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Arbeitsgemeinschaft

 

Tierschutz - RASSEGEFLÜGEL 

 

    Eine Bewegung, gegründet im Juli 2012 zur kritischen

   Begleitung der Tierschutznovelle 2012/2013.

        

    Aufgabe: Verbesserung des Ansehens unseres Hausgeflügels in der Öffentlichkeit durch Darstellung einer art- und naturgemäßen Zucht und Haltung.

 

    Ziel: Förderung des Erhaltungsgedankens der Vielfalt unserer seit Generationen gepflegten Hausgeflügelrassen.

 

    Zusammenarbeit mit dem BDRG, den Verbänden, Einrichtungen, Fachzeitungen und Magazinen.

 

   

    Das Editorial finden Sie auf dieser Seite weiter unten!

 

 

 

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Wir haben seit 11. Mai 2016

 

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 Das Bild des Monats Juli

Taubenbegeisterung pur

Foto: Dick Hamer

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Wenn die Finken schlagen....

Das war einmal!

 

Gefühlt dominieren heute Elstern und Krähen die heimische Vogelwelt.

 

Bilder bitte anklicken!

                             Haben Singvögel zum Fressen gern! Elster, Rabenkrähe und Sperber.

 

In der Überschrift steht eine Zeile aus dem stimmungsvollen Frühlingslied „Wenn der Frühling kommt, von den Bergen schaut…“. Es wird heutzutage selten gesungen. Es ist auch nicht mehr ganz zeitgemäß, denn es ist wie ich, schon etwas in die Jahre gekommen. An meinem großen Garten vorbei fließt die Rems, ein ausgedehnter Flusslauf mit vielen großen Bäumen und Sträuchern. Dort war immer der Schlag der Finken zu hören, der die Ankunft des Frühlings zuallererst stimmungsvoll hörbar machte. Aber auch andere Singvögel kündigten mit ihren morgendlichen Konzerten den Frühling an. 

 

                       Amsel                                        Bachstelze                                     Birkenzeisig

          

Diese eindrucksvollen Sänger müssen sich wohl in andere Gefilde zurückziehen. Sie sind vor den allgegenwärtigen Nesträubern geflohen. Deshalb fehlen im Konzert der Singvögel inzwischen viele Stimmen. Dem Chor der Singvögel geht es wie uns Tauben- oder Kleintierzüchtern, es fehlt der Nachwuchs.

 

                                              Rabenkrähen, intelligent und gut organisiert. 

 

Dafür meldet sich umso lauter und durchdringender ein Vogelchor in einer für jeden Bühnenauftritt geeigneten, noblen Kleidung, schwarzer Frack und weiße Hemdenbrust. Diese Eleganz steht allerdings im krassen Gegensatz zu den Gesangskünsten. Es ist kein Gesang, was die stolzen Elstern von sich geben, nein ein Schreien und Krächzen, sobald sie den Schnabel aufmachen, das durch Mark und Bein geht. Völlig zu Unrecht rechnet man sie zu den Singvögeln. Vor einigen Jahren noch besuchte das eine oder andere Pärchen dieser Rabenvögel meinen Garten und die Umgebung. Nun ist es inzwischen ein regelrechter großer Schwarm von bis zu zwanzig Elstern, die mich und meine Singvögel heimsuchen. 

                    Blaumeise                                        Buchfink                                      Buntspecht

 

Vor allem die sogenannten Nestbrüter, also auch die schon erwähnten Finken haben keine Chance Eier und Jungvögel vor den räubernden Elstern zu verstecken. Hilflos musste ich im Garten die Raubzüge mit ansehen. Da ich ja unbewaffnet bin, hilft nur lautes Händeklatschen, das die Elstern im Davonfliegen mit krächzendem Gelächter quittieren, um zurückzukommen, sobald ich nicht mehr zu sehen bin.

 

                    Grasmücke                                    Erlenzeisig                                       Feldlerche

 

Viele unserer Singvögel, die ihre Jungen im offenen Nest aufgezogen haben, sind inzwischen geflohen. Nur ein Amselpaar hat letztes Jahr durchgehalten. Immer wieder bauten sie im vermeintlich guten Versteck ihr Nest. Aber auch sie wurden ausgeraubt, beim zweiten Mal wurden sogar die Jungvögel aufgefressen. Traurig saß dann Frau Amsel im Garten. Mir wurde klar, dass nur ein Platz direkt am Haus die Rettung sein könnte, und so versuchte ich mich in diesem Sinne mit Frau Amsel zu verständigen.

 

                    Feldsperling                              Gartenrotschwanz                                  Gimpel

 

Obwohl meine Frau meinte „du bist aber nicht der Heilige Franz, der mit den Vögeln redete, sondern nur der einfache Ludwig“, blieb ich hartnäckig beim Angebot eines sicheren Asyls, obwohl es schon spätes Frühjahr war. Und siehe da, auf dem Brett unseres Esszimmers, geschützt vom Dachvorsprung, bauten die Amseln ihr neues Nest und oh Wunder, bald lagen zwei Amselkinder im Nest und sind dort flügge geworden. Ihr hättet hören sollen, wie der Vater siegestrunken seine Reviersignale vom Dachfirst schmetterte.

 

                                Feldsperlinge und Amseln bei der winterlichen Streufütterung

 

Den ganzen Winter blieben die Amseln ums Haus, ließen sich füttern und, ob ihr es glaubt oder nicht, jetzt im April steht ihr neues Nest wieder am selben Fensterplatz. Wenn wir am Esstisch sitzen, tauschen wir vertraute Blicke mit Frau Amsel, die uns als Nachbarn akzeptiert hat. Um meiner Frau den Vergleich mit dem Heiligen Franziskus heimzuzahlen, habe ich ihr dessen überliefertes Zitat vorgehalten. „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen“. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat die gleichen Rechte auf unseren Schutz.

 

                      Girlitz                                          Grünfink                                          Grünspecht

 

Dazu stellt sich nun die Frage, ob im Fall der überhandnehmenden Elstern und auch der Krähen der Mensch das Seine im Sinne des Heiligen Franz beitragen kann und soll. Es heißt ja immer, am Rückgang der Artenvielfalt sei der Mensch schuldig. Genannt werden dann meist der Verlust an freier Landschaft, der Straßenbau, die Ausdehnung der Wohn- und Gewerbegebiete und die moderne Landwirtschaft. Im Falle unseres idyllischen Remstals, können alle diese Faktoren für die mangelhafte Population der Nestbrüter unter den Singvögeln nicht verantwortlich gemacht werden. Ganz offensichtlich sind es die Fressfeinde und mutwilligen Nesträuber, bei mir vor allem die Unzahl der Elstern, denen Eier und Jungvögel zum Opfer fallen.

 

                   Haussperling                                      Kleiber                                         Kohlmeise

 

So wie ich, bzw. meine Singvögel unter den Elstern leiden, geht es anderen mit Krähen. Auch sie werden gefühlt immer mehr und sie werden auch immer aggressiver. Frech dringen sie mancherorts in Taubenställe ein, holen Eier und kleine Junge raus, selbst gerade abgeflogene Jungtauben töten sie mit kräftigen Schnabelhieben. Rabenvögel sind sehr kluge Tiere. Konrad Lorenz hat ihre Klans gründlich erforscht und ihr großes Kommunikationsvermögen beschrieben. Bei ihnen spricht sich schnell herum, wo was zu holen ist.

 

                       Kukuk                                          Nachtigall                                   Rauchschwalbe

 

Aber liegen die Ursachen dieser offensichtlichen Probleme nicht tiefer? Unsere Singvögel leben in erster Linie von Insekten. In den letzten zwanzig Jahren sind 75 Prozent unserer Insekten verschwunden.  Mit ihnen verschwinden zwangsläufig die auf Insektennahrung angewiesenen Singvögel. Elstern, Krähen, aber  auch Sperber und Falken leben neben von Mäusen und sonstigem Kleingetier vor allem auch von Vögeln. Schwindet die Futtergrundlage der Raben- und Greifvögel rücken sie uns und unseren Gartenvögeln immer mehr auf die Pelle.  

 

                                                                       Mehlschwalben

 

Schuldig an der Misere ist also auch hier der Mensch. Die Nahrungskette Raben- und Greifvögel, Singvögel und Kleintiere und am Anfang die Insekten sind über Jahrtausende aufeinander abgestimmt entstanden. Wenn wir es fertig bringen in zwanzig Jahren drei Viertel aller Insekten zu vernichten, vernichten wir eben auch die Tiere, die auf Insektennahrung angewiesen sind. Und wir dürfen uns nicht wundern, dass die klugen Rabenvögel zunehmend unsere Gartenvögel bedrängen und wir Taubenzüchter uns nicht mehr trauen, unsere Lieblinge fliegen zu lassen, weil der Druck durch Raubvögel immer größer wird.

 

                   Rotkehlchen                                    Singdrossel                                          Star

 

Wie also können wir unseren bedrohten Singvögeln im Sinne des Heiligen Franziskus beizustehen? Da wird es heikel, Greifvögel sind geschützt, Elstern und Krähen nicht mehr ganzjährig. Auf die Jägerschaft brauchen wir nicht zu hoffen, die haben genug zu tun, Wildschweine und Bäume verbeißendes Rehwild in Schach zu halten. Sie möchten sich bestimmt auch nicht mit extremen Vogelschützern anlegen. Um den zunehmenden Druck der Rabenvögel etwas zurückzudrängen, müsste man vielleicht externe Futterplätze anlegen und das Futter mit Präparaten anreichern, welche die Nachzucht etwas verringern.

 

                                                  Flugshow der Stare im Spätsommer

 

Aber damit bekämpfen wir nur die Folgen unseres Handelns, nicht die Ursachen. Wollen wir wirklich unsere Blüten zunehmend künstlich bestäuben, weil Bienen und Schmetterlinge fehlen? Soll so die Zukunft unserer Enkel aussehen? Sollten wir nicht endlich auf alles verzichten, was Insekten tötet? Müssen wir die halbe Welt ernähren und dafür immer mehr aus unseren geschundenen Böden herausquetschen? Wir brauchen keine tot gespritzten Felder, sondern eine blühende Landschaft, wenn wir überleben wollen. Es ist nicht fünf vor, sondern viertel nach zwölf! Aber man kann ja eine Uhr auch zurückstellen, aber man muss es tun. Unsere Politiker müssen wir nicht an ihren Reden und Sprüchen messen, sondern an ihrem Handeln. Und zwar jetzt!   

 

                   Stieglitz                                           Zaunkönig                             Fichtenkreuzschnbabel

 

Oh, Heiliger Franziskus hilf!

 

 

Was aber können wir für unsere Singvögel tun? Wir Geflügelfreunde sind doch auch Naturschützer. Hier ist Kreativität gefragt. Unsere Singvögel brauchen sichere Nisthilfen. Nicht nur in unseren Gärten, auch draußen in der Natur. Eine lohnende Aufgabe für unsere Geflügelzuchtvereine, vor allem für die Jugendgruppen. Und wenn die Insekten zunehmend als Nahrung ausfallen müssen wir zufüttern, vor allem im Frühling, aber auch im übrigen Jahr. Dabei sind besonders für die Aufzucht Proteine nötig.

 

  Vogelkinder brauchen jede Menge Insekten. Vernichten wir die Insekten, braucht die Natur keine Singvögel!

 

Es ist bereits der zweite stumme Frühling, den ich dieses Jahr erlebe. Und so geht es vielen von uns. Es fehlt am Morgen einfach etwas. Auch im Winter werden die Futterhäuschen immer weniger besucht. Es fehlen halt die Jungvögel.

 

Wir Naturliebhaber müssen lernen zu kämpfen. Dafür haben wir vor ein paar Jahren die ARGE Tierschutz-Rassegeflügel ins Leben gerufen. Gerade vor Wahlen sollten wir die Umweltpolitik unserer Parteien abfragen. Und zwar die Ergebnisse nicht die Vorhaben! Und wir können alle auch selber was tun, in unseren Gärten und auf unseren Balkonen. Also packen wir es an, das Gezwitscher unserer kleinen gefiederten Freunde muss uns da wert sein.

 

Ludwig Putz und Wolfgang Schreiber

Alle Fotos: Lietzow Naturfotografie

 

Spatzenvergleich: Die beiden links sind Feldsperlinge, die beiden auf der rechten Hälfte sind Haussperlinge

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03.07. Bild Juli

24.06. Maler August Schoener

05.06. Taubenvergleich, Ende

30.05. Taubenvergleich (3)

21.05. Taubenvergleich (2)

12.05. Taubenvergleich (1)

08.05. Über den Tellerrand ...

05.05. Soziales Engagement

01.05. Bild Mai

30.04. Bunte Hühner

21.04. Neues Editorial

19.04. Maler J. W. Ludlow

17.04. Gelbe "Franzosen" (3)

13.04. Gelbe "Franzosen" (2)

12.04. Bild April

10.04. Gelbe "Franzosen" (1)

02.04. Bild April

20.03. Osterwünsche

10.03. Maler Chr. Förster

06.03. Bild März