Berthold Popp übernimmt für zwei Wochen

 

 

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Arbeitsgemeinschaft

 

Tierschutz - RASSEGEFLÜGEL 

 

    Eine Bewegung, gegründet im Juli 2012 zur kritischen

   Begleitung der Tierschutznovelle 2012/2013.

        

    Aufgabe: Verbesserung des Ansehens unseres Hausgeflügels in der Öffentlichkeit durch Darstellung einer art- und naturgemäßen Zucht und Haltung.

 

    Ziel: Förderung des Erhaltungsgedankens der Vielfalt unserer seit Generationen gepflegten Hausgeflügelrassen.

 

    Zusammenarbeit mit dem BDRG, den Verbänden, Einrichtungen, Fachzeitungen und Magazinen.

 

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Wir haben seit 11. Mai 2016

 

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Arge-Tierschutz-Rassegeflügel

 

aktueller Mitgliederstand (21. 11.): 528 – drei Administratoren

 

 

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 Das Bild des Monats November

Hoffnungsvolle Wüchslinge

Foto: Bastian 

Alois Münst:

Herbstgedanken

 

 

Bantam sind temperamentvolle Urzwerge, gemalt von Jakob Relovsky

Zugegeben, jede Jahreszeit hat für mich als Rassegeflügelzüchter ihren Reiz.

Der Winter zum Pläneschmieden. Für viele Züchter ist es die Zeit der Ernte, der Ausstellungserfolge, so sie sich einstellen wollen.

Im Frühjahr sind wir Zeugen zahlreicher Geburten und erfreuen uns am Erwachen der Natur rund um unseren Hühnerstall.

Ein richtiger Sommer bringt die wohlige Wärme. die für das gute Gedeihen unserer Hühner so eminent wichtig ist.

Allerdings wird der Herbst immer mehr zu meiner bevorzugten Jahreszeit und meine liebste Beschäftigung könnte man umschreiben mit: Sitzen und Sinnen! Ein bequemer Platz, die Sonne, nicht mehr heiß und sengend, ist mild und bekömmlich, und dann noch ein schönes Getränk. Herz, was willst Du mehr? Gut, im Staudenbeet sehe ich eine Menge Arbeit, aber die läuft ja nicht davon. Ich könnte die Unterkünfte meiner Hühner schon winterfest machen. Jetzt schon? Ich sollte Hühner und Tauben sortieren. Was darf bleiben, was muss weg?

 

Federfüßige Zwerghühner gold-porzellanfarbig, Foto: Andre Mißbach
Federfüßige Zwerghühner gold-porzellanfarbig, Foto: Andre Mißbach
Jung Chabo Hähne, Foto: Chabo-Archiv
Jung Chabo Hähne, Foto: Chabo-Archiv

 

Aber diese Gedanken verscheuche ich, weil im Augenblick gut fünfundzwanzig junge Zwerge in verschiedenen Altersstufen auf mich zukommen. Die Frechen und Dreisten bauen sich vor mir auf, legen den Kopf schief und fixieren mich mit einem Auge. Die Hähnchen, halbstarke Lümmel, die sie nun sind, versuchen mich protzend und fordernd zur Herausgabe von Leckerbissen zu drängen. Sie haben es auf meine Butterkekse, die ich preiswert bei einer großen Handelskette erstehe, abgesehen. Freilich, ich lasse mich recht lange bitten. Ich genieße das Bad in der Menge wie ein Filmstar, lasse mich von den Mädels anhimmeln. Die Jungs sind da ganz anders. Wenig Geduld legen sie an den Tag, raufen und pöbeln gerne und belästigen die Mädchen. Am frechsten sind immer die Langbeinigen, die "Kurzen" halten sich mehr im Hintergrund, wahre Schönheit muss eben nicht protzend zur Schau gestellt werden.   

Antwerpener Bartzwerg, Foto: Dick Hamer
Antwerpener Bartzwerg, Foto: Dick Hamer

 

Zwei Hähnchen nähern sich dem Häuptling, dem einzigen Althahn im Verbund, frontal mit kleinen Trippelschritten, lassen die Flügel demonstrativ einseitig auf dem Boden streifen und wenden sich dann doch ab. Dass sie vom Alten nicht gemaßregelt werden, hebt das Selbstvertrauen der Lümmel offenbar gewaltig. Ungelenk aussehend, holen sie Luft und versuchen zu krähen, wenn man diese ziemlich verunglückte Artikulierung so bezeichnen kann. Der Althahn, der Häuptling gewissermaßen, springt auf einen großen Pflanzenkübel und zeigt, wie sich richtiges "Krähen" anhört. Und dann dreht doch tatsächlich einer der Jungen völlig durch, fliegt zum Althahn hoch, stellt sich daneben und unternimmt einen Krähversuch. Wie gesagt, einen Versuch! Aber dies bemerkt dieser eingebildete Bursche überhaupt nicht und schaut prahlend zu den anderen Hühnern hinunter. Ja so ist sie eben, die Jugend.   

Sebright gold, Foto: Günter Stach
Sebright gold, Foto: Günter Stach

 

Wirklich gewachsen sind meine Jungtiere stelle ich fest. Ist allerdings auch kein Wunder, bei der liebevollen Betreuung durch ihre Mütter. Wenn ich mit großem Vergnügen beobachte, wie die erfahrenen Hennen mit ihren Küken die Umwelt erobern, dann mag ich die großen Ausstellungserfolge gern missen. Bei meinem Mutter-Kind-Programm - ich betreibe meine Zucht nur mit Bruthennen - haben sich im Laufe der Jahre viele Hähne zu fürsorglichen  Vätern entwickelt, mdie sich in die Kükenbetreuung intensiv einbringen. Es ist ja fast so, wie in unserer Gesellschaft. Auch bei unseren Hühnern gilt: learning by doing! Und unsere Urzwerge haben noch genügend Instinkte, um alles Lebensnotwendige auch noch selbst zu erlernen. Aber unter sachgemäßer Anleitung durch meine oft schon erfahrenen Hühnermütter geht alles viel schneller. Da hat man bald heraus, wo und wie man Kerbtiere findet, gar wie man Insekten im Flug erhascht und Samen von den Gräsern effektiv abstreift. Wenn die Mutter erzählt, dass Feuerdorn- und Holunderbeeren lecker und gesund sind, dann stürzt sich die Kükenschar sofort darauf und wartet nicht tagelang vorsichtig ab, wie es bei "Vollwaisen" aus dem Brutapparat üblich ist. Das zahlt sich in einer frohwüchsigen, gesunden Meute von Junghühnern aus, die wirklich in den Sommer, in die Wärme hinein wachsen.

Brünner Kröpfer und Chabo passen gut zusammen, Foto: Dieter Dehler
Brünner Kröpfer und Chabo passen gut zusammen, Foto: Dieter Dehler
Cabo übernachten gern im Baum
Cabo übernachten gern im Baum

 

In diesem Jahr hatte ich von meinen weißen Chabo über 50 Küken, eigentlich viel zu viele. Aber was soll man machen, wenn jede eingesetzte Bruthenne „volle Kükenzahl“ meldet. Der Hintergrund: Vor drei Jahren habe ich aus der Oberpfalz eine weiße Henne mit thailändischer  Blutführung bekommen, die von grünen Läufen abgesehen, ein Chabotraum ist. Sowohl was die puppige, kleine Figur als auch die Farbe (ohne gelben Anflug) betraf. Vom Wesen gar nicht zu reden!  Einem Fasan gleich, übernachtet meine Prinzessin stets auf der höchsten Sitzgelegenheit und bei der stimmlichen Variationsbreite nimmt sie es beinahe mit einem Kanarienvogel auf. Davon abgesehen legt sie stumpfe, rotbraune Eier, genau wie es die Baronin von Ulm-Erbach bei ihren Japan-Importen vor über hundert Jahren beschrieb.

 

Die Henne brütet selbst ganz wunderbar und bracht im ersten Jahr von zwei Gelegen sechs bzw. sieben Küken groß, die stets im Verband blieben. Leider war jeweils nur eine brauchbare Henne dabei, dagegen immer zwei schöne Hähne. Weil ich mich nicht für einen Hahn entscheiden konnte und die jeweils 2,1 in bester Harmonie und Eintracht lebten, blieb es bei dieser Konstellation. Mit dem Erfolg, dass ich im nächsten Jahr eine 100%ige Befruchtung hatte! Für meine Zucht behalte ich jedes Jahr bis zu zehn Junghennen. Letztlich werden aber nur eine oder zwei von jemals für den Nachwuchs sorgen.

Seramas-Hahn, Foto: Patrick Boetzel
Seramas-Hahn, Foto: Patrick Boetzel

 

Nur wer gut legt, im dritten Jahr nochn vital, aktiv und von guter Figur ist, darf für Nachkommen sorgen. Krankheiten, wie die Marek´sche Lähmung und andere, kenne ich sicherlich aus diesem Grunde nicht. Davon abgesehen zeigen die meisten erst im Alter ihren wahren Zuchtwert. Je nachdem, ob sie Farbstoff und Typ behalten, sind sie dann entsprechend wertvoll - oder auch nicht.

 

Neulich zeigte sich ein Zuchtfreund ziemlich entsetzt, weil er in meinem Futter Mais entdeckte und die Tiere in voller Sonne laufen können. Dies bei weißen Zwergen! Vielleicht ist meine Philosophie ja auch falsch, aber ich frage mich, wie sonst soll ichn die Weißen herausfinden, die nicht im Dunklen, also ohne direkte Sonneneinstrahlung bleiben müssen, damit durch gelben Anflug nicht ausstellungs-untauglich werden. Ich denke, wir müssen züchterisch den Hebel ansetzen, nicht in der Haltungsform.  

Hoffnungsträgerinnen  -  Foto: Chabo-Archiv
Hoffnungsträgerinnen - Foto: Chabo-Archiv
Zwer-Cochin, Foto: Basians
Zwer-Cochin, Foto: Basians

 

Hoffentlich gibt es noch mehr schöne Herbst-tage. Es gäbe noch viel zu beobachten und zu bewundern. So zum Beispiel ein blaues Hähnchen, das einen thailändischen Migra-tionshintergrund hat, mit weißer Brust und stehlend weißem Halsbehang. Einfach schön und interessant, und die Gedanken bekommen bereits Flügel. Ich möchte auch noch herausfinden, ob alle Chabo-Hähne beim (fr)essen ständig reden. Eine Frau erzählte mir dies von ihrem Hähnchen und beklagte, dass dies auf das Verhalten ihrer Kinder bei Tisch einen ungünstigen Einfluss ausüben würde. Ich werde der Sache nachgehen, sofern ich auf meinem Stuhl nicht vor meiner Zwerghuhn-Glückseligkeit eingeschlafen bin. 

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12.12. die Deutschen
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09.12. die Deutschen
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06.12. die Deutschen
           Zwerghühner (Teil 1)

03.12. Lietzows Erlenzeizig

29.11. Okina/Zwerghühner (2)

26.11. Okina/Zwerghühner (1)

23.11. Pommersche Kröpfer

20.11. Zwerg-Cochin (5)

17.11. Zwerg-Cochin (4)

15.11. Pressemitteilung BDRG

13.11. Zwerg-Cochin (3)

10.11. Zwerg-Cochin (2)

07.11. Zwerg-Cochin (1)

04.11. Stockenten (2)

01.11. Bild November

30.10. Stockenten (1)

25.10. Lange o. kurze Beine (4)

22.10. Hinter der Tür ...

19.19. NEWSLETTER VDT

15.10. Herbstgedanken

09.10. Jakos neue Bilder

06.10. Lange o. kurze Beine (3)

03.10. Lange o. kurze Beine (2)

01.10. Bild Oktober 

28.09. Brünner aktuell ist da!

25.09. Lange o. kurze Beine (1) 

22.09. Kinderspaß

20.09. Das Kükentagebuch

19.09. Neuer Rundblick

16.09. Neue Teilnehmerin

14.09. BZA gibt bekannt

13.09. Franzosentreffen

06.09. Sommerliche Gedanken

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30.08. Nachrichten BDRG

28.08. Zeltlager Schwaig 

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13.08. Brünner-Korso 2015 (1)

10.08. Kräuter gegen Langeweile

07.08. Platz schaffen

05.08. Nachricht BDRG

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01.08. Bild August