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Arbeitsgemeinschaft

 

Tierschutz - RASSEGEFLÜGEL 

 

    Eine Bewegung, gegründet im Juli 2012 zur kritischen

   Begleitung der Tierschutznovelle 2012/2013.

        

    Aufgabe: Verbesserung des Ansehens unseres Hausgeflügels in der Öffentlichkeit durch Darstellung einer art- und naturgemäßen Zucht und Haltung.

 

    Ziel: Förderung des Erhaltungsgedankens der Vielfalt unserer seit Generationen gepflegten Hausgeflügelrassen.

 

    Zusammenarbeit mit dem BDRG, den Verbänden, Einrichtungen, Fachzeitungen und Magazinen.

 

   

    Das Editorial finden Sie auf dieser Seite weiter unten!

 

 

 

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Wir haben seit 11. Mai 2016

 

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Arge-Tierschutz-Rassegeflügel

 

aktueller Mitgliederstand (11.10.): 755 – drei Administratoren

 

 

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 Das Bild des Monats November

Gut beschützt!

Foto: ?

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Zeiten des Umbruchs

 

Die Welt veränderte sich schon immer, doch das geschah in dem für uns überschaubaren Zeitraum sehr langsam und war von Generation zu Generation kaum erkennbar. Seit Beginn der Industrialisierung, vor allem seit den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts haben diese Veränderungen explosionsartig Fahrt aufgenommen. Leider bedurfte es der gewaltigen Naturkatastrophen der letzten Zeit, dass dieser sich schon lange abzeichnende Umbruch allgemein anerkannt wird.

 

 

Dieser Umbruch verändert alles um uns herum. Die Kinder der Smart-Phon-Generation verlieren den Blick für die Natur und die zunehmende Digitalisierung schafft neue Probleme, die früher keiner kannte. Mit dem Erkennen der Veränderungen wird aber auch bei vielen der Wunsch deutlich, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Die gepflegten Gärten mit Golf-Rasen und exakten Blumenrabatten weichen zunehmend Naturgärten, in denen sich Vögel und Insekten wohlfühlen, Gewürz- und Heilkräuter Beete nehmen zu und ein stetig größer werdender Teil der Bevölkerung genießt die damit einhergehende Lockerheit als Ausgleich für eine zunehmend technisierte und für den Einzelnen kaum noch begreifbare Berufswelt.

Was bedeutet das nun für uns Rassegeflügelzüchter? Wir beklagen, dass zu wenig Junge nachkommen. Nun, ein Jahrtausende andauernder Hang zum Federvieh geht nicht verloren. Er ist im Umbruch. „Zurück zur Natur“ ist für die meisten das Motto. Unsere Organisationsformen, Standards und Ausstellungen interessieren die Wenigsten der jungen Geflügelliebhaber. Vor ca. 100 Jahren wurden die meisten Sondervereine gegründet. „Züchtet rein und züchtet echt“, der Leitspruch von Robert Oettel (1798 – 1884), wurde seither zum Auftrag mehrerer Züchtergenerationen, den Rassen ein individuelles Gesicht zu geben und den Forderungen des Standards immer näher zu kommen. Das ist heute weitgehend geschafft. Es geht doch nur noch um Nuancen. Da bleibt für die nachfolgenden Generationen kein Raum mehr für züchterische Pionierarbeit.

 

Und so erleben wir einen Umbruch. Schön ist, was gefällt! Federnzählerei, Suche nach den letzten Feinheiten, was soll´s? Wesen, Temperament, Vitalität und Spaß an hübschen Farbvariationen stehen für die Liebhaberhalter zunehmend  mehr im Vordergrund. Udo Ahrens zeigt uns an Hand der Chabo diese Entwicklung auf.

                                                                           Wolfgang Schreiber

           Robert Oettel 

 

 

Fancy,

 

 

eine Frage der Flexibilität

 

 

Das englische Adjektiv fancy bedeutet im Deutschen so viel wie chic oder ausgefallen und als Substantiv beschreibt es die Phantasie. Wir benutzen den Begriff Fancy-Klasse seit einigen Jahren auf unseren Hauptsonderschauen, um die Möglichkeit zu schaffen, typische Chabo zu zeigen, die keiner der üblichen Standard-Farbenschlägen zuzuordnen sind. Interessanterweise bezeichnet sich die Hobby-Geflügelszene in England, ebenfalls als „Fancy“, die Züchter der Fancy Fowl. Also eine überaus gelungene Wahl des Namens, für ein etwas ungewöhnliches Vorhaben.

 

Was haben wir vor?

 

Dass die Rassegeflügelzucht, mit seiner starken Priorisierung auf das Ausstellungswesen, schon in absehbarer Zeit ums Überleben kämpft, ist inzwischen auch in den obersten Reihen der Verbandsführung angekommen. Verbunden mit dem Versuch, einem perfekten Rassebild so nahe wie nur möglich zu kommen oder erreichte Ziele weiter ins Extrem zu treiben, ist oft der eigentliche Nutzgedanke, den eine Rasse mal darstellte, vergessen worden.

 

An dieser Stelle kommt nun die sogenannte Hobby-Hühnerhaltung ins Spiel, die neben dem täglichen Umgang mit den Tieren und deren Attraktivität, oft viel klüger auf das Verhalten und die Vitalität einer Hühnerherde achtet. Hiermit verbunden ist dann wieder die Leistung, also der ursprüngliche Nutzungsgedanke. Aus welchem Grund also, sollten wir diejenigen ausgrenzen, die für den eigentlichen Erhalt einer Rasse vielleicht mehr tun, als die, die auf die bloße Selektion auf Schönheitsmerkmale setzen.

 

 

Wir „Profis“ blicken oft etwas abschätzig auf die „Hobbyhalter“. Vergessen wir nicht, dass wir uns alle, mit welcher Ausrichtung auch immer, im Hobby und der Freude wegen, mit Hühnern beschäftigen.

 

 

Was hat das mit Chabo zu tun?

 

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir die Chabo so belassen haben, wie sie ursprünglich waren. Aus Unwissenheit sind schon mal Fehler gemacht worden, die dann korrigiert wurden. Die eigentliche Idee, wie ein Chabo sein soll, ist aber erhalten geblieben, was ältere Aufzeichnungen und Bilder eindrucksvoll belegen. Diese Idee, die mehr der Vorstellung eines Zier-, denn eines Nutzhuhns entspricht, ist eine Erfolgsgeschichte. Die Verbreitung der Chabo ist heute größer, denn je. Und dies gilt sowohl für die Zucht nach Standards, in bisher nie dagewesener Qualität, wie auch für die große Beliebtheit des Chabo, als kleines Haushuhn.

 

Es war uns früher als anderen bewusst, dass es keine Lager geben soll und muss. Liebhaberei und Zucht schließen einander nicht aus, sondern ergänzen sich. Es ist die Freiheit des Einzelnen, persönliche Schwerpunkte zu setzen.

 

 

 

 

Die fancy in der Fancy

oder der Chic der Liebhaberzucht

 

Ein Chabo muss ein Chabo bleiben, darüber besteht kein Zweifel. Ohne die lenkende Hand des Halters, bedarf es nur weniger Generationen, bis eine Herde Chabo zu rasselosen Zwerghühnern werden. Dennoch weiß jeder, der eigene Verpaarungen vorgenommen hat, dass Farb- und Zeichnungsmuster nicht immer so ausfallen, wie die Eltern es in Aussicht stellten, dabei aber einen ungewöhnlichen Reiz haben können. Dies gilt natürlich auch für Kinder der Liebe aus sogenannten bunten Truppen.

 

Diesen, nicht zuzuordnenden Farbspielen, haben wir schon das Tor der Ausstellungshalle geöffnet und jährlich finden wir hier mehr schöne Tiere. Es ist allerdings weiter unsere Aufgabe, dies noch besser vorzubereiten, denn nicht jeder Preisrichter ist hierfür freigeistig genug und auch eine Prise Humor schadet an dieser Stelle nicht – vielleicht bedarf es auch an Phantasie.

 

Ein nächster Schritt könnte es sein, Chabo mit normaler Lauflänge, wir sagen langbeinig, im Ausstellungswesen zu etablieren. Dies muss sich nicht ausschließen, denn auch ein „langbeiniger“ Chabo, kann ein typischer Chabo sein. 

 

 

Kann da was kaputtgehen?

 

 

Die Befürchtung, dass durch Farbkreuzungen das bisher Erreichte, also die teilweise höchste farbliche Qualität, beeinträchtigt werden könnte, ist berechtigt.

 

Die Angst, dass diese dadurch verloren ginge, jedoch nicht. Eine genetische Veranlagung bleibt erhalten und wer sich die Mühe macht, sich mit der Genetik der Hühnerfarben ein bisschen zu beschäftigen, kann daraus sogar seine Vorteile ziehen.

 

Ebenfalls transportieren solch Fancy-Farben, eine große farbgenetische Vielfalt, die der Züchter sich immer wieder zunutze machen kann.

 

Die den Chabo verwandtschaftlich sehr nahestehenden Serama sind hier ein gutes Beispiel. Diese Rasse, die ursprünglich auf Typ, aber eben auch auf fancy Farbe ausgelegt war, vereint oft in einem einzelnen Tier ein Potpourri an Farbgenen. Was der gründlichen Züchterseele wie ein heilloses Durcheinander erscheint, bietet ungeahnte Möglichkeiten. Zum Beispiel beruht in Europa die zwar kleine, aber inzwischen stabile Population schokoladenbrauner Chabo, auf einer Anleihe von den Serama. Darüber hinaus gibt es viele weitere Farb- und Zeichnungsgene, die teilweise noch gar nicht bekannt sind und neue Möglichkeiten bieten.

 

Wenn wir aufgeschlossen, neugierig und flexibel bleiben, haben wir auch weiterhin beste Chancen. Scheuklappen helfen dabei allerdings nicht.

Udo Ahrens

Fotos: Chabo-Archiv

Serama Hahn

 

 

 

 

 

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