Geflügel erhalten.


Durch ständig aktualisierte Informationen, z.B. momentan zur Vogelgrippe, werden Züchter und Halter zeitnah fachlich informiert und beraten. Die strukturellen Vernetzungen des BDRG sowie seine Erfahrung in der Vereinsführung und die fachlich versierten engagierten Aktiven im AVF wollen künftig in einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei gegenseitiger Hilfe deutlich mehr für artgerechte Geflügelhaltung bewirken.


Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BDRG und des Aktionsbündnisses.

Julia Buschmeyer
1. Vorsitzende des Fördervereins des AVF

Christoph Günzel
Präsident des BDRG

 

 

Helmut Demler, 3. Februar 2017

 

BDRG informiert

 

Kampf gegen das Leiden des Rassegeflügels

 


Vogelgrippe – Beirat fordert wissenschaftliche Erklärungen

  

Der Beirat des BDRG kann nach intensiver Arbeit mit dem Thema Vogelgrippe erste Ergebnisse vorlegen. BDRG-Präsidenten Christoph Günzel, der Beauftragte für Tier- und Artenschutz im BDRG, Dr. Michael Götz, die Tierärzte Dr. Matin Linde und Dr. Markus Freick, die Virologin Dr. Kristin Heenemann, der Virologe Dr. Ralf Dürrwald, der Redakteur a.D. Peter Jahn und der BDRG-Beisitzer Steffen Kraus legten die Vor-gehensweise zu den Themenkomplexen Stallpflicht, dem Umgang mit den Behörden sowie Impfung gegen Vogelgrippe und Klage gegen das Verbot von Taubenaus-stellungen fest.

  

Stallpflicht
In einigen Bundesländern gibt es die Überlegung die Stallpflicht zu verlängern. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, dass sich die Landesverbände und Züchter an die jeweils zuständigen Ministerien und Politiker wenden. Ein Musterbrief, der individuell gestaltet werden sollte, wurde entworfen. Besonders dramatisch wäre es, wenn die Stallpflicht in die Aufzuchtzeit oder darüber hinaus weitergeht. Gegen die Stallpflicht sollen gezielte Aktion bei Landtagsabgeordneten und Ministerien in die Wege geleitet werden. Jeder Züchter ist dazu aufgerufen, sich mit den Politikern und den Ämtern in Verbindung zu setzen, um der Forderung nach mehr Tierschutz und Tierwohl Nachdruck zu verleihen. Die Presse ist für uns im Kampf gegen die Aufstallung eminent wichtig, denn die Medien können der Öffentlichkeit zeigen, wie sich die „armen“ Puten, Gänse, Enten und Hühner ohne Auslauf quälen.

 

Schlagkräftige Argumente gegen die Stallpflicht soll die vom BDRG in Auftrag gegebene Masterarbeit zum Thema „Stallpflicht und ihre Folgen für Zuchten und Züchter“ liefern. Diese Arbeit ist wichtig, um wissenschaftlich etwas in der Hand haben. Daneben sollen in einer Befragung die Auswirkungen der Maßnahmen der Geflügelpestverordnung auf die Rassegeflügelzucht dokumentiert werden, z.B. wieviel Tiere von unseren Züchtern geschlachtet werden mussten, um das Geflügel in den Ställen halten zu können oder wie viele Zuchten aufgegeben werden mussten Thomas Müller-Gemeinhardt und Michael Götz erläuterten, dass es schwierig und wenig erfolgsversprechend ist gegen die Stallpflicht zu klagen. Der BDRG unterstützt zwei Klagen aus unterschiedlichen Bundesländern.

 

Wichtige Fragen, die es zu klären gilt, sind: Wie viele Wirtschaftsbetriebe oder Hobbyhalter sind von der Vogelgrippe betroffen, waren die Tiere aufgestallt oder nicht? Die Antworten könnten helfen, deutlich zu machen, dass die Stallpflicht nicht den gewünschten Schutz bringt.

 

Dr. Martin Linde wird sich deshalb speziell des Ziergeflügels annehmen und die Problematik der Ausstallung aufzeigen, die mit großem Stress bei dieser nicht artgerechteren Haltung einhergehen. Wichtig wird es sein, über den Tierschutzge-danken in die Köpfe der Menschen zu kommen. Eine Prüfung der Ausbrüche der Vogelgrippe in Wirtschaftsgeflügelbetrieben und außerhalb wird vermutlich zeigen, dass 95 Prozent der Geflügelindustrie zuzurechnen sind. Und dies trotz aller Sicher-heitsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang wird es wichtig, intensiv mit der Tier-ärztekammer und dem Friedrich-Löffler-Institut zu diskutieren. Noch immer gibt es zum Thema Vogelgrippe keine nachvollziehbare wissenschaftliche Erklärung für die Infektionswege. Inzwischen wird gemutmaßt, dass der Wind dafür verantwortlich sein könnte, dass die Viren in die Ställe kommen. Wäre dies der Fall, so ist dies ein gutes Argument dafür, dass Aufstallung nicht vor einer Infektion schützen kann und andere Biosicherheitsmaßnahmen ausreichend sind. Thomas Müller-Gemeinhardt betont, dass eine Statistik wichtig ist, denn sollte sich erweisen, dass nicht differenziert wird, ist eine Empfehlung zur Aufstallung ohne Grundlage. Wer empfiehlt, dass das Geflü-gel in den Ställen bleibt, muss wissenschaftliche Grundlagen dazu vorlegen. Gibt es diese nicht, ist die Forderung die Tiere nicht nach draußen zu lassen, ein grober Ver-stoß gegen den Tierschutz.

  

Umgang der Behörden

Unsere Züchter fordern Gleichbehandlung von den Behörden. Durch den Föderalis-mus gibt es in Deutschland riesige Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen finden Geflügelschauen ohne Wassergeflügel und Taubenschauen statt. In Sachsen geht gar nichts. Selbst in Kreisen, in denen nichts vorgekommen ist, werden keine Aus-nahmen gemacht und Schauen nicht ge-nehmigt. Vor Brut und Aufzucht muss bei den zuständigen Behörden möglichst viel erreicht werden. Der Föderalismus, den es so ausgeprägt nur im Schul- und im Seuchenrecht gibt, hat Vor- und Nachteile, be-tont Michael Götz. So ist er der Ansicht, dass bei der Verhängung der Stallpflicht Entscheidungen der einzelnen Länder sinnvoller sind als eine bundeseinheitliche. So können wenigstens Bundesländer ohne oder mit wenig Fällen auf eine Stallpflicht ver-zichten.
Thomas Müller-Gemeinhardt verweist auf den Fall Wörth. Dort hat die Öffentlichkeit sich sehr stark mobilisieren lassen. Der BDRG und der Tier- und Artenschutzbeirat war mit Christoph Günzel, Franz Nuber und Michael Götz in die Geschehnisse in Wörth eingebunden. Dr. Ralf Dürrwald sieht die Chance, da es kein Wissen über die Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus gibt, dass vielleicht eine medizinische Überwachung Aufschlüsse geben kann. Was das Problem überhaupt betrifft, müsse abgewartet werden, ob sich weiterer Tiere infizieren. Der erkrankte Pelikan, der im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus mit anderem Geflügel in Kontakt gekommen ist, hat den Erreger nicht weitergegeben. Das deutet daraufhin, dass in der Freilandhaltung die Infektionsgefahr wesentlich geringer zu sein scheint, als in der Massen-tierhaltung, wo sich die Tiere auf engstem Raum bewegen. Die Forderung muss daher lauten: Wir brauchen belastbare wissenschaftliche Untersuchungen.
Dieser Fall in Wörth hat aber auch gezeigt, dass es sehr wichtig ist, auf eine Änderung der Geflügelpestverordnung in Hinsicht auf die Bekämpfung der niederpathogenen Influenza zu drängen. Die Keulungspolitik ist hier nicht richtig, ist man sich im Gremium einig. Christoph Günzel geht davon aus, dass viele Wildvögel das niederpathogene Virus in latenter Form tragen. Er sieht auch die Möglichkeit, dass aus Fällen wie in Wörth gelernt werden kann, wie mit befallen Beständen verfahren werden kann.

 
Impfung gegen Vogelgrippe

Eine Möglichkeit die Tiere zu schützen bieten Schutzimpfungen. Was das Impfen anbelangt hat das Friedrich-Löffler-Institut nur Erfahrungen mit Notimpfungen. Hier ist die Zeit knapp, damit die Tiere einen Impfschutz aufbauen können und das Problem der Dauerausscheider wird verstärkt. Deshalb sollte man mehr in Richtung prophy-laktischer Impfung gehen. Doch dagegen steht das rechtliche Impfverbot, das auch eine intensive Forschung verhindert. Daraus ergibt sich eine neue Problematik, denn wird das Impfen erlaubt, fehlt vermutlich der Impfstoff. Unsere Forderung lautet des-halb: Das Impfverbot muss aufgehoben werden, um Erfahrungen zu sammeln, denn eine Impfung ist die einzige Möglichkeit, um aus der Misere herauszukommen. Michael Götz führt dazu aus: Wenn das Virus sich in der Wildpopulation festsetzt, ist die Impfung eine der wenigen Möglichkeit vom Ausstellungsverbot und der Aufstal-lung wegzukommen. Er glaubt jedoch, dass es ein sehr langer Weg bis zur Zulas-sung der Impfung ist.

 

Dr. Kristin Heenemann ist sicher, dass bei der Herstellung eines Impfstoffes Erfahrungen der Humanmedizin genutzt und verschiedene Virustypen der Vogelgrippe in einem Impfstoff vereint werden können. Tierärzte, die für Großbetriebe arbeiten, möchten wegen der großen Verluste auch dort den Impfstoff. Noch ist das Verbot im Tiergesundheitsgesetz verankert. Thomas Müller- Gemeinhardt glaubt, dass wegen des grenzübergreifenden Geflügelhandels wahrscheinlich nur noch die EU entschei-den kann, ob geimpft wird. Christoph Günzel möchte sich beim Europaverband ein-setzen. Michael Götz geht fest davon aus, dass auch Deutschland wegen seines großen Einflusses in Brüssel den Anstoß für die Aufhebung des Impfverbots geben könnte.

 
Klage gegen Verbot von Taubenausstellungen

Tauben aus der Lebensmittelkette herauszunehmen bringt keine Vorteile, da in Deutschland die Tauben in der Geflügelpestverordnung schon jetzt nicht mehr unter den Begriff Geflügel fallen. Ausstellungsverbote gibt es für alle Vogelarten. Es hat hingegen den Nachteil, die Tiere nicht mehr essen zu dürfen. Im Unterschied zum Istzustand, könnten die Züchter zwar Medi-kamente verwenden, die für Tiere, die als Lebensmittel dienen, aber nicht zugelassen sind. Das größte Problem einer Herausnahme aus der Lebensmittelkette wäre, dass die Züchter ihre Tiere nicht mehr schlachten dürfen, da eine Tötung ohne vernünftigen Grund tierschutz-rechtlich verboten ist.

 

Thomas Müller-Gemeinhardt sieht die Möglichkeit einer erfolgreichen Klage gegen das Ausstellungsverbot. Derzeit ist die Argumentationsschiene für ein Verbot, dass viele Menschen die Schauen besuchen und die Erreger an den Schuhsohlen weitertragen. Da wäre zu klären, überlebt das Virus über längere Zeit, da es fragil gegen Wärme und Trockenheit ist. Die Argumentation für die Verbreitung durch die Schaubesucher geht gegen Null, wenn das Virus sich nicht lange hält. Kirstin Heenemann erklärt zudem, dass von einer Tröpfcheninfektion ausgegangen wird.
Für Thomas Müller-Gemeinhardt bleiben die Fragen: Ist Übertragung durch Schuhe überhaupt haltbar? Auf welche wissenschaftliche Arbeit stützt sich diese Aussage?

 

Wo sind Belege oder Erfahrungen, dass eine Verbreitung der Vogelgrippe von Aus-stellungen ausgehen kann, oder wurde bisher nur aus dem Bauch heraus entschieden? Beim Friedrich-Löffler-Institut soll nochmals in diesen Punkten angefragt werden. Für Dr. Kristin Heenemann ist es für die weitere Argumentation auch wichtig zu wissen, in welchen Haltungsformen die Vogelgrippe vornehmlich ausgebrochen ist. Eine Antwort darauf könnte die Weltgesundheitsorganisation geben, bei der deshalb angefragt werden soll.

 Der Beirat befürwortet, dass eine Klage gegen das Ausstellungsverbot von Tauben anstrengt wird, wird dabei unterstützen und nach wissenschaftlichen Grundlagen für die Argumentation vor Gericht suchen.

 
Was die Klage anbelangt, weist Thomas Müller-Gemeinhardt daraufhin, dass unterschieden werden müsse, ob es um eine örtliche oder überörtliche Schau handele und ob Aussteller aus einem Sperrgebiet oder Beobachtungsgebiet kommen. In diesem Zusammenhang weist Dr. Martin Linde darauf hin, dass es wichtig ist gegen Aussteller vorzugehen, die sich nicht an Auflagen halten. Er fügt an, dass es nicht nur wichtig, sondern eine Pflicht ist, für Sicherheit sorgen. Wir brauchen eine saubere Weste, um glaubwürdig zu sein. „Die Züchter müssen uns unterstützen “, so lautet der Appell des Beirats.

 

„Wir sind uns einig, dass die Züchter schnellstmöglich über die Arbeit des Beirats informiert werden, damit sie 2017 ganz normal züchten“, betont Christoph Günzel. Wichtig sei dabei auch die Information über Ausnahmegenehmigungen zur Aufstallung und Beprobungen. Sentinelhaltung ist vom Gesetz vorgesehen und gleichwertig mit der Tupferprobenentnahme, was sich der Beirat noch einmal vom Bundesministerium bestätigen lies. Bei Antragstellung müssen die Züchter auch jetzt schon unbedingt Wert darauf legen, dass bei ihnen die Sentinelhaltung vorliegt.

 
Peter Jahn
Seuchenbeirat des BDRG

 

 

Pressemitteilung vom 14.11.2016

 

Mit Entsetzen vernahm der Bundesverband der Deutschen Rassegeflügelzüchter die Forderung einer bundesweiten allgemeinen Aufstallpflicht. 

 

Die Aufstallung des Rasse und Ziergeflügels bedeutet nicht einfach Aufstallen, sondern für 30-50% der gesunden Tiere die Tötung. Viele dieser Tiere stehen auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen. Für die Rassegeflügelzüchter ist die artgerechte Freilandhaltung die einzige Haltungsform. Die Tiere werden in Ausläufen mit Ställen, die nur der Übernachtung dienen, gehalten. Fast alle Züchter können ihre Tiere in diesen Ställen nicht unterbringen und müssen einen großen Teil töten. Die verbliebenen müssen in für Rasse- und Ziergeflügel viel zu kleinen Ställen untergebracht werden. Die Erfahrungen früherer Aufstallungen haben gezeigt, dass während der Zeit der Aufstallung nochmals viele Tiere, vor allem des Groß-, Wasser- und Ziergeflügels durch die reine Stallhaltung verenden oder durch die Halter getötet werden, da Geflügel, das einen Großteil seines Lebens in Freilandhaltung verbracht hat, für die Halter sichtbar leidet.

 

Die Schere zwischen den modernen Wirtschaftsrassen und den alten Geflügelrassen hat sich nicht nur im Hinblick auf die Lege- und Fleischleistung weit geöffnet, sondern genauso weit auch beim Verhalten und Temperament der Tiere. Ein Zuchtziel der Wirtschaftsrassen war eine Verhaltensänderung, damit die Tiere im Stall auf engstem Raum gehalten werden können. Besonders viele alte Geflügelrassen stehen im Gegensatz zum Wirtschaftsgeflügel den Wildformen sehr nahe. So sind z.B. Rangkämpfe viel ausgeprägter. Hinzu kommt, dass das Rassegeflügel mit seinem agilen Bewegungsdrang nur die Freilandhaltung kennt. Diese Faktoren bedeuten für eingestalltes Rassegeflügel einen großen Stress und führen zu einer Immunsuppression. Selbst bei einer peinlichen Hygiene kommt es bei der Aufstallung zu einer Konzentration der Erreger, was gemeinsam mit der Immunsuppression zu häufigen Todesfällen kommt.

 

Die Ausbrüche in den geschlossenen Systemen des Wirtschaftsgeflügels zeigen, dass eine flächendeckende Stallpflicht, wie von der Geflügelwirtschaft gefordert, keine Lösung ist. Alternariv sollten andere Biosicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, wie z.B. die Abdeckung der Ausläufe mit engmaschigen Netzen.

 

Dr. Michael Götz,

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG.

 

 

Der BZA gibt bekannt:

 

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass aufgrund zweier schriftlicher Einsprüche sowie vieler Gespräche und Diskussionen mit der Preisrichter- und Züchterschaft folgender Beschluss durch den BZA, Sparte Geflügel, gefasst wurde:

 

Die Regelung, dass Hühner und Zwerghühner mit mehr als zehn Handschwingen pro Seite max. mit der Note sg95 bewertet werden dürfen, wird für die Ausstellungssaison 2016 ausgesetzt. Diese Entscheidung gilt für alle Ausstellungen im Zuständigkeitsbereich des BDRG.

 

Auf der Abschlusssitzung des BZA, Sparte Geflügel, des Jahres 2016 in Leipzig wird über das weitere Vorgehen entschieden.

 

Offenbach im September 2016

Christoph Günzel, Präsident

Heinrich Wenzel, Vorsitzender BZA

 

Ulrich Freiberger, Obmann BZA, Sparte Geflügel

 

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Helmut Demler, 29. August 2016

 

BDRG

 

Aktuelles zur

Kennzeichnungsform der Lochung der Zwischenzehenhaut

 

In den letzten Wochen sind in verschiedenen Bundesländern Diskussionen über die Lochung der Zwischenzehenhaut aufgekommen. Aus diesem Grund wurde das Thema im Juli mit dem Bundesministerium besprochen, wo uns mitgeteilt wurde, dass auch nach Meinung des BMEL die Lochung der Zwischenzehenhaut nicht möglich ist, da im Tierschutzgesetz hierfür keine Ausnahme vorgesehen ist.

 

Die Lochung der Zwischenzehenhaut bei Küken ist eine der ältesten Kennzeichnungsformen beim Geflügel zur Vermeidung der Inzucht und als Abstammungsnachweis. Sie wird auch heute von Züchtern praktiziert, da sie Vorteile haben kann: Küken können mit Kükenmarken hängenbleiben, diese sind für Zwerghühner zu groß und schwer, auch flexible Ringe können einwachsen, bzw. diese sind nicht für alle Rassen verfügbar. Die „Lochung“ findet bei den Küken in einer sehr schwach von Nerven und Blutgefäßen durchzogenen Haut zwischen den Zehen statt. Deshalb wächst das Loch, wenn überhaupt, nur sehr langsam zu.

 

§6 Tierschutzgesetz verbietet die Entnahme von lebendem Gewebe. Da es sich bei der Lochung der Zwischenzehenhaut um eine Kennzeichnungsform handelt und nicht um eine Amputation im engeren Sinne, war es für unseren Verband kein Thema, hier aktiv zu werden. Gründe waren auch, dass diese Kennzeichnung weniger invasiv und schmerzhaft ist, wie das Setzen eines Mikrochips oder von Ohrmarken (die Menge des entfernten Gewebes ist hier mehr und die Region ist innervierter und besser durchblutet).

 

Die Problematik besteht darin, dass z.B. das Setzen von Mikrochips, Ohrmarken oder Kükenmarken in §6 Tierschutzgesetz ausdrücklich als Ausnahme gestattet wird, was bei der Zwischenzehenlochung nicht der Fall ist.

 

Es werden in den nächsten Monaten intensive Gespräche mit den Behörden und in unseren Gremien folgen. Auswirkungen auf die kommende Schausaison wird es nicht geben.

 

Dr. Michael Götz

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG

    

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Helmut Demler, 03. August 2016

 

Gespräch am 19. Juli im Bundesministerium

für Ernährung und Landwirtschaft

 

Am 12. Juli trafen sich Vertreter des Ministeriums und des BDRGs, um sich über weitere Aspekte der Zusammenarbeit und aktuelle Themen des Tierschutzes etc. auszutauschen. Die Teilnehmer des Ministeriums waren Herr Prof. Dr. Bätza, als Leiter der Abteilung Tierseuchen und Tiergesundheit sowie Frau Schertl von der Abteilung Tierschutz. Von Seiten des BDRG nahmen Christoph Günzel (Präsident), Egon Dopmann (1. Vizepräsident) und Dr. Michael Götz (Tier- und Artenschutzbeauftragter) die Einladung wahr.

 

Die folgenden Themen wurden in konstruktiver Atmosphäre besprochen und vertieft:

 

1.)      Impfstoffverordnung: Das Ministerium will die Impfstoffverordnung ändern, damit die Trinkwasserimpfung gegen Newcastle durch Geflügelhalter auch aus rechtlicher Sicht möglich ist. Von unserer Seite wurde betont, dass auch eine rechtliche Grundlage für die anderen oralen Impfstoffe notwendig ist. Außerdem wurden die großen Packungseinheiten v.a. beim Paracox- und Marekimpfstoff diskutiert. Prof. Dr. Bätza wird dies mit den Impfstoffherstellern besprechen.

 

2.)      Geflügelpestverordnung:  In der Änderung der Geflügelpestverordnung, die Anfang Juli in Kraft getreten ist, wurde unsere Forderung, dass es wieder möglich ist, Geflügelmärkte im Freien abzuhalten, berücksichtigt, was vor allem für die bayerischen Zuchtkollegen wichtig ist.

 

Ein wichtiges Thema waren die massiven Probleme durch Stallpflichten, die bei Ausbrüchen von Vogelgrippe verhängt werden. Als Lösung wurde die Möglichkeit der Ausnahme von der Stallpflicht für Tiere, die nicht eingestallt werden können, besprochen. Hier erfolgt eine Zusendung der vom Tier- und Artenschutzbeirat und VZI erarbeiteten Vorlagen für unsere Züchter an Herrn Prof. Dr. Bätza.

 

Ein weiteres großes Thema waren die Probleme durch über die vom Gesetzgeber hinausgehenden Auflagen für unsere Schauen. Besonders die Bedingungen in Leipzig wurden hier diskutiert.

 

3.) Bezüglich der Übertypisierungen beim Rassegeflügel haben wir die Maßnahmen unseres Verbandes dargestellt. Hier konnten wir die erfolgreiche Arbeit und Anstrengung unseres Verbandes, des Tier- und Artenschutzbeirates und des WGHs erläutern, was auch von Seiten des Ministeriums positiv aufgefasst wurde.

 

 

4.)       Kennzeichnungsmöglichkeiten beim Geflügel (z.B. Zwischenzehenlochung). Die Zwischenzehenlochung kann als Kennzeichnungsmöglichkeit nicht mehr genutzt werden, da sie als Verstoß gegen das Amputationsverbot angesehen wird. Die Züchter, die damit arbeiten, müssen z.B. auf flexible farbige Ringe umsteigen.

 

           Mechelner, eine stark bedrohte Hühnerrasse, Foto: Georg Welker

 

5.) Schutz von Erhaltungszuchten der vom Aussterben bedrohten Geflügelrassen (analog dem Naturschutz), vor entsprechenden Gerichtsurteilen. Eine rechtsverbindliche Definition einer Erhaltungszucht soll mit der Abteilung Tierzucht im BMEL erarbeitet werden.

 

Der BDRG bedankt sich bei Herrn Prof. Dr. Bätza und Frau Schertl für die Gesprächsmöglichkeit. Beide Seiten sicherten die weitere Zusammenarbeit und Kooperation zu.

 

Dr. Michael Götz

 

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG 

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Beantragung und Durchführung von Rassegeflügelausstellungen

 

Was muss bei der Beantragung und Durchführung von einer

 

Rassegeflügelausstellung beachtet werden?

Die letzte Schausaison hat gezeigt, dass viele Züchter die Auflagen, die der Gesetzgeber erlassen hat, nicht genau kennen. Daher möchte ich die wichtigsten Punkte aus Sicht des Tierseuchenrechtes erläutern.

Foto: Helmut Demler
Foto: Helmut Demler

 

Rassegeflügelausstellungen müssen im Gegensatz zu Geflügelmärkten nicht genehmigt werden, sondern sie sind mindestens vier Wochen vor dem geplanten Termin schriftlich anzuzeigen. In der Regel bekommt man bei einer Anzeige kein Antwortschreiben und keine Gebüh-renrechnung. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Auflagen müssen aber erfüllt werden.

 

 

Wir müssen schon bei der Anzeige der Ausstellung zwischen regionalen und überregionalen Geflügelausstellungen im Sinne der Geflügelpestverordnung unterscheiden und dem Amt mitteilen um welche Form es sich handelt. Bei regionalen (lokalen) Ausstellungen kann Geflügel aus dem Landkreis oder benachbart en Landkreisen ausgestellt werden und es besteht im Gegensatz zu überregionalen Schauen keine klinische tierärztliche Untersuchungspflicht. 

Foto: Erich Koller
Foto: Erich Koller

 

Tauben fallen in der Geflügelpest-verordnung nicht mehr unter den Begriff Geflügel, da sie bei der Verbreitung der Geflügelpest keine Rolle spielen. Sie werden gleich behandelt wie die übrigen Vögel, d.h. überregionale reine Taubenschauen benötigen keine tierärztlich Unter-suchung vor Beginn der Ausstellung.

 

Wenn auf einer regionalen schau (z.B. Kreisschau) eine Sonderschau von Tauben angeschlossen ist, bleibt dies eine regionale Geflügelausstellung im Sinne der Geflügelpestverordnung und auch hier ist keine tierärztliche Untersuchung notwendig.

 

 

Werden Tauben oder andere Vögel aber auf einer überregionalen Ausstellung mit Hühnern und Wassergeflügel gezeigt, müssen auch diese tierärztlich untersucht werden. Eine Sentineltierhaltung oder virologische Untersuchung bei Enten und Gänsen ist für Rassegeflügelausstellungen prinzipiell nicht vorgesehen, auch wenn dort Zuchttiere verkauft werden.

Foto: Cad Cartwright
Foto: Cad Cartwright

 Hühner und Puten müssen regelmäßig gegen Newcastle-Krankheit geimpft werden. Bei Tieren auf Ausstellungen muss dies durch eine tierärztliche Bescheinigung belegt werden. Auf Verlangen der Behörde müssen die amtlichen Registriernummern der Aussteller vorgelegt werden können.

 

Geflügel, in dessen Herkunftsbestand auf Geflügel übertragbare Krankheiten herrschen und deren Ausbruch zu befürchten ist, oder in dessen Herkunftsort Geflügelcholera, Geflü-gelpest oder Newcastle-Krankheit herrschen, sowie Geflügel aus Maul- und Klauenseuchen-Beobachtungs-gebieten, darf nicht auf die Veran-staltung gebracht werden.

 

 

Die auf Ausstellungen verwendeten Käfige und Gerätschaften, sowie die Ausstellungshalle sind nach Abschluss der Ausstellung gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Foto: Michael von Lüttwitz
Foto: Michael von Lüttwitz

 

Wenn es aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung notwendig ist, zum Beispiel bei Ausbrüchen von Vogelgrippe, können die Auflagen durch die zuständigen Behörden verschärft werden.

 

Für die Unterscheidung, ob es sich um eine Rassegeflügelausstellung oder einen Geflügelmarkt handelt, ist nicht entscheidend, ob Tiere verkauft werden!

 

 

Eine Geflügelausstellung wird lt. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wie folgt definiert:

Foto: Wilhelm Bauer
Foto: Wilhelm Bauer

 1. Die Ansammlung/Zusammenziehung einer Vielzahl lebender Vögel des Geflügels (Zuchttiere oder Nachzuchten, die als spätere Zuchttiere Verwendung finden sollen) unterschiedlicher Herkunft auf Veranstaltungen von Zuchtverbänden /Zuchtorganisationen (Ausstellungen, Leistungsprüfungen oder Wettbewerb) zum Zweck der Zurschaustellung.

 

 2.  Für die Ausstellung und Bewertung der Tiere sind ausschließlich züch-terische Gesichtspunkte maßgebend.

 

 3. Die Tiere sind mit einem ge-schlossenen Ring gekennzeichnet.

 

  4. Der Verkauf oder Tausch einzelner Tiere an nachweislich registrierte Geflügelhalter ist möglich, sofern diese Tiere vorher ausgestellt bzw. bewertet wurden.  

5.     

 Eine tierschutzrechtliche Genehmigung ist nicht erforderlich, da die Gewerbsmäßigkeit  dieser Veranstaltung i.d.R.  nicht gegeben ist.

 

Beitrag als Druckversion zum Download unter

http://www.bdrg.de/tier-artenschutz-bdrg

 

Dr. Michael Götz

 

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG    

 

INFO zur Tierbeförderung

 

Die Ilonexstransporte mit den kleinen Kartons laufen recht gut. Es gibt nur noch wenige Ämter, besonders in Oberbayern, die aus verschiedenen Gründen Probleme machen. Leider ist Ilonexs seinem Versprechen, größere Kartons auf den Markt zu bringen, noch nicht nachgekommen, was nach meiner Meinung wirtschaftliche Gründe hat.

 

Die Lage hat sich trotzdem entspannt, da noch ein anderes Unternehmen (West Air Kurier Rostock) mit Rassegeflügeltransporten begonnen hat und auch große und mehrere Tiere transportiert. Da diese Firma nur Geflügel und andere Tiere transportiert und mit der Desinfektion der Fahrzeuge arbeitet, können hier die eigenen Kartons des Versenders genutzt werden.

 

Einige Züchter nutzen auch die Mitnahme der Tiere durch Mitfahrzentralen, was recht günstig ist und gut funktioniert.

 

Dr. Michael Götz, Tierschutzbeauftragter des BDRG.

 

  


Die gewerblichen Geflügeltransporte

 

starten am 4. Mai

 

Die Firma Ilonexs www.ilonexs.de hat angekündigt, dass unsere Einzeltiertransporte nach über einem Jahr Pause am 4. Mai wieder starten.

 

Durch die tatkräftige Unterstützung des BDRG konnte nach vielen intensiven Gesprächen mit dem Bundesministerium, vielen Landesministerien und örtlichen Veterinärämtern eine Lösung für die gewerblichen Transporte unserer Tiere gefunden werden, die sowohl den Belangen des Tierseuchen-, wie auch des Tierschutzes entspricht.

 

Leider gibt es noch Einschränkungen:

 

     •     Der Versand ist nur innerhalb von Deutschland möglich.

     •     Die Tiere dürfen nur in dem dafür entwickelten Karton transportiert werden. Der Karton wird          

             von dem zuständigen Kurier geliefert, bzw. mitgebracht.

     •     Jeder Karton darf nur einmal für den Versand verwendet werden.

     •     Da es immer noch einige regionale Behörden gibt, die noch keine Genehmigung erteilt haben,

            gibt es noch Landkreise, in denen kein Tiertransport möglich ist.

     •     Die aktuelle Kartongröße ist nur für Tiere bis 3 kg zugelassen. Die Firma Ilonexs hat zugesagt,

            dass sie zeitnah die Kartons für größere Tiere produzieren lässt.

 

Weitere Details können auf der Internetseite von Ilonexs abgerufen werden.

 


Nachrichten BDRG

 

 

Impfangebot gegen die Marek`sche Krankheit:

 

Die bisherigen Impfstoffe gegen die Marek´sche Krankheit hatten nur noch eine schlechte Wirkung gegen die tumoröse Form der Marek´schen Krankheit. Aus diesem Grund stellen die Impfstoffhersteller seit diesem Jahr nur noch Marekimpfstoffe mit lebenden zellassoziierten und tiefgefrorenen Vakzinen her. Da diese jedoch in Stickstoff bei minus 196°C gelagert werden müssen und diese Lagerung nur für wenige Tierärzte möglich ist, haben viele Züchter Probleme einen Tierarzt zu finden. Der BDRG hat deshalb begonnen für seine Züchter eine Liste mit Tierärzten zu erstellen, die diese Möglichkeit haben und bereit sind Rassegeflügel zu impfen. Diese Liste soll kontinuierlich weiterentwickelt werden und ist nach den  Postleitzahlen geordnet.

 

Bitte nehmen Sie rechtzeitig mit den Tierärzten Kontakt auf, um Termine zu vereinbaren. Die Küken können auch deutlich älter als 24 Stunden sein, allerdings müssen sie während dieser Zeit absolut separat gehalten werden und dürfen nicht mit Alttieren oder Federstaub in Berührung kommen.

 

Dr. Michael Götz

Tierschutzbeauftragter BDRG


Impfangebot gegen die Marek`sche Krankheit:




Tierarzt Telefon Homepage Bemerkungen
Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Tel.: 06033 / 71707 http://www.matthias-goerlach.de/index.php Termine siehe Internetseite
Dr. Matthias Görlach


Ulrike Görlach-Dreut


Praktische Tierärzte


Alte Hauptstraße 35


35510 Butzbach/Griedel


Tierärztliche Tel. 05462-449 http://www.labor-arnold.de/index.php/home-gefluegel-und-schweinepraxis.html Termine nur nach vorheriger Absprache!
Gemeinschaftspraxis und Veterinärlabor oder
Bitte mit Vereinskollegen synchronisieren!
Dres. Arnold Tel. 05462-440
Mo. Di. und Do. Fr.
Tiefer Weg 39


49577 Ankum






Tierärztliche Tel. 05462-449 http://www.labor-arnold.de/index.php/home-gefluegelpraxis-barth.html Termine nur nach vorheriger Absprache!
Gemeinschaftspraxis und Veterinärlabor oder
Bitte mit Vereinskollegen synchronisieren!
Dres. Arnold Tel. 05462-440

Gewerbegebiet


Am Betonwerk 1


18356 Barth






Dr. Manfred Pöppel und Dr. Andrea Pöppel 05250-9868-0
Wöchentlich an zwei verschiedenen
Fachtierarztpraxis für Gepflügel

Orten in Ostwestfalen
Drubbelstr. 2


33129 Delbrück






Dr. Heiko Bonsack 036256-22411 http://www.drbonsack-bonsack.de/index.html Jeden Sonntagmorgen
Röhrengasse 75

Auf Wunsch inkl. Paracoximpfung
99869 Wandersleben-Seebergen






Dr. Gunter Kny 03605-502150
Termine nur nach vorheriger Absprache!
Mühlhäuser Straße 3


37327 Leinefelde-Worbis






Tierarztpraxis Oberhummel Le Bries, Weise 08761/7218303
Impftermine nach tel. Anmeldung am:
Schulstraße 1

14.3.
85416 Langenbach-Oberhummel

28.3.



11.4.



25.4.




Peter Hoßfeld Tel.: 09803 / 856 http://www.tierarztpraxis-hossfeld.de/ Termine nach Absprache
Hainhof 1


91578 Leutershausen






Uni Gießen 0641/9938434 http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb10/institute_klinikum/klinikum/kvraf Termine nach Absprache
Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische Frau Dr. Franka Möller

Frankfurter Str. 91-93


35392 Gießen






Tierseuchenkasse Baden-Würtenberg 0721/9267212
Termine nach Absprache
Weißenburger Str.3 Dr. Christian Fritz

76187 Karlsruhe






Dr. Werner Braun 07127/952777
Termine nach Absprache
Haldenstraße 73


72631 Aichtal






Tierarztpraxis 035342/555
Termine nach Absprache
Bernd Krengel


Schwarzer Weg 5


04931 Neuburxdorf






Tierarztpraxis 02752/1368
9 aufeinander folgende Termine im Frühjahr
Oskar Müller


Gennernbach 5

Termine bitte telefonisch absprechen
57334 Bad Laaspe






Tierarztpraxis 034386/41371 http://www.tierarztpraxis-zschoppach.de/ Termine nach Absprache
Barbara Hoffmann


Dresdner Straße 3b


04668 Grimma- OT Zschoppach






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Impfangebot gegen die


Marek´sche Krankheit

                                                                        Newsletter 2015/01.



Aktuelles zur Verbringung von Geflügel.

Bundesziergeflügelschau und die Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche abgesagt


Hallo Wolfgang Schreiber

Der Gesetzgeber hat auf Grund der aktuellen Ausbrüche der hochpathogenen Influenza Ende des Jahres die Geflügelverbringungsbeschränkungsverordnung erlassen.

Aus diesem Grund müssen ab sofort Enten und Gänse grundsätzlich innerhalb von 7 Tagen vor dem Verbringen auf Hochpathogene Influenza H5 und H7 untersucht werden. Die Untersuchung muss mit Tupferproben, die virologisch untersucht werden, erfolgen. Dies gilt auch für die Verbringung zu Ausstellungen.

Die Verordnung hat nicht nur Folgen für den Verkauf von Enten und Gänsen, sondern auch für unsere Ausstellungen, da es in der Praxis kaum möglich ist die Proben so zu nehmen, dass ein Transport zu den Ausstellungen und ein Rücktransport möglich ist. Die Bundesziergeflügelschau und viele Landesziergeflügelschauen mussten deshalb abgesagt werden.

Der BDRG hat sich sofort nach Bekanntwerden der Verordnung an das Bundesministerium gewandt und gefordert, dass die Sentineltierhaltung wie in der Geflügelpestverordnung als Alternative zur Probenentnahme in die Verordnung aufgenommen wird. Das Bundesministerium und die Länder beraten aktuell darüber.

Die Probenentnahme muss bundesweit nicht durch einen Tierarzt erfolgen, sondern kann auch durch den Halter erfolgen. Es haben sich auch einige Länder bereit erklärt die Laborkosten zu übernehmen.

Die Stadt Berlin hat zusätzlich ein Verbot des Verbringens und der Ausstellung von Geflügel incl. Eintagsküken und Bruteiern von Geflügel zur Internationalen Grünen Woche 2015 verhängt. Der BDRG und der Landesverband der Rassegeflügelzüchter Berlin und Brandenburg haben daraufhin ihre Präsenz auf dieser Messe vollständig abgesagt.

Dieses Jahr hat für die Rassegeflügelzüchter unter schlechten Bedingungen begonnen. Wir hoffen und setzen uns dafür ein, dass es sich noch zum Besseren wendet.



Dr. Michael Götz

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG


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INFO des BDRG

 

Liebe Züchterinnen und Züchter,

 

die aktuellen Ausbrüche von hochpathogener Influenza am 20.12 in Niedersachsen, im November in Mecklenburg-Vorpommern und die Funde von zwei infizierten Wildenten haben für uns Rassegeflügelzüchter schwerwiegende Folgen. In Gebieten mit hoher Wildvogeldichte entlang der großen Flüsse und Seen wurde die Aufstallung angeordnet. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass es für Geflügel, das nicht eingestallt werden kann, die Möglichkeit von Ausnahmen geben kann. Die Entscheidung liegt jedoch bei den zuständigen lokalen Behörden.  Geflügel, das nicht eingestallt werden kann, sind nicht nur unsere Enten-, Gänse- und Putenrassen, sondern auch unsere Hühner, da meist kein geeigneter Stall für eine Aufstallung zur Verfügung steht.

 

Das Land Niedersachsen hat nach dem Ausbruch im Emsland die größeren Vogelmärkte und alle Rassegeflügelausstellungen verboten. Es sind auch reine Taubenausstellungen davon betroffen, obwohl Tauben nicht erkranken und bei der Verbreitung keine Rolle spielen. Die niedersächsischen Behörden begründen das Verbot von Taubenausstellungen damit, dass Taubenzüchter häufig auch Hühner oder Wassergeflügel halten und die Züchter (nicht die Tauben) das Virus auf einer  Taubenausstellung weiterverbreiten könnten.

 

Ich möchte Sie kurz über die „Verordnung zur Beschränkung des Verbringens bestimmten Geflügels“ informieren, die ab dem 28.12.2014 in Kraft tritt und bis zum 31.3.2015 gilt. Diese beinhaltet, dass Enten oder Gänse nur aus einem Bestand verbracht werden dürfen, wenn innerhalb eines Zeitraumes von sieben Tagen vor dem Verbringen eine virologische Untersuchung auf die hochpathogene Influenza mit negativem Ergebnis erfolgt ist. Betroffen sind unsere Zier- und Wassergeflügelzüchter. Dies ist besonders dramatisch, da beim Zier- und Wildgeflügel im Januar und Februar noch viele Schauen stattfinden sollten. Da es praktisch unmöglich ist die Untersuchungen so durchführen zu lassen, dass eine Ausstellung besucht werden kann, bedeutet diese Verordnung vom Grundsatz her ein Ausstellungsverbot für Enten und Gänse. Es wird daher dringend empfohlen, dass die Ausstellungsleitungen, welche noch die Durchführung von Schauen geplant haben, sich vorab mit den zuständigen Veterinärbehörden in Verbindung setzen. Hinzu kommt, dass in den nächsten Wochen die Zuchtstämme zusammengestellt werden. Der BDRG hat sich an das Ministerium gewandt und fordert für unsere nicht gewerblichen Erhaltungszuchten eine Ausnahmemöglichkeit von dieser virologischen Untersuchung.

 

Unser Präsident Christoph Günzel konnte einen Gesprächstermin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei Staatssekretärin Frau Dr. Flachsbarth Ende Januar vereinbaren. Wir werden diesen Termin nutzen, um auf die Folgen der aktuellen Bekämpfungsmaßnahmen der hochpathogenen Influenza für unsere Zuchten einzugehen.

 

Dr. Michel Götz

Beauftragter für Tierschutz

 


Pressemitteilung des BDRG

 

Vom 25. 11. 2014

 

Deutschlands Stallpflicht tötet


hunderttausend Tiere

 

Mit großem Entsetzen reagiert der Bundesverband der Deutschen Rassegeflügelzüchter auf die Forderung einer bundesweiten allgemeinen Aufstallpflicht durch den Bundesminister Christian Schmidt.

 

Diese Forderung ist weit überzogen. Das Einsperren des Rasse- und Ziergeflügels bedeutet in Deutschland nicht einfach „Aufstallen“, sondern für die Hälfte der gesunden Tiere die Tötung. Viele davon stehen auf der Liste der bedrohten Nutztierrassen.

 

Das Einsperren sollte nur in den Gebieten von Ausbrüchen der hochpathogenen Influenza für eine absehbare Zeit ein Instrument der Seuchenbekämpfung sein.

 

Hintergrund:

 

Für die Rassegeflügelzüchter ist eine artgerechte Freilandhaltung die einzige Haltungsform. Ställe dienen nur der Übernachtung. Fast alle Züchter können ihre Tiere in diesen Ställen nicht ganztags unterbringen und müssen deshalb einen großen Teil töten. Die verbliebenen Tiere müssen sich in für Rasse- und Ziergeflügel viel zu kleinen Ställen aufhalten. Die Erfahrungen früherer Aufstallungsgebote haben gezeigt, dass durch die reine Stallhaltung eine große Anzahl von Tieren verendet. Vor allem Groß-, Wasser- und Ziergeflügel sind davon betroffen. Vielfach töten die Halter das Geflügel, das einen Großteil seines Lebens in Freilandhaltung verbracht hat, weil es sichtbar leidet.

 

Die Schere zwischen den modernen Wirtschaftsrassen und den alten Geflügelrassen hat sich nicht nur in Hinblick auf die Lege- und Fleischleistung weit geöffnet. Sondern genau so weit auch beim Verhalten und Temperament der Tiere. Ein Zuchtziel der Wirtschaftsrassen war eine Verhaltensänderung, damit die Tiere im Stall auf engem Raum gehalten werden können. Besonders viele alte Geflügelrassen sind auf die Freilandhaltung angewiesen. Im Gegensatz zum Wirtschaftsgeflügel stehen sie in ihrem Verhalten und ihren Haltungsansprüchen den Wildformen sehr nahe.

 

Dr. Michael Götz

Beauftragter für Tier- und Artenschutz  

 

 

Was bringt uns das

 

Verbandsklagerecht für

 

Tierschutzvereine?

 

Nach Bremen und dem Saarland führen weitere Bundesländer, wie NRW und Rheinland-Pfalz ein Verbandsklagerecht für Tierschutz-vereine ein. Nach der Verankerung des Tierschutzes im Grundge-setz 2002 soll es den Tierschutzverbänden das Recht geben Behör-denentscheidungen noch einmal zu überprüfen und gegebenenfalls gerichtlich stoppen zu lassen.

 

Darüber hinaus geben die entsprechenden Bundesländer den Tier-schutzverbänden die Möglichkeit der Mitwirkung bei Gesetzen, die den Tierschutz betreffen und beim Vollzug von Tierschutzbestimmungen.

 

Befürchtungen sind, dass es bei möglichen Klagen gegen beantragte Genehmigungen und Erlaubnisse zu beträchtlichen Verzögerungen kommen kann. Auch die Frage eines gesicherten Schutzes personen- und betriebsbezogener Daten landwirtschaftlicher Betriebe wird aufgeworfen. Da jetzt schon eine Vielzahl an rechtlichen Regelungen auch ohne Verbandsklagerecht  die Einhaltung tierschutzgerechter Standards garantiert, sieht zum Beispiel die Bundesregierung keinen Bedarf einer bundesweiten Einführung.

 

Welche Auswirkungen das Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine für die Rassegeflügelzüchter hat, lässt sich schwer vorhersagen. Zum einen bietet es, falls wir es schaffen auch als Tierschutzverein anerkannt zu werden, eine Möglichkeit der Mitwirkung bei Gesetzen, die den Tierschutz berühren. Daher haben der Landesverband und der Bund der Deutschen Rassegeflügelzüchter vor kurzem in Rheinland-Pfalz den Antrag auf Anerkennung gestellt.  Auf der anderen Seite kann es aber auch Nachteile mit sich bringen. So könnten Genehmigungen für Rassegeflügelausstellungen durch radikale Tierschutzgruppen verzögert werden. Interessant ist aber, dass es seit der Einführung in Bremen vor sieben Jahren keine einzige Klage gegeben hat. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass eine Klage, wenn sie verloren geht, viel Geld kostet. Es kann aber in den großen Flächenländern anders sein, besonders vor dem Hintergrund, dass z.B. NRW die klagenden Tierschutzvereine finanziell unterstützen will.

 

Dr. Michael Götz

Tierschutzbeauftragter im BDRG

 

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Vorschau:

          Rotgeherzte Brünner (3)

 

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

10.07. Kinderspaß

06.07. Bild Juli

03.07. Brünner Kröpfer aktuell

29.06. Wasser

24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

13.06. Lietzows Nonnengänse

09.06. Jugendzeltlager

09.06. Hühnerauslauf (4)

05.06. Hühnerauslauf (3)

01.06. Bild Monat Junni

29.05. Hühnerauslauf (2)

25.05. Hühnerauslauf (1)

20.05. Jakob Relovsky

15.05. Manfred Loick - Viren (3)

11.05. Manfred Loick - Viren (2)

08.05. Manfred Loick - Viren (1)

04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

06.04. Bild Monat April

04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März