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Arbeitsgemeinschaft

 

Tierschutz - RASSEGEFLÜGEL 

 

    Eine Bewegung, gegründet im Juli 2012 zur kritischen

   Begleitung der Tierschutznovelle 2012/2013.

        

    Aufgabe: Verbesserung des Ansehens unseres Hausgeflügels in der Öffentlichkeit durch Darstellung einer art- und naturgemäßen Zucht und Haltung.

 

    Ziel: Förderung des Erhaltungsgedankens der Vielfalt unserer seit Generationen gepflegten Hausgeflügelrassen.

 

    Zusammenarbeit mit dem BDRG, den Verbänden, Einrichtungen, Fachzeitungen und Magazinen.

 

   

    Das Editorial finden Sie auf dieser Seite weiter unten!

 

 

 

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 Das Bild des Monats November

... und da bin i dahoam

Foto: Ivan Valach

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Nachdenken über die Natur

 

aus „Lust und Plage der alten Bauernarbeit“

 

 

von Ludwig Wiethaler (1983), Gymnasiallehrer und Bürgermeister

in Mirskofen bei Landshut 

 

 

 

 

 

 

 

„Professor“ Ludwig Wiethaler (1925 – 1983) ist auf einem Bauernhof im Niederbayerischen Essenbach geboren. Nach Abitur und Kriegsdienst unterrichtete er am Hans Carossa Gymnasium in Landshut, an dem auch der spätere Bundespräsident Roman Herzog die Schulbank drückte, und war danach eine Amtsperiode  Bürgermeister in Mirskofen, wo er auch seinen Lebensabend verbrachte. 

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Man könnte sagen, die Natur spielte dem Menschen damals manchen Streich. Aber so wurde die Natur nicht gesehen; niemand von den Bauern sprach zum Beispiel von den Launen des Wetters; denn die Natur war etwas unendlich Großes und Mächtiges und in der Natur sah man überall das göttliche Walten.

 

Und entsprechend war der Mensch – und die  Natur konnte zu ihm sein wie eine helfende Mutter, die ihm die erwartete und erbetene Fruchtbarkeit auf dem Felde und im Stall gibt. Sie konnte aber auch wie ein Racheengel über die Felder brausen und mit Hagelschlägen alles vernichten. Sie konnte als alles versengende Sonne am unerbittlichen Himmel brennen und alles ausdörren lassen, sie konnte aber auch als milder Regen die soeben abgeheute Wiese neu befruchten.

 

Ist das heute nicht mehr so?

 

Ja und nein. Die Sonne ist die gleiche, auch das Wetter ist im Allgemeinen gleich geblieben, aber die Abhängigkeit des Menschen ist eine andere geworden. Keine lange Ernte mehr, in deren Zeitspanne von drei bis vier Wochen doch immer wieder eine Regenperiode fiel; heute kann man das Getreide auf dem Halm stehen lassen, bis wirklich schöne Tage kommen, denn man braucht derer nicht viele; in wenigen Tagen ist alles weg gedroschen. Auch die Arbeit geschieht nicht mehr ohne den Schutz der Maschine; in der Kabine eines schweren Traktors muss man Wind und Wetter nicht mehr selbst ertragen.

 

Ja, richtig gesehen, hat sich das Verhältnis immer mehr gewandelt und ins Gegenteil gekehrt. Es ist nicht mehr der Mensch, der ängstlich und folgsam unter den Geboten der Natur steht; heute zwingt der Mensch der Natur seine Vorstellungen und Befehle auf. Hatte der Mensch im Ringen mit der Natur nur die Kraft seiner Hände, in dem er zum Beispiel das Unkraut jätete und immer wieder hackte, wovon alle Mythologien und besonders auch die Bibel eifrig berichten, so schlägt der Mensch heute mit der chemischen Keule erfolgreich gegen jegliches Unkraut. Es muss ihn nicht mehr bekümmern, wenn im Frühjahr mit der Saat die Disteln aufschießen, deren Hunderttausende dazumal mit dem Distelstecher einzeln auszustechen waren, wobei nicht einmal verhindert werden konnte, dass sie wieder nach wuchsen.

 

Nein, die blaugrün aufschießenden Disteln und der rot aufblühende Mohn haben keine Chance mehr, sie werden in einer einzigen Spritzung vernichtet. – Oder ist es nicht ein großer Sieg über die Natur, wenn man mit einer sogenannten „Kurzspritzung“ dem aufwachsenden Getreide befiehlt, das Wachstum in der Höhe einzustellen, damit Ähre und Halm kräftiger werden können?

 

Und aus all diesen Gründen hat der Mensch allgemein, aber besonders der Bauer, ein anderes Verhältnis zur Natur, kein religiöses mehr, beide sind auseinander gerückt, Mensch und Natur. Und deshalb hat auch ein von beiden Seiten geführter, mitleidloser Kampf begonnen, von dessen Ausgang wir nichts wissen; aber am Ende könnte doch wieder wie am Anfang die Natur vor dem Menschen stehen als das unendlich Große, jedoch mit gewandeltem Antlitz, aus dem jeder Zug von Güte und Schönheit verschwunden ist.     

 

 

Als dieser Aufsatz vor 35 Jahren geschrieben wurde, wusste Ludwig Wiethaler noch nicht, dass noch viel schwerere Maschinen den Boden in Wald und Feld immer mehr verdichten würden, dass die chemischen Keulen noch viel intensiver angewendet würden, immer mehr Flächen versiegelt und Felder mit Gülle überdüngt würden. Und doch erleben wir heute, wie sich sein letzter Satz immer mehr erfüllt. Immer öfter zeigt uns die Natur ihre hässliche Fratze. Dürre auf der einen und schwerste Unwetter auf der anderen Seite bringen Leid und Schrecken über die Menschen. Und obwohl wir das Jahr für Jahr deutlicher erleben, geht noch immer Profit vor Umwelt. Und die Politiker, aber auch wir alle schauen machtlos zu.                                                                                                    W. Schr.

   

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