Wildgeflügel

 

 

Schön und bunt,

und zum Teil Vorfahren unseres Hausgeflügels

 

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Als einleitendes Bild unter dieser Rubrik sehen wir einen wunderschönen Stockenten-Erpel im Prachtgefieder, die weiblichen Stockenten sind wesentlich unscheinbarer in ihrer graubraunen Wild- und Tarnfarbe. Von der Stockente (Anas platyrhynchos) stammt der Großteil unserer 23 Entenrassen ab, nur die als Hausente sehr beliebte Warzenente stammt von der Moschusente ab. Wilde Stockenten sind heute kaum noch artenrein anzutreffen, weil sie sich als Kulturfolger meist mit verwilderten Hausenten vermischt haben. Auch andere Stammformen unseres Hausgeflügels sind stark zurückgegangen, weil der Mensch ihren Lebensraum stark eingeschränkt hat. Grund genug, über die Stammformen unserer Hausgeflügel-Arten zu berichten:

 

Wild- und Hausgeflügel

 

Bankivahuhn (Gallus gallus), Stammform der über 100 Hühnerrassen und der fast 100 Zwerghuhnrassen, die allein in Deutschland anerkannt sind. Aquarell von Kurt Zander

Jedes Haustier hat Wildtiere als Ahnen. Unsere Hühner und auch Zwerghuhnrassen haben als wilde Stammform das Bankivahuhn, die Entenrassen gehen mit einer Ausnahme auf die Stockente zurück, die Graugans (Anser anser) ist die Ausgangsform für unsere 17 Gänserassen, und die bei uns bekannten 300 Haustaubenrassen gehen ausschließlich auf die Stammart Felsentaube zurück, obwohl es hunderte von Wildtaubenarten gibt. Nur manche Arten eignen sich zur Domestikation. Nicht aus jedem Wildtier kann ein Haustier entwickelt werden. 

Felsentaube (Columba livia), die Stammform aller Haustauben; den über 300 Arten in Deutschland stehen 900 Taubenrassen in ganz Europa gegenüber.Foto: Manfred Danegger

Unsere Puten (Stammform Truthühner) und Perlhühner haben sich hingegen nur unwesentlich gegenüber der Wildform verändert, am augenscheinlichsten sind farbliche Unterschiede zur Wildfarbe. Während die Urhühner aus Asien stammen, kommen Puten aus Amerika und Perlhühner aus Afrika. Puten und Perlhühner sind zwar recht großes, aber typisches Hausgeflügel, das sich auf großen Höfen zu Hause fühlt.

 

 

Truthühner, gemalt von C. S. Th. van Gink (mehr über den Maler unter "Rund ums Hausgeflügel/Geflügel und Kunst/Teil 2, Maler die nicht mehr unter uns sind").

Große Höfe, große Ausläufe haben heute Seltenheitswert, aber viele Familien mit einem nur kleinen Garten würden ebenfalls einigen gefiederten Hühnervögeln ein Zuhause geben, hier bieten sich bisher insbesondere Zwerghühner an. Aber Zwerghühner sind sehr vital, viel munterer als große Hühner, und ein aktiver Hahn kann der Nachbarschaft schon den Schlaf rauben. Deshalb gelangt ein ganz kleines Hühnchen in den Fokus der Rassegeflügelzucht und der Liebhaber – die Wachtel. Der Wachtelhahn gibt den so genannten Wachtelschlag von sich, aber der ist wesentlich unauffälliger als ein Krähruf. So unauffällig wie die Laute ist oft auch die äußere Erscheinung, aber nur auf den ersten Blick. Wachteln haben interessante Feinheiten zu bieten. Bisher werden Wachteln im BDRG nur als Wildform betreut. Von der Chinesischen Zwergwachtel bis zur Straußwachtel kennen wir etwa 20 verschiedene Arten in ihrer Wildform. Sie kommen im Gegensatz zu den anderen Wildformen der Hühnervögel auf der ganzen Welt vor. Das verdanken sie wie die Tauben ihrem Flugvermögen, auch die Felsentaube hat von Afrika bis Europa ein sehr großes Verbreitungsgebiet.

 

 

Europäische und japanische Wachteln im Vergleich. Zeichnungen aus "The Ouails, Partridges and Francolins of the world" von Johnsgard, 1988

Bei den Wachteln ist die Japanwachtel auch als domestizierte Form bekannt. Zuerst wurde sie nur als Mastwachtel gehalten, seit etwa 100 Jahren wurde auch nach Legeleistung ausgelesen. Diese Japanischen Legewachteln haben nun auch den Rassestatus zuerkannt bekommen und wurden somit als Ausstellungsgeflügel zugelassen. So etwas geht ganz formell zu:

 

Der Zucht- und Anerkennungsausschuss des BDRG, Sparte Geflügel (BZA), hat in seiner Sitzung am 18.12.2015 in Dortmund Japanische Legewachteln in wildfarbig und gelb-wildfarbig als Rassegeflügel anerkannt.“ In der „Warteschleife“ befinden sich weitere, bereits allgemein verbreitete Farbenschläge wie Braun- und Silber-Wildfarbig oder Perlfee.

 

Manfred Loick

 

 

Vorschau: Große Gartenfreude mit kleinen Wachteln

 

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02.09. Bild September

28.08. Leidenschaft (3)

23.08. Lebensmittelskandal

20.08. Zeltlager Essenbach

13.08. Leidenschaft (2)

09.08. Bild August

05.08. Leidenschaft rotgeherzte Brünner (1)  

26.07. Rotgeherzte Brünner (2)

22.07. Rotgeherzte Brünner (1)

13.07. Dick Hamers Federvieh

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03.07. Brünner Kröpfer aktuell

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24.06. Dick Hamers Federvieh

20.06. Dick Hamers Federvieh

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09.06. Hühnerauslauf (4)

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20.05. Jakob Relovsky

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11.05. Manfred Loick - Viren (2)

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04.05. Bild Monat Mai

30.04. Schlachten gehört dazu 

27.04. Krähen, ein Problem?

22.04. Lietzow - Kleiber

09.04. Alternative Fakten

           (Teil II)

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04.04. Alternative Fakten (Teil I)

25.03. Safran - ein Farbgen aus Indien (Teil V)

19.03. H5N8 Vogelkundler 

18.03. Wir sind nicht allein

15.03. Neu im Sprecherteam

          Udo Ahrens

14.03. Prof. B. Grzimek (Teil II)

12.03. Prof. B. Grzimek (Teil I)

09.03. Safran - ein Farbgen aus
           Indien (Teil IV)

06.03. BDRG informiert

04.03. Bild März