Hühner

 

Vor allem als Zweinutzungshuhn und

 

Lieferant von Frühstückseiern wieder im Kommen

 

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Unsere Vorwerkhühner

 

„Vorwerk“ – ist ein lustiger Name – meine Recherchen brachten mich zu Oskar Vorwerk, der diese Rasse 1912 in Hannover vorgestellt hat. Das Vorwerkhuhn hat einen kräftigen Körperbau in gedrungener, abgerundeter Landhuhnform. Die Läufe sind schieferblau und nicht zu kräftig. Die Rasse hat keine besonderen Haltungsanforderungen und zeichnet sich durch ein ruhiges und zutrauliches Wesen aus. Das Gewicht dieser mittelschweren Hühnerrasse bewegt sich zwischen 2,5 und 3 Kilogramm für den Hahn und 2- 2,5 Kilogramm für die Henne, bei  einer Legeleistung von ca. 150 Eiern im Jahr. 

 

Gut belesen machte ich mich dann auf die Suche. Unsere Vorstellung waren ein Hahn und fünf Hennen, und über eine Kleinanzeige fanden wir einen Züchter in Thüringen, der sie uns abgeben wollte. Im Frühjahr besorgten wir uns erst mal ein geeignetes, ansprechendes Hühnerhaus und einen 1,20 Meter hohen Lattenzaun dazu. Ich versuchte noch viel Information zu bekommen, von unseren bäuerlichen Nachbarn kam da wenig: „Hühner brauchen nicht viel; einen Stall, Futter, Wasser“. Hm … welchen Stall, welche Sitzstangen, welche Legenester, welche Einstreu, welches Futter, wie viel Auslauf etc. ets. … Ein guter Freund holte uns dann unsere Schützlinge in Thüringen ab und so zogen im Sommer 2014 sechs hübsche, ca. acht Wochen alte Hühnchen bei uns ein.

 

 

Der Hahn wurde nach dem Transporteur „Peter“ getauft, später stellte sich heraus, dass wir noch einen zweiten Hahn an Bord hatten. Beide Brüder haben sich sehr gut verstanden, und als wir ihr Krähen das erste Mal hörten, war das wirklich sehr, sehr schön. Doch das Krähen schaukelte sich über die Monate derart auf, dass wir den „Rocky“ gegen eine Henne eintauschten. Nun, die Hühner wurden erwachsen und siehe da: Ein Ei – was für eine Aufregung! Eine neue Dame kam dazu und wurde integriert, was gar nicht so einfach war. Die Hühner dürfen inzwischen den ganzen, 1500 m² großen Garten bevölkern und es ist schön, wenn wir auf der Terrasse sitzen und hautnah unsere Bande beobachten. 

Unser Resümee für das erste Jahr unseres Lebens mit den Hühnern:

 

 

Wenn man von kleineren und größeren „Buddelarbeiten“ an unseren Böschungen absieht (schließlich brauchen sie genau dort ihre Sandbadkuhlen!) und davon, dass sie alles was in und unter Hecken liegt, auf die Rasenfläche scharren, sind sie eine echte Bereicherung! Wir genießen es, sie zu beobachten, freuen uns über jedes einzelne Ei und nehmen in Kauf, dass mit dem morgendlichen Hahnenschrei die Nacht zu Ende ist. Sollte sich eines Tages auf natürlichem Wege Nachwuchs einstellen, wären wir sicher hocherfreut!!! Aber erzwingen wollen wir es nicht! Und wenn wir eines Tages junges Blut für die Gruppe suchen, freuen sich sicher eingefleischte Züchter, ihre nicht zuchtgeeigneten Tiere abgeben zu können.

 

 

Wir können die Hühnerhaltung im Allgemeinen und diese Rasse im Besondern nur wärmstens empfehlen!!!

 

Hanne Wirtz

 

 

 

Weitere Information:

 

SV zur Zucht und Erhaltung der Vorwerk- & Zwergvorwerkhühner

1.    

          Vorsitzender Christian Thomas

Tel.:  036333 60142

 

Ch.thomas@sv-vorwerk.de

                  www.sv-vorwerk.de

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