Tauben 2

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Damascener

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Manfred Loick

 

Teil 1

 

 

Syrien – Herkunftsland für ein lebendiges Kulturerbe der Rassetaubenzucht

 

 

 

Damascener von Max Holdenried
Damascener von Max Holdenried

Die Geschichte des Landes Syrien ist alt und lang. Sie beginnt bereits in der Wiege der menschlichen Zivilisation – vor gut zwölftausend Jahren. Der Nordosten Syriens bildete die nördliche Grenze des alten Mesopotamien. Die großen Kulturen der frühen Menschheit wirken in diese Region hinein: Akkader, Hethiter, Assyrer, Ägypter. Damaskus gilt als weltweit älteste Hauptstadt und als eine der ältesten durchgängig besiedelten Orte. Die Ursprünge der Stadt liegen irgendwo zwischen den Jahren 10 000 und 8 000 vor Christus. [Zum Vergleich: Als Gründungsjahr Berlins wird allgemein 1237 n. Chr. angesehen. Früheste Zeugnisse menschlicher Siedlungen im Berliner Raum stammen aus der Zeit  1200 bis 800 v. Chr.]

 

 

Später kamen die Perser nach Syrien, dann die Griechen, schließlich auch die Römer – praktisch alle früheren Hochkulturen der ‚Alten Welt‘. Alexander der Große überquerte hier den Euphrat auf seinem Eroberungs­feldzug nach Indien. Mit der Verschmelzung des griechischen und des orientalischen Kulturguts leitete er die „hellenische Epoche“ ein, die für die folgenden 300 Jahre bis etwa Christi Geburt die alte Welt prägte. 

 

Damascener in "Die Welt der Tauben" von Edmund Zurth, 3. Auflage 1969
Damascener in "Die Welt der Tauben" von Edmund Zurth, 3. Auflage 1969

Als älteste Taubenrasse gilt heute der Damascener. Eine eisfarbige Taube – aus dem Orient – hat Freunde in der ganzen Welt gefunden. Ihre Herkunft wird heute nicht direkt in und um Damaskus vermutet, sondern weiter südlich im heutigen Jemen, Jordanien und Palästina. Alte Quellen bleiben mysteriös, das Geheimnis um das Dasein dieser besonderen Taube ist noch immer nicht gelüftet. Unser bisheriges Wissen ist aber absolut ausreichend, weitere Forschungen würden auch nur dem Reich der Vermutungen oder den Erzählungen Sindbads zuzuordnen sein. Denn alle Änderungen der Hochkulturen, die oben beschrieben sind, wurden blutig geführt und bedeuteten den Verlust großer Schätze und kosteten vielen Menschen das Leben. Syrien ist bis heute trauriger Kriegsschauplatz geblieben. Bleiben wir stattdessen bei der Taubenzucht. Die Gegend an Euphrat und Tigris ist der bedeutendste Ausgangspunkt des Taubenrassenkults. Deshalb ist der Aussage von Edmund Zurth zur Herkunft der Rasse, der Damascener ging aus dem persisch-syrischen Kulturkreis hervor, nichts hinzuzufügen.

 

 

Erstmals erwähnt wird die Rasse als Mawmet oder auch Mahomet im Jahre 1676 von Francis Willughby (1635 – 1672) in seiner „Ornitho­logia“, die erst nach seinem frühen Tod heraus­gegeben wurde. Über das Aussehen der Taube wurde von späteren Autoren spekuliert. Sie kamen aus der Türkei und wurden durch ihre großen Augen, ähnlich denen der Indianer, charakterisiert, weitere Hinweise gibt es nicht. Dr. Axel Sell hat 2009 in seinem Buch „Taubenrassen“ historische Informationen zum Damascener zusammengetragen. 

 

wird fortgesetzt

 

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21.07. Damascener (1)

03.07. Bild Juli

24.06. Maler August Schoener

05.06. Taubenvergleich, Ende

30.05. Taubenvergleich (3)

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05.05. Soziales Engagement

01.05. Bild Mai

30.04. Bunte Hühner

21.04. Neues Editorial

19.04. Maler J. W. Ludlow

17.04. Gelbe "Franzosen" (3)

13.04. Gelbe "Franzosen" (2)

12.04. Bild April

10.04. Gelbe "Franzosen" (1)

02.04. Bild April

20.03. Osterwünsche

10.03. Maler Chr. Förster

06.03. Bild März